Renteneintrittsalter

Wann kann ich in Rente gehen?

Mein Renteneintrittsalter – wann kann ich in Rente gehen, worauf muss ich achten?

Mit dem Altersgrenzenanpassungsgesetz wurde im Jahr 2007 der Weg in die Altersrente von 65 Jahre und 67 Jahre schrittweise angehoben. Jeder, der ab dem 01.01.1964 geboren wurde, darf erst mit dem Erreichen des 67. Lebensjahres eine Regelaltersrente ohne jegliche Abschläge beantragen. Derzeit sind keine weiteren Änderungen geplant, die Politik diskutiert aber regelmäßig eine weitere Anhebung auf 69 oder sogar 70 Jahre. Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen rund um Ihr Renteneintrittsalter und die verschiedenen Rentenvarianten der gesetzlichen Rentenversicherung zusammengestellt.

Was ist die Regelaltersgrenze?

Die Regelaltersgrenze ist eine gesetzlich vorgeschriebene Altersgrenze, zu der Sie ohne Abschläge bei der Rentenhöhe eine Altersrente beziehen können.

Was ist das Renteneintrittsalter?

Das Renteneintrittsalter ist das Alter, indem Sie das erste Mal Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung in Anspruch nehmen. Dieses muss nicht unbedingt der Regelaltersgrenze entsprechen. Sie können auch früher in Rente gehen, müssen aber mit Abschlägen rechnen.

Die Regelaltersgrenze wurde 2007 im Zuge einer Rentenreform um 2 Jahre angehoben. Alle, die nach dem 01.01.1964 geboren wurden, dürfen grundsätzlich erst mit 67 Jahren eine Altersrente ohne Abschläge beziehen. Für die Jahrgänge 1947 bis 1963 gelten Übergangsfristen mit einem langsamen Anstieg der Altersgrenze. Ihre persönliche Altersgrenze finden Sie in nachfolgender Tabelle.

Regelaltersgrenzen nach Geburtsjahr

Geburtsjahr Regelaltersgrenze

1947

65 Jahre + 1 Monat

1948

65 Jahre + 2 Monate

1949

65 Jahre + 3 Monate

1950

65 Jahre + 4 Monate

1951

65 Jahre + 5 Monate

1952

65 Jahre + 6 Monate

1953

65 Jahre + 7 Monate

1954

65 Jahre + 8 Monate

1955

65 Jahre + 9 Monate

Geburtsjahr Regelaltersgrenze

1956

65 Jahre + 10 Monate

1957

65 Jahre + 11 Monate

1958

66 Jahre

1959

66 Jahre + 2 Monate

1960

66 Jahre + 4 Monate

1961

66 Jahre + 6 Monate

1962

66 Jahre + 8 Monate

1963

66 Jahre + 10 Monate

1964 und jünger

67 Jahre

Kann ich auch früher in Rente gehen? Erhalte ich deswegen weniger Rente?

Sie müssen nicht bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze arbeiten. Die gesetzliche Rentenversicherung ermöglicht auch schon einen früheren Renteneintritt. Dabei gibt es allerdings einige Voraussetzungen, die Sie erfüllen müssen. In den nachfolgenden Ausführungen konzentrieren wir uns auf die Situation für alle, die nach dem 01.01.1964 geboren wurden und von der Erhöhung der Altersgrenze voll betroffen sind. Für die Jahrgänge 1947 – 1963 gelten auch bei den anderen Rentenarten Übergangsfristen mit reduziertem Eintrittsalter.

Neben der Regelaltersrente, bei der kein vorzeitiger Rentenbeginn möglich ist, gibt es auch noch die Altersrente für langjährig Versicherte und die Altersrente für besonders langjährig Versicherte. Wenn Sie eine der beiden Renten erhalten möchten, müssen Sie spezielle Voraussetzungen erfüllen.

Die Altersrente für langjährig Versicherte – frühestens ab 63

Bei der Altersrente für langjährig Versicherte müssen Sie eine Wartezeit von 35 Jahren erfüllen. Das bedeutet, dass Sie mit Beitragszeiten und Berücksichtigungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung einen Versicherungszeitraum von 35 Jahren nachweisen müssen. Erfüllen Sie die Voraussetzungen, dürfen Sie frühestens mit 63 Jahren Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen. Sie erhalten dann aber nicht die volle Rente, sondern nur eine Rente, die um bestimmte Abschläge gekürzt wird. Für jeden Monat, den Sie vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente gehen, zieht die gesetzliche Rentenversicherung 0,3 % von Ihrer eigentlich erreichten Rente ab. Pro Jahr vorzeitigem Rentenbezug sinkt Ihre Rente daher um 3,6 %. Wenn Sie die vollen 4 Jahre ausnutzen, fällt Ihre Rente um 14,4 % niedriger aus.

Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte

Eine Ausnahme gibt es nur bei der Altersrente für besonders langjährig Versicherte. Wenn Sie diese Rente in Anspruch nehmen möchten, müssen Sie 45 Jahre Wartezeit erfüllen und dürfen dann mit Erreichen des 65. Lebensjahres ohne Abschläge in Rente gehen. Mit unserer tabellarischen Übersicht über die einzelnen Rentenarten sehen Sie auf einen Blick, welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen.

Die Altersrenten im Überblick

  Regelaltersrente  Altersrente für langjährig Versicherte  Altersrente für besonders langjährig Versicherte  Rente mit 63 
Regelalter  schrittweise Anhebung von 65 auf 67 65  65  schrittweise Anhebung von 63 auf 65 ab Jahrgang 1953 - 1964 
Mindestalter  schrittweise Anhebung von 65 auf 67  63  65  schrittweise Anhebung von 63 auf 65
Abschlag pro Jahr  vorzeitiger Rentenbeginn möglich; lebenslange Abschläge von bis zu 14,4% 
Maximaler Abschlag 
Wartezeit  5 Jahre  35 Jahre  45 Jahre  45 Jahre 
Fazit 67 wird Regelaltersgrenze  wer mindestens 35 Jahre Versicherungszeit nachweisen kann, erhält Rente ab 67; vorzeitiger Bezug mit Abschlägen ab 63 möglich bei 45 Jahren Versicherungszeit ist ein abschlagsfreier Rentenbezug ab 65 möglich nur für eine sehr kleine Bevölkerungsgruppe zugänglich und nur für sehr kurze Zeit; bei 45 Jahren Versicherungszeit

Rentenabschläge – reicht meine Rente im Alter dann überhaupt aus?

Wenn Sie einen früheren Renteneintritt planen, sollten Sie die zu erwartenden Abschläge in Ihrer Planung berücksichtigen und die dadurch entstehende Rentenlücke ausgleichen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Im Idealfall verzichten Sie auf einen vorzeitigen Altersrentenbezug und beziehen Ihr Einkommen in der Zeit bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze aus anderen Quellen. Bei privaten Versicherungen dürfen Sie Rentenzahlungen in der Regel schon ab dem 62. Lebensjahr abrufen. Bei unseren privaten Versicherungen für die Altersvorsorge können Sie bereits ab dem 60. Lebensjahr Leistungen in Anspruch nehmen.

Das Renteneintrittsalter für Schwerbehinderte – ist ein früherer Rentenbeginn möglich?

Für Schwerbehinderte gelten spezielle Regeln für den Eintritt in die Altersrente. Das Regelalter für den abschlagsfreien Rentenbezug liegt bei 65 Jahren. Nehmen Sie Abschläge in Kauf, dürfen Sie frühestens mit 62 Jahren eine Rente für Schwerbehinderte beziehen. Sie müssen dafür aber eine Wartezeit von 25 Jahren erfüllen und zudem einen Schwerbehindertengrad von mindestens 50 gemäß SGB IX haben.

Kann ich auch später in Rente gehen?

Alle Altersrenten werden nur auf Antrag ausgezahlt. Sie sind nicht verpflichtet, Rentenleistungen zu beantragen. Die gesetzliche Rentenversicherung belohnt Personen, die über das Erreichen der Regelaltersgrenze hinaus weiterhin arbeiten mit einem Zuschlag von 0,5% pro Monat auf die spätere Rentenzahlung. Ein weiteres Jahr Arbeiten sorgt also für 6% Zuschlag auf die spätere Rentenzahlung. Zudem zahlen Sie gegebenenfalls auch noch weiter Beiträge in die Rentenversicherung ein, die ebenfalls für eine höhere Rente sorgen. Ob sich das Überschreiten der Regelaltersgrenze lohnt, ist von Ihrer individuellen Situation abhängig.

Noch Fragen? – Wir sind für Sie da

Die gesetzliche Rentenversicherung ist als einzige Vorsorge für den Rentenbezug nicht mehr ausreichend. Um eine Rentenlücke zu vermeiden, sollten Sie zusätzlich privat für Ihren Lebensabend vorsorgen. Insbesondere wenn Sie einen frühzeitigen Rentenbeginn planen, sollten Sie den Übergang in den Rentenbezug genau planen. Unser Kundenservice berät Sie gern bei allen Fragen rund um Ihre persönliche Altersvorsorge. Ob telefonisch, per E-Mail oder persönlich bei Ihnen vor Ort – Unsere Vertrauensleute sind für Sie da. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

Hier finden Sie Ihren Ansprechpartner vor Ort:

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