Kfz-Versicherung für
Oldtimer und Youngtimer

Ganz frisch: Wir versichern jetzt auch Oldtimer und Youngtimer

Old- und Youngtimer erfreuen sich nicht nur auf deutschen Straßen und in deutschen Garagen immer größerer Beliebtheit, sondern auch bei uns. Wir versichern jetzt auch die Alltagsautos der 60er bis 90er Jahre zu sehr günstigen Beiträgen. Bei unserem Angebot handelt es sich nicht um ein Spezialprodukt. Sie profitieren von unserer klassischen, leistungsstarken Autoversicherung – wie Sie es von uns gewohnt sind.

Focus Money: Fairster Preis (12/2019)

Ihre Vorteile im Überblick

  • Fairster Preis – Spitzenreiter beim Preis-Leistungs-Verhältnis laut FOCUS Money (Ausgabe 12/2019).
  • Einfache Antragstellung – Kompetente Beratung in Ihrer Nähe oder einfacher Online-Abschluss.
  • Kein Wertgutachten –  Wir verzichten auf die Vorlage eines Wertgutachtens.
  • Keine Einschränkungen – Wie z.B. keine Kilometerbeschränkung, kein Mindest-Fahrzeugwert, kein Garagenstellplatz erforderlich.
  • Anrechnung einer bestehenden Schadenfreiheitsklasse – Anrechnung oder Aufbau eines Schadenfreiheitsrabatts, der auf andere Fahrzeuge übertragbar ist.

Wir versichern Oldtimer und Youngtimer mit unserem umfangreichen Classic-Tarif

Diesen Deckungsumfang können Sie erwarten:
 

  • Kfz-Haftpflichtversicherung
  • Teil- oder Vollkasko-Versicherung
  • Kasko SELECT für viele Fahrzeugmodelle
  • Fahrerschutz
  • Kfz-Schutzbrief 
  • Telematik Plus
  • Unfallmeldedienst (UMD)
  • Kasko PLUS
  • Ausland-Schadenschutz
  • Rabattschutz

Details zum Versicherungsumfang finden Sie in unserer Autoversicherung.

Was wir versichern

Beispielhafte Darstellung eines H-Kennzeichen für Oldtimer
  • H-Kennzeichen
  • Schwarze Kennzeichen 
  • Saison- oder Wechselkennzeichen
  • Eine Kombination aus H-Kennzeichen und Saisonkennzeichen (möglich seit Oktober 2017)
     
 

Was wir nicht versichern

Beispielhafte Darstellung eines roten Kennzeichen für Oldtimer
  • Sammlungen nicht zugelassener Fahrzeuge
  • Reine Sammlerfahrzeuge
  • Rote Nummern (07er- bzw. 06er-Nummern)
  • Exklusiv-Fahrzeuge von hohem Wert wie Aston Martin Lagonda, Lamborghini Miura, Jaguar XJ220 etc.
  • Renn- und Rallyefahrzeuge
  • Vorkriegsfahrzeuge wie Bugatti, Horch, Wanderer etc.
Alle online versicherbaren Fahrzeuge finden Sie im Beitragsrechner. Finden Sie Ihr Auto dort nicht, nehmen Sie Kontakt mit uns auf – telefonisch unter 0800 2153153 oder schriftlich mit unserem Kontaktformular.

Unsere Versicherung für Oldtimer und Youngtimer: Umfassender Schutz – günstig im Vergleich. 

Versicherung für Oldtimer – ganz ohne Wertgutachten

Ein Oldtimergutachten ist nach §23 StVZO Voraussetzung für die Zulassung von Fahrzeugen mit einem H- oder 07er-Kennzeichen. Darüber hinaus fordern viele Versicherer ein Wertgutachten, wenn ein Oldtimer in einem speziellen Oldtimertarif versichert werden soll. Die HUK-COBURG verzichtet grundsätzlich auf ein solches Wertgutachten. Wir versichern die Alltagsautos der 60er bis 90er Jahre innerhalb unseres leistungsstarken Classic Tarifs.

