E-Scooter, Hoverboards & Co.

Elektro-Kleinstfahrzeuge erfreuen sich immer größerer Beliebtheit

Leise surren sie durch die Straßen: futuristische Hoverboards, trendige E-Skateboards und moderne Tretroller mit Elektromotor – sogenannte E-Scooter. In US-amerikanischen Städten verbreiten sich besonders E-Scooter rasant. Auch in Paris, Wien und Zürich sind diese immer öfter zu sehen. Und in Deutschland? Darf man einfach aufsteigen und losfahren?

E-Scooter und Hoverboards: im öffentlichen Straßenverkehr in Deutschland noch nicht erlaubt

E-Scooter & Co. in Deutschland – die Situation heute (Stand Februar 2019):

  • E-Scooter und andere E-Kleinstfahrzeuge dürfen derzeit in Deutschland nicht im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden (Ausnahme: Segways – Selbstbalancierende Roller mit Lenkstange).
  • Mangels gesetzlicher Regelungen kann Ihr Elektroflitzer derzeit noch nicht versichert werden.
  • Eine gesetzliche Regelung wird in diesem Jahr erwartet.

In Deutschland sind E-Scooter und andere E-Kleinstfahrzeuge auf öffentlichen Straßen noch nicht erlaubt. Doch bald ist es so weit. Das Bundesverkehrsministerium arbeitet an einer gesetzlichen Regelung. Diese wird im Sommer 2019 erwartet – zielt aber zunächst nur auf Elektro-Tretroller (E-Scooter) ab.

Dann dürfen Sie mit diesen Trend-Fahrzeugen elektrisch durch Deutschland rollern – wenn Sie eine Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Bisher ist das nur auf Privatgelände legal. Parallel zu Elektro-Tretrollern soll auch die Nutzung von Hoverboards, Skateboards mit Elektromotor und ähnlichen Fahrzeugen geregelt werden.

Schon jetzt kooperieren Bird, ein US-amerikanischer Anbieter eines E-Scooter Verleihservice, und die Stadtwerke Bamberg hinsichtlich der Einführung eines Sharing-Angebots für E-Scooter in Bamberg.

Neben den Sharing-Angeboten steigt auch die Anzahl an Herstellern, die E-Kleinstfahrzeuge vertreiben. Besonders gut eignen sich diese Fahrzeuge für die Überbrückung der sogenannten letzten Meile – ob von der S-Bahn ins Büro oder zur Uni und umgekehrt. Einfach aufsteigen und losfahren.

Noch nicht auf öffentlichen Straßen erlaubt

Aktuell dürfen E-Kleinstfahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von über 6 km/h in Deutschland nicht im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden (mit der Ausnahme von Segways). Wer erwischt wird, dem drohen empfindliche Strafen. Denn es handelt sich um einen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und damit um eine Straftat. Das Fahren ohne Zulassung ist darüber hinaus eine Ordnungswidrigkeit, für die Bußgelder bis zu 70 € drohen können.

Noch nicht versichert

Da die gesetzliche Regelung noch aussteht, können E-Kleinstfahrzeuge leider noch nicht versichert werden. Passiert wirklich etwas, haben Sie keinen Versicherungsschutz – auch nicht über Ihre Privathaftpflichtversicherung. Das gilt sowohl für Schäden am eigenen E-Kleinstfahrzeug als auch für Schäden gegenüber Dritten. Das kann teuer werden. Also: Lieber warten, bis das Fahren auf öffentlichen Straßen erlaubt ist – auch wenn es schwerfällt.

Auch beim Kauf gilt: Besser abwarten, welche E-Kleinstfahrzeuge die gesetzlichen Anforderungen tatsächlich erfüllen. Dies wird dann durch die Bezeichnung „Elektrokleinstfahrzeug“ auf dem Fabrikschild am Fahrzeug erkennbar sein. So geht man nicht das Risiko ein, das teure Fahrzeug am Ende doch nicht im öffentlichen Verkehr fahren zu dürfen oder umrüsten zu müssen.

