Das ist unser Immunsystem
Wer verstehen will, wie eine Impfung funktioniert, sollte sich zunächst genauer mit dem Immunsystem auseinandersetzen. Denn dessen Abläufe sind letztendlich für den Aufbau des Impfschutzes zuständig.
Unser Immunsystem hat die Aufgabe, schädliche Prozesse abzuwehren. Diese können von fremden Erregern, die von außen in den Körper eindringen, verursacht werden oder von unserem Körper selbst. Die Abwehrreaktion wird z. B. in diesen Fällen ausgelöst:
- Infektionen durch Krankheitserreger, wie z. B. Viren oder Bakterien
- Schadstoffe aus der Umgebung
- Krankhafte Veränderungen, wie z. B. Krebs.
Die Abwehrzellen in unserem Köper erkennen diese potenziell schädlichen Eindringlinge an den sogenannten Antigenen. Wurden die Antigene erkannt, veranlassen die Abwehrzellen die Antwort durch die anderen beteiligten Zelltypen.
Das Immunsystem eines jeden Menschen steht auf zwei Beinen: Dem angeborenen Immunsystem und der adaptiven Immunabwehr.
Das angeborene Immunsystem…
… wird allein durch die Genetik festgelegt und ist nicht anpassbar
… reagiert schnell, aber unspezifisch.
… kommt vor allem bei Schadstoffen und Keimen zum Einsatz.
… reagiert z. B. mit Entzündungen.
Die adaptive Immunabwehr…
… erarbeitet ihre Abwehr auf Zellebene und produziert Antikörper, die genau auf den Erreger passen.
… reagiert sehr spezifisch auf neue und bislang unbekannte oder bereits bekannte Gefahren.
… sorgt dafür, dass nach der Infektion Informationen in sogenannten Gedächtniszellen zurückbleiben. So wird die Bekämpfung bei erneuter Infektion erleichtert.
Genau diese adaptive Immunabwehr machen sich Impfungen zunutze.