Schadenfreiheitsklasse für Ihren Oldtimer und Youngtimer

Im Rahmen unserer klassischen Autoversicherung bieten wir eine einfache und unkomplizierte Möglichkeit, Ihren Oldtimer oder Youngtimer zu versichern. Ihr Fahrzeug wird in eine Schadenfreiheitsklasse eingestuft. Dabei kann die Schadenfreiheitsklasse einer Kfz-Versicherung eines anderen Versicherers übernommen werden. Bei uns benötigt jedes Fahrzeug einen eigenen Schadenfreiheitsrabatt, sowohl für die Kfz-Haftpflichtversicherung als auch für die Vollkaskoversicherung. Sie haben die Chance, einen Schadenfreiheitsrabatt aufzubauen, der später auch auf andere Fahrzeuge übertragen werden kann, wobei eine günstige Einstufung für Zweitwagen unter Umständen ebenfalls möglich ist.

Mehr zum Thema finden Sie in unserem Ratgeber Was ist die Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse)

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Häufige Fragen zu Oldtimer und Youngtimer

Wie definieren sich Oldtimer?

Die rechtliche Definition für Oldtimer findet sich in der Straßenverkehrszulassungsordnung. Oldtimer sind Fahrzeuge, die mindestens 30 Jahre alt sind und einen ideellen Wert haben. Erfüllt ein Fahrzeug diese Voraussetzungen, kann es als Oldtimer eingestuft und zugelassen werden und erhält ein Oldtimer-Kennzeichen. Der Besitzer profitiert von einer Pauschalsteuer und speziellen Oldtimerversicherungen.

Nicht jedes Auto mit einem Alter von mehr als 30 Jahren ist automatisch ein Oldtimer. Fahrzeuge mit starken Nutzungsspuren oder umfassenden baulichen Veränderungen erhalten keinen Oldtimerstatus, sie bleiben einfach alte Fahrzeuge. Oldtimer müssen in einem guten Zustand sein und dürfen nur zeitgenössisch baulich verändert werden. Wenn Sie zum Beispiel ein Sportlenkrad verbauen möchten, ist das nur möglich, wenn es dieses zur Zeit der ersten Zulassung schon als offizielles Zubehörteil gab. Restaurationen sollten mit Originalteilen erfolgen. Auch eine Patina ist je nach Fahrzeugalter akzeptabel.

Der Begriff Oldtimer ist übrigens nur im deutschen Sprachraum eindeutig auf Fahrzeuge mit einem Alter von mehr als 30 Jahren bezogen. Im englischen Sprachraum wird häufig der Begriff „classic car“ verwendet, der in etwa dem deutschen „Klassiker“ entspricht. Eine Einschränkung auf ein bestimmtes Alter gibt es dort allerdings nicht, auch jüngere Fahrzeuge können Klassiker sein.

In Deutschland gibt es aktuell mehr als 560.000 Fahrzeuge, die die Oldtimer-Voraussetzungen erfüllen und in irgendeiner Form bei den Zulassungsstellen angemeldet sind. Der Besitz und das Fahren von Oldtimern gehört zu den Hobbys, die in Deutschland immer größere Verbreitung finden. Abhängig von Marke, Modell und Alter des Fahrzeugs können aber hohe Kosten für Ersatzteile und Wartung entstehen. Für einige Fahrzeuge gibt es keine Neuteile mehr.

Dafür sorgen seltene Oldtimer häufig für Aufmerksamkeit im Straßenverkehr und Sie fahren ein Fahrzeug, das nicht jeder fährt. Für viele Modelle gibt es außerdem Klubs und Vereine, die zum Beispiel Ausfahrten organisieren und bei der Beschaffung von Ersatzteilen helfen.

Was ist ein Youngtimer?

Youngtimer sind Fahrzeuge, die noch nicht die offizielle Altersgrenze für Oldtimer erreicht haben. Den Begriff gibt es praktisch nur im deutschen Sprachraum, im englischen existiert dieser Begriff nicht. Youngtimer sind Liebhaberfahrzeuge, die nicht mehr häufig anzutreffen sind oder nur in geringen Stückzahlen produziert wurden. Sie sind häufig sehr gut gepflegt und die Halter warten auf das Erreichen der Altersgrenze. Es gibt keine festgelegte Altersgrenze für die Bezeichnung, viele Fahrzeuge sind zwischen 15 und 25 Jahre alt.

Im Gegensatz zu Oldtimern ist die Ersatzteilversorgung häufig kein Problem und die Nutzung ohne Einschränkungen möglich. Je nach Marke und Modell können die Reparaturkosten selbst bei kleinen Schäden schnell den Wert des Fahrzeugs übersteigen.

Was ist der Unterschied zwischen Oldtimern und Youngtimern?

Youngtimer sind Fahrzeuge, die mindestens 15, allerdings nicht älter als 30 Jahre sind. Die jungen Liebhaberstücke sind zu alt, um als gewöhnliches Nutzfahrzeug angesehen zu werden, gleichzeitig aber zu jung, um als Oldtimer eingestuft zu werden. Hingegen werden Kraftfahrzeuge wie Pkw, Motorräder oder Wohnmobile als Oldtimer bezeichnet, wenn sie mindestens seit 30 Jahren Teil des Straßenverkehrs sind. Oldtimer erfüllen für ihre Besitzer meist weit mehr als nur einen reinen Beförderungszweck, und besitzen alleine auf Grund ihres Alters und ihrer Nostalgie eine ideelle Bedeutung, die oft höher ist als der eigentliche Fahrzeugwert. Für die Einstufung von Oldtimern gelten strenge Regeln. Fremde Ersatzteile aus dem gleichen Zeitraum der Originalteile können verbaut werden, jedoch keine modernen Teile, die nicht dem Zeitgeist entsprechen.

Oldtimer und Youngtimer als Sammelobjekte: Wann kommt eher ein Youngtimer, wann eher ein Oldtimer für den Kauf in Betracht?

Old- und Youngtimer eignen sich gut als Sammlerobjekte, aber nur selten als Geldanlage. Die Wertentwicklung ist schwer vorherzusehen und jedes Fahrzeug verursacht Kosten für Steuern, Versicherung, Wartung und gegebenenfalls Stellplatz. Zudem müssen Verschleißteile ersetzt werden. Wenn Sie sich erstmals für ein Modell entscheiden möchten, sollte nicht die potenzielle Wertsteigerung an erster Stelle für die Auswahl entscheidend sein. In der aktuellen Niedrigzinsphase sind Oldtimer meist wertstabil, das kann sich bei steigenden Zinsen aber schnell ändern.

Oldtimer aus den 70er Jahren und älter sind häufig schon sehr hochpreisig in der Anschaffung, während der Wert relativ konstant bleibt. Im Gegenzug dazu sind Limousinen aus den Baujahren 1980 bis 1989 überraschend günstig, wenn es nicht bestimmte Modelle von Porsche, BMW oder Mercedes Benz sein müssen. Einige Modelle steigen konstant im Wert.

Youngtimer sind gerade für Einsteiger häufig günstig zu erwerben. Wenn Sie eine Wertsteigerung erreichen möchten, sollten Sie Fahrzeugmodelle wählen, die nur in geringer Stückzahl hergestellt worden sind. Kleine Produktionsreihen können stärker im Wert steigen, eine Garantie dafür gibt es aber nicht. Achten Sie dann auch auf Veränderungen am Originalfahrzeug, schon nachgerüstete Audioanlagen können einer späteren Einstufung des Autos als Oldtimer entgegenstehen.

Was ist ein Wertgutachten?

