Berater-Homepage von Wilhelm Scheidmeir
Was bedeutet das?

Zuständige Aufsichtsbehörde:
Der Vermittler ist gebundener Versicherungsvermittler gem. §34d GewO, bei der zuständigen IHK gemeldet und in das Vermittlerregister eingetragen.
Registrierungsnummer: D-VFC3-KTJY0-08 sowie die zuständige Behörde ist einsehbar unter https://www.vermittlerregister.info/recherche?a=suche®isternummer=D-VFC3-KTJY0-08

Vermittlerregister:
Anschrift: DIHK – Deutscher Industrie- und Handelskammertag
Breite Straße 29, 10178 Berlin, Telefon: 0180 6005850 (Festnetzpreis 0,20 €/ Anruf; Mobilfunkpreise maximal 0,60 €/Anruf)
https://www.vermittlerregister.info/recherche
Registrierungsnummer: D-VFC3-KTJY0-08


Der Vermittler berät ausschließlich zu den Versicherungsprodukten der HUK-COBURG-Versicherungsgruppe, zu denen im Impressum abgebildeten Gesellschaften gehören, sowie zu Bausparprodukten. Der Vermittler erhält für die erfolgreiche Vermittlung eine Provision, die in der Versicherungsprämie enthalten ist, sowie, abhängig von weiteren Voraussetzungen, zusätzliche weitere Zuwendungen von der HUK-COBURG.

Im Fall von Beschwerden über den Vermittler oder das Versicherungsunternehmen können Sie sich an den Versicherungsombudsmann e.V., Postfach 08 06 32, 10006 Berlin oder den Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung, Postfach 06 02 22, 10052 Berlin wenden, um das kostenlose außergerichtliche Streitschlichtungsverfahren in Anspruch zu nehmen.

Elektroautos

Elektroautos: Strom tanken entlastet Natur und Geldbeutel

Sie sind umweltbewusst und bewegen sich meistens in einem Radius von rund 100 Kilometern um Ihren Wohnort? Dann haben Sie sicher schon einmal über die Anschaffung eines Elektroautos nachgedacht. Wer Strom tankt, entlastet nicht nur die Umwelt, sondern auch seinen Geldbeutel. Gerade für den Verkehr in größeren Städten stellt das Elektroauto eine interessante Alternative zu den konventionellen Verbrennern dar. Dank gut ausgebauter Infrastruktur lassen sich zusätzliche Ladesäulen relativ einfach realisieren. Die Luftqualität verbessert sich durch den fehlenden Abgasausstoß eines Elektroautos. 

Alle Hersteller arbeiten derzeit an Elektromodellen. BMW möchte 2025 mindestens 25 verschiedene Fahrzeugmodelle anbieten und Volkswagen plant den Verkauf einer Million E-Autos pro Jahr ab diesem Zeitpunkt.


Inhaltsverzeichnis


Was ist ein Elektroauto?

Gemäß der staatlichen Definition ist ein Elektroauto ein „mehrspuriges Kfz zur Personen- und Güterbeförderung mit elektrischem Antrieb“. Das bedeutet, dass es ausschließlich mit einem Elektromotor angetrieben werden darf. Hybridfahrzeuge, die über einen Verbrenner und einen E-Motor verfügen, sind von dieser Definition nicht umfasst. Sie werden aber unter dem Oberbegriff Elektromobilität berücksichtigt und für den Kauf bestimmter Hybridmodelle erhalten Käufer in der Regel ebenfalls eine staatliche Förderung. 

Welche Autos werden als E-Auto definiert?

Icons Reines Elektrofahrzeug
Reines Elektrofahrzeug

BEV = Battery Electric Vehicle

Die BEV besitzen nur einen Elektromotor. Die Energie für den Antrieb kommt aus der Batterie. Diese wird ausschließlich von außen über das Stromnetz aufgeladen. 

Icons Range Extender
Range Extender

REEV = Range Extender Electric Vehicle

Dabei handelt es sich im Prinzip um einen Plug-In-Hybrid. Allerdings erfolgt der Antrieb vorrangig elektrisch. Um die Reichweite zu verlängern, ist zusätzlich ein kleiner Verbrennungsmotor mit relativ geringem Kraftstoffverbrauch und ein kleiner Tank verbaut. Bei Bedarf erzeugt dieser mittels eines Generators Strom für den Elektromotor.