Wir schreiben Ihnen, sobald Sie Ihren Elektroflitzer versichern können

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Startschuss in Deutschland fällt. Wenn Sie möchten, informieren wir Sie, sobald wir Ihr E-Kleinstfahrzeug (E-Scooter, Hoverboard, E-Skateboard etc.) versichern können. Tragen Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein:

Hoverboard, Segway, E-Scooter – was ist was?

E-Scooter 

Icon e-Scooter

Wird auch Elektroroller oder Elektro-Tretroller genannt und kann bis zu 25 km/h fahren. Sie sind zusammenfaltbar und ideal für die Überwindung kurzer Strecken.

Hoverboard

Icon Hoverboard

Das selbstbalancierende E-Board wird durch Gewichtsverlagerung gesteuert und kann bis zu 20 km/h fahren.

Monowheel

Icon Monowheel

Das Fahren mit dem selbstbalancierenden Einrad erfordert Übung und eine gute Balancefähigkeit. Man kann eine Geschwindigkeit von bis zu 30 km/h erreichen. Es ist mit und ohne Haltestange sowie mit und ohne Sitz erhältlich.

Segway

Icon Segway

Segways sind selbstbalancierende Roller mit Lenkstange, die bis zu 20 km/h schnell fahren können. Hierfür ist mindestens ein Mofa-Führerschein nötig. Segways können Sie schon heute mit der Mopedversicherung bei uns versichern.

E-Skateboard

Icon E-Skateboard

Das elektrisch betriebene Skateboard kann eine Geschwindigkeit von bis zu 40 Km/h erreichen. Es wird durch Fernbedienung und Gewichtsverlagerung gesteuert. 

Unser Experte Jens Kuck klärt die wichtigsten Fragen rund um Elektro-Kleinstfahrzeuge

E-Scooter mit Jens Kuck

Häufige Fragen zum Thema Elektro-Kleinstfahrzeuge

Warum sieht der Gesetzesentwurf eine Kfz-Haft­pflicht­versicherung für E-Scooter verpflichtend vor und wie soll das funktionieren?

Der Gesetzgeber sieht vor, dass jeder Halter eines Kraftfahrzeugs zum Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung verpflichtet ist. Diese schützt Sie vor Schadenersatzansprüchen, wenn Sie mit Ihrem Fahrzeug einen Dritten schädigen. Zeitgleich wird sichergestellt, dass der Geschädigte seinen Schaden ersetzt bekommt (Opferschutz). Der Nachweis des Versicherungsschutzes erfolgt durch eine klebbare Versicherungsplakette, die speziell zur Anbringung an Elektro-Kleinstfahrzeugen entwickelt wurde. Diese Versicherungsplakette werden Sie nach der Verabschiedung des Gesetzes bei uns erhalten können.

Welche E-Kleinstfahrzeuge darf ich jetzt schon in Deutschland auf öffentlichen Straßen fahren?

Bereits heute können selbstbalancierende Roller mit Lenkstange – häufig als „Segway“ bezeichnet – versichert und damit im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden. Diese können Sie zu günstigen Konditionen bei uns versichern. Sie erhalten dann ein Versicherungskennzeichen für Ihren Segway. Berechnen Sie gleich Ihren Beitrag für eine Mopedversicherung.

Wie bin ich bei einem Unfall mit dem E-Kleinstfahrzeug abgesichert?

Wird ein Dritter beispielsweise im Rahmen eines Unfalls im öffentlichen Verkehr geschädigt, sind etwaige Personen-, Sach- und
Vermögensschäden nicht durch Ihre private Haftpflichtversicherung abgedeckt. Das kann teuer werden und im schlimmsten Fall die Existenz gefährden. Schäden an der eigenen Person sind i.d.R. im Rahmen der Krankenversicherung bzw. einer zusätzlich abschließbaren
Unfallversicherung im vereinbarten Umfang abgesichert. Informationen zur Unfallversicherung