Das Wertgutachten dient als Wertnachweis beim Fahrzeugverkauf oder für Oldtimerversicherungen zur Entschädigungsberechnung bei Schäden. Es sollte aktuell gehalten werden. Eine jährliche Erneuerung ist meist nicht notwendig, aber alle drei bis fünf Jahre sollte es aktualisiert werden. Kürzere Intervalle sind sinnvoll, wenn sich der Wert des Fahrzeugs durch Restaurationen steigert oder das Modell sehr gefragt ist, sodass die Marktwerte schnell steigen. In der Regel enthält ein Gutachten nicht nur einen Wert, sondern auch eine Zustandsnote. Der ausgewiesene Wert ist klar definiert und kann je nach Gutachten entweder

  • ein Marktwert,
  • ein Wiederbeschaffungswert oder
  • ein Wiederherstellungswert
sein. Der Marktwert beschreibt den Preis, den das Fahrzeug bei einem Verkauf erzielen würde. Der Wiederbeschaffungswert benennt die Kosten für den Kauf eines Fahrzeugs in vergleichbarer Art und Güte und der Wiederherstellungswert beschreibt die Gesamtkosten für den Ankauf und die Restaurierung eines vergleichbaren Modells. In der Praxis ist vor allem der Marktwert auf Gutachten vermerkt.
 
Die HUK-COBURG verzichtet grundsätzlich auf ein solches Wertgutachten.

Welche Arten von Gutachten gibt es?

Je nach Fahrzeugwert und Wunsch des Kunden erstellt ein Gutachter entweder ein Kurzgutachten oder ein ausführliches Gutachten. Das Kurzgutachten enthält immer eine Zustandsnote und einen ungefähren Schätzwert. Dazu macht der Gutachter verschiedene Fotos vom Fahrzeug. Bei einem ausführlichen Gutachten ist der ermittelte Wert genauer und in den meisten Fällen unternimmt der Sachverständige eine Probefahrt. Die Wertbestimmung erfolgt zudem mit einer schriftlichen Stellungnahme. 

Was sind Zustandsnoten?

Die Zustandsnoten von Oldtimern orientieren sich am deutschen Schulnotensystem, eine Sechs gibt es nicht:

  • Note 1 – Das Fahrzeug ist in makellosen Zustand, es gibt keine Mängel an Technik, Optik und Originalität.
  • Note 2 – Guter Zustand, leichte Gebrauchsspuren, keine Mängel, keine Korrosion, fachgerecht restauriert oder Originalzustand.
  • Note 3 – Gebrauchter Zustand, das Fahrzeug hat normale Gebrauchsspuren, kleine Mängel und leichte Korrosionen, ist aber voll fahrbereit und nicht durchrostet.
  • Note 4 – Verbrauchter Zustand, das Fahrzeug ist nur bedingt fahrbereit, Arbeiten sind notwendig, leichte bis mittlere Durchrostungen.
  • Note 5 Das Fahrzeug ist restaurierungsbedürftig und nicht fahrbereit oder schlecht restauriert, es fehlen Teile und es gibt größere Durchrostungen.
     

Zusätzlich gibt es eine Einschätzung zur Historie in 3 Stufen:

  • Original – Das Fahrzeug ist im Originalzustand, unrestauriert und wie vom Werk ausgeliefert
  • Authentisch – Verschleißteile wurden fachgerecht ersetzt, die Restaurierung erfolgte mit Originalteilen
  • Nicht authentisch – Das Fahrzeug entspricht nicht mehr der Werksauslieferung, Bauteile wurden verändert oder gegen andere Teile getauscht.

Welcher Wert ist versichert?

Generell sind die Reparaturkosten versichert. Wir ersetzen Ihnen bei Totalschaden den Wiederbeschaffungswert – dabei rechnen wir über ein DEKRA-Gutachten ab. Sie können im Schadenfall gerne vorhandene Wertgutachten und Bilder Ihres Fahrzeugs einreichen. Jedoch vereinbaren wir im Schadenfall keine feste Entschädigungsleistung – denn wir bieten kein Spezialprodukt für Oldtimer oder Youngtimer an.

Wie werden Oldtimer klassifiziert?

Für Oldtimer gibt es eine internationale Klassifizierung, die in den meisten Ländern so verwendet wird:

  • A-Klasse Ancestor, Erstzulassung von Anbeginn bis zum 31.12.1904
  • B-Klasse Veteran, Erstzulassung vom 01.01.1905 bis zum 31.12.1918, in Deutschland auch als Kaiserzeit, in England als „Edwardians“ bezeichnet
  • C-Klasse Vintage, Erstzulassung vom 01.01.1919 bis zum 31.12.1930
  • D-Klasse Post-Vintage, Erstzulassung vom 01.01.1931 bis zum 31.12.1945
  • E-Klasse Post-War, Erstzulassung vom 01.01.1946 bis zum 31.12.1960
  • F-Klasse Fahrzeuge mit Erstzulassung vom 01.01.1961 bis zum 31.12.1970
  • G-Klasse Fahrzeuge mit Erstzulassung vom 01.01.1971 bis zum Erreichen der Altersgrenze

Welche Fahrzeuge lassen sich als Oldtimer mit H-Kennzeichen zulassen?

Das sogenannte „H-Kennzeichen“ ist eine von mehreren Zulassungsarten für Fahrzeuge, die am Straßenverkehr teilnehmen sollen. Historische Kennzeichen erkennen Sie an dem Zusatz „H“ auf dem Nummernschild. Das sogenannte H-Kennzeichen kann jedes Fahrzeug erhalten, dass vor mindestens 30 Jahren das erste Mal „in den Verkehr gekommen ist“. Entscheidend ist die Erstzulassung des Fahrzeugs, nicht das tatsächliche Baujahr. Das Fahrzeug muss zudem der „Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes“ dienen. Das Fahrzeug benötigt ein Oldtimer-Gutachten gemäß dem § 23 der Straßenverkehrszulassungsordnung. Dieses muss von einem Sachverständigen der TÜV, Dekra oder einer anderen zugelassenen Prüforganisation erstellt worden sein.

Das Fahrzeug muss für eine positive Prüfung weitgehend im Originalzustand und gut erhalten sein. Änderungen am Kfz sind erlaubt, wenn diese zeitgenössisch sind und mit damals erhältlichen Teilen durchgeführt wurden. Besitzt der Oldtimer noch eine gültige Betriebserlaubnis, reicht eine Hauptuntersuchung gemäß § 29 StVZO zur Erlangung des Kennzeichens aus, ohne Betriebserlaubnis benötigen Sie eine Einzeluntersuchung gemäß S 21 StVZO. Die Kosten für die Zulassung entsprechen den Kosten für ein normales Kennzeichen.

Die Zulassung mit H-Kennzeichen ist prinzipiell eine „normale“ Zulassung, die steuerlich begünstigt ist. Das H-Kennzeichen entspricht weitestgehend dem normalen Kennzeichen. Sie können das Kfz uneingeschränkt nutzen. Je nach Fahrzeugtyp ist auch eine gewerbliche Nutzung möglich. Mit H-Kennzeichen dürfen Sie in jede Umweltzone einfahren, eine Plakette ist nicht notwendig. Sie zahlen unabhängig von Fahrzeug und Hubraum 192 € Steuern pro Jahr, für Motorräder 46 € pro Jahr. Die Steuer wird anteilig berechnet, wenn Sie das H-Kennzeichen als Saisonkennzeichen nutzen. Kfz mit H-Kennzeichen müssen alle zwei Jahre beim TÜV vorgeführt werden.

Welche Fahrzeuge lassen sich als Oldtimer mit rotem 07er-Kennzeichen zulassen?

Ein rotes 07er-Kennzeichen können alle Fahrzeuge erhalten, die mindestens die Voraussetzungen für ein H-Kennzeichen erfüllen. Anders als beim H-Kennzeichen verlangt die Zulassungsbehörde aber keine gültige Betriebserlaubnis. Auch regelmäßige Hauptuntersuchungen beim TÜV sind nicht vorgeschrieben, aber empfehlenswert.