Icons Plug-In-Hybrid
Plug-In-Hybrid

PHEV = Plug-In-Hybrid Electric Vehicle

Hybride haben einen Verbrenner und einen Elektromotor. Während beim „normalen“ Hybrid die (meist kleine) Batterie ausschließlich über den Verbrennungsmotor geladen wird, kann beim Plug-In-Hybrid der Speicher zusätzlich über das Stromnetz aufgeladen werden. Die elektrische Reichweite liegt oft nur bei 30 bis 50 km. Während die Plug-In-Hybride als Elektrofahrzeug eingestuft werden, gilt dies für den Hybrid ohne externe Lademöglichkeit nicht.

Icons Brennstoffzellenfahrzeug
Brennstoffzellenfahrzeug

FCEV = Fuel Cell Electric Vehicle

Wasserstoffautos (korrekt: Brennstoffzellen-Autos) sind im Grunde Elektrofahrzeuge. Der für den Antrieb erforderliche Strom wird in der Brennstoffzelle aus Wasserstoff gewonnen. 

Wie viele reine Elektroautos gibt es in Deutschland?

Laut offizieller Zulassungsstatistik gibt es aktuell insgesamt ca. 365.300 reine Elektroautos in Deutschland. (Stand 01.04.2021)

Wie viele Neuzulassungen gibt es in Deutschland?

In Deutschland wurden von Januar bis zum August 2020 gut 44.000 reine Elektroautos neu zugelassen. 2019 waren es insgesamt 63.000. Die Zahl der Neuzulassungen von Elektroautos hat sich seit 2015 fast verdreifacht. Dennoch spielt die Elektromobilität bei den Neuzulassungen in Deutschland noch immer eine untergeordnete Rolle. Der Anteil von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor lag Anfang 2020 bei 98%. Auch das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straßen zu bringen, wurde deutlich verfehlt. Immerhin zeigen die Zulassungszahlen der Stromer in die richtige Richtung. 

Woran liegt es, dass die E-Autos noch nicht so verbreitet sind?

Hohe Anschaffungskosten für Elektroauto, Batterie und Wallbox sowie mangelnde Reichweite und schlecht ausgebaute Ladeinfrastruktur – das sind die Hauptkritikpunkte. Die Kosten für Kleinwagen liegen in der Regel zwischen 20.000 € und 30.000 €, die Kompaktwagen beginnen bei 30.000 €. Hauptproblem beim Preis ist immer noch die Elektroauto-Batterie mit ihren hohen Herstellungskosten.

Elektroautos sind heute schon alltagstauglich

Die mangelnde Reichweite von Elektroautos ist ein gängiger Einwand der Kritiker von Elektroautos. Hybridautos kommen auf ca. 80 km elektrische Reichweite, reine Elektroautos (unterhalb der Premiumklasse) auf ca. 300 km.

Allerdings fahren die meisten Nutzer ein Leichtfahrzeug wie den Renault Twizy oder einen Kleinwagen für die Stadt wie den Smart fortwo. Die Nutzer reiner Batteriefahrzeuge fahren im Durchschnitt nur 43 km (privat) bzw. 48 km (gewerblich) pro Tag. Das Reichweitenproblem spielt im Alltag dann offenbar doch keine große Rolle. Für Urlaubsfahrten oder Wochenendausflüge nutzen sie einen anderen Pkw des Haushalts.

  • Telematikdaten belegen: Vielzahl der Autos fahren Kurz- und Mittelstrecke.
  • Nur 1% legt bei Tagesfahrten mehr als 250 km zurück.
  • Knapp die Hälfte aller Autofahrer kämen bei Nutzung eines Elektroautos ohne Nachladen durch den Tag.

Eine Untersuchung auf Basis von Telematikdaten aus 2018 zeigt: Knapp die Hälfte der Autos legte in einem Zeitraum von 8 Monaten an keinem Tag mehr als 250 km zurück. Diese Reichweite könnte auch heute schon im Elektroauto ohne Nachladen erreicht werden.

Das häufig ins Feld geführte Argument, Elektroautos seien wegen mangelnder Reichweite keine echte Alternative, sticht für viele Fahrten im Alltag nicht. Geht man von einer durchschnittlichen Reichweite der aktuell verfügbaren Elektroauto-Modelle von etwa 250 km aus, kämen 47% der Autos ohne Nachladen durch den Tag. Die verbleibenden 53% der Autos fuhren im Untersuchungszeitraum Januar bis August 2018 zwar an mindestens einem Tag weiter als 250 km, jedoch machten Fahrten mit dieser Tagesreichweite lediglich 1% aus.

