Sind Sie oder Ihre Kinder in Wald und Wiese unterwegs gewesen, sollten Sie die Haut immer gründlich nach Zeckenstichen untersuchen. Auch bei Katze oder Hund empfiehlt sich dieses Vorgehen.
Zeckensaison ist, sobald Eis und Schnee geschmolzen sind und die Temperaturen wieder über 7°C steigen. Zeckenstiche sind am ganzen Körper möglich. Zecken suchen dabei dünne, gut durchblutete Hautstellen an ihrem Wirt. Zu ihren favorisierten Stellen zählen darum Bauch, Lenden und Kniekehlen. Besonders bei Kindern findet man auch öfter Zeckenstiche auf dem Kopf.
Eine festgebissene Zecke liegt in der Regel flach auf der Haut auf. Richten Sie die Zecke zunächst ein wenig auf, sodass sie besser zu greifen ist. Greifen Sie nun bspw. mit einer Zeckenzange, Pinzette oder einer Zeckenkarte unter die Zecke – möglichst dicht an der Hautoberfläche, direkt am Zeckenkopf. Dann ziehen Sie sie vorsichtig von der Haut weg und anschließend kontrolliert, mit einer Drehbewegung (Vierteldrehung), heraus. Die Drehbewegung hat sich als recht effektiv erwiesen, da hier das Zurückbleiben des Stechapparates in der Haut verhindert wird. Die kleinen Blutsauger haben kein Gewinde, sie halten sich aktiv mit ihren Widerhaken fest.
Wenn das Entfernen im ersten Versuch nicht gelingt, probieren Sie es noch einmal und bleiben Sie dabei ruhig.
Bei einer Zeckenentfernung kann es durchaus vorkommen, dass Reste der Zecke unter der Haut bleiben. Betrachten Sie die Bissstelle ganz genau. In der Regel handelt es sich hierbei jedoch nicht um den Kopf, sondern um einen Teil des Stechapparates. Der kleine Fremdkörper wird nach kurzer Zeit meist von selbst abgestoßen.
Bei Beschwerde nach Zeckenstichen ist es unbedingt ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Beispielsweise wenn eine Rötung an der Einstichstelle nicht zurückgeht oder sich ausbreitet, wenn die Einstichstelle anschwillt, schmerzt, heiß wird und pocht oder grippeähnliche Symptome auftreten.