Wann macht ein rotes 07er Kennzeichen Sinn?

Das 07er-Kennzeichen ist ein Wechselkennzeichen. Es kann für beliebig viele Oldtimer einer Sammlung eingesetzt werden. Voraussetzung für die Erteilung des Kennzeichens ist vor allem der Besitz mehrerer Fahrzeuge. Besonders von Vorteil ist das Kennzeichen, wenn Sie Fahrzeuge besitzen, die eigentlich nicht mehr zulassungsfähig wären, weil sie bestimmte Sicherheitsstandards nicht erfüllen. Fahrzeuge mit 07er-Kennzeichen dürfen nicht im Alltag bewegt werden. Die Nutzung ist nur bei Prüfungsfahrten, Probefahrten, Überführungen und bei Teilnahmen an Oldtimerveranstaltungen möglich. Fahrten zur Reparatur- und Wartungszwecken sind ebenfalls erlaubt. Für den Nachweis der Fahrten führen Sie ein Fahrtenbuch. Die Fahrzeuge dürfen nicht im öffentlichen Raum geparkt werden, wenn sie nicht in Gebrauch sind. Autos und Motorräder können nicht mit einem Kennzeichen gefahren werden. 07er-Kennzeichen sind grundsätzlich auch im Ausland gültig, werden aber nicht überall gleichermaßen anerkannt. Prüfen Sie im Zweifelsfall schon vor einer Reise, ob es Probleme mit dem Kennzeichen geben könnte. Umweltzonen dürfen ohne Einschränkungen befahren werden.

Für ein rotes 07er-Kennzeichen stellen Sie einen formlosen schriftlichen Antrag bei Ihrer zuständigen Zulassungsstelle. Sie benötigen zusätzlich ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis und einen Auszug aus dem Verkehrszentralregister und alle Unterlagen, die auch bei einer normalen Zulassung vorliegen müssen. Das Führungszeugnis erhalten Sie für 13 € bei Ihrem Einwohnermeldeamt. Oldtimer-Gutachten müssen für jedes Fahrzeug beigefügt werden. Sie benötigen zusätzlich speziell ausgestellte elektronische Versicherungsbestätigungen (eVBs) für jedes Fahrzeug. Sie zahlen für alle Fahrzeuge nur einmalig Steuern in Höhe von knapp 192 € pro Jahr. Die Kosten für die Zulassung des Kennzeichens variieren, sie liegen zwischen 25 € und mehr als 200 €, je nach Zulassungsstelle. 

Ist eine Saisonzulassung auch für Oldtimer möglich?

Sie können auch eine Oldtimerversicherung mit Saisonkennzeichen abschließen. Die Saisonzulassung ist seit Oktober 2017 nun auch für H-Kennzeichen möglich. Der Zeitraum muss mindestens zwei Monate betragen und darf maximal elf Monate umfassen. Der gültige Zeitraum ist auf dem Saisonkennzeichen angegeben.

Innerhalb der Saison können Sie das Fahrzeug ohne Einschränkungen nutzen. Außerhalb der Saison darf es nicht auf öffentlichen Plätzen abgestellt werden, sie benötigen einen privaten Stellplatz. Auch mit Saisonkennzeichen muss das Kfz alle 2 Jahre beim TÜV vorgeführt werden. Sie dürfen die notwendige Untersuchung aber innerhalb des Saisonzeitraums nachholen, wenn der eigentliche Termin in die Ruhezeit fällt.

Die Steuerpflicht ist auf die Monate des Saisonzeitraums beschränkt. Wenn Sie Ihr Fahrzeug zum Beispiel nur von April bis Oktober bewegen, zahlen Sie nur Steuern für 6 Monate, also den halben Satz für ein normales H-Kennzeichen mit ganzjähriger Nutzung. 

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