„Für kurze und mittlere Strecken sehen wir ein großes Potenzial für E-Autos, da sich das Problem mangelnder Reichweite und Ladeinfrastruktur für viele Autofahrer nicht stellt. Denn die E-Autos können zu Hause geladen werden“, so Dr. Jörg Rheinländer, Vorstandsmitglied der HUK-COBURG. „Perspektivisch ergibt sich ein noch größeres Potenzial, wenn die Preise für Stromer sinken, die Reichweiten der Autos weiter steigen und die öffentliche Ladeinfrastruktur sich verbessert“, so Rheinländer weiter.

Grafik mit Fahrwerten zu Elektroautos

Aufbau eines flächendeckenden Ladesäulennetzes

Neben der, im Vergleich zu Diesel- und Benzinmotoren, geringeren Reichweite und den hohen Anschaffungskosten ist der wohl größte Kritikpunkt am Elektroauto derzeit auch das lückenhafte Netz an Ladesäulen. Nicht nur, dass es zu wenig davon gibt, diese sind auch nicht immer frei und rund um die Uhr zugänglich. So muss jede längere Autofahrt gut geplant werden – zumal, wenn sie in ländliche Regionen führt.

Die Anzahl der Ladestationen pro 100.000 Einwohner belief sich in Deutschland im Jahr 2017 auf 25. Wenn der Akku zur Neige geht fragt man sich also zwangsläufig, wo die nächste Gelegenheit zum aufladen des Elektroautos ist.

Damit sich das ändert, gibt es zahlreiche Initiativen aus Politik und Wirtschaft. Die Autobauer BMW, Daimler, VW mit Audi und Porsche sowie Ford planen den Bau und Betrieb gemeinsamer Ladestationen über ein neues Gemeinschaftsunternehmen. Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft gibt es deutschlandweit inzwischen rund 51.000 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte (Stand 01.12.2021). In den kommenden Jahren soll das Netz für Ladestationen weiter ausgebaut werden. Sogar Tankstellen sollen verpflichtet werden, Lademöglichkeiten anzubieten.

Wer nachschauen möchte, wo in seiner Region Ladepunkte zur Verfügung stehen und welche Leistung diese haben, kann diese auf der Ladesäulenkarte der Bundesnetzagentur einsehen.

Um einen einheitlichen Standard bei der Stecker-Ausstattung der Ladesäulen zu gewährleisten, ist 2016 die Ladesäulenverordnung LSV in Kraft getreten. Sie definiert einen Ladepunkt als „Ladeeinrichtung, die zum Aufladen von Elektromobilen geeignet und bestimmt ist (Normalladepunkt bis 22 kW, Schnellladepunkt > 22 kW) und an der zur gleichen Zeit nur ein Elektromobil aufgeladen werden kann”. Mehrere Anschlüsse an einer Ladesäule sind somit als mehrere Ladepunkte definiert.

Wo liegen die Vorteile des E-Autos?

E-Autos verursachen im Betrieb keine CO2-Emissionen und der Motor arbeitet im Gegensatz zu einem Verbrennungsmotor deutlich effizienter. Wenn E-Autos mit Strom aus regenerativen Quellen betrieben werden, fahren sie klimaneutral, lediglich die Herstellung verursacht noch einen Schadstoffausstoß. Zudem unterstützt der Staat die Anschaffung von E-Autos mit einer hohen staatlichen Förderung.

Neue Elektroautos 10 Jahre von der Kfz-Steuer befreit

Für bis zum 31.12.2025 zugelassene reine Elektrofahrzeuge gilt eine Befreiung von der Kfz-Steuer für 10 Jahre. Danach fallen sehr moderate Beiträge an. Aber Achtung: Hybridfahrzeuge gelten nicht als Elektrofahrzeuge im Sinne des Kraftfahrzeugsteuergesetzes und sind daher nicht steuerbegünstigt.

Wie hoch sind die Kosten bei einem Elektroauto?

Natürlich stellt sich auch bei Elektroautos die Frage nach den Kosten, insbesondere den laufenden Kosten nach dem Kauf: 

  • Betriebskosten: Bei manchen E-Tankstellen ist der Strom ganz umsonst. Auch immer mehr Einzelhändler (z. B. Aldi) bieten mancherorts Strom-Tanken als kostenlosen Extra-Service an. Die Kosten pro Kilowattstunde Strom an öffentlichen Ladesäulen unterscheiden sich dabei stark. Sie sind abhängig von Ladedauer, Ladeleistung und Anbieter. Auf jeden Fall ist es aber deutlich günstiger als Diesel oder Benzin zu tanken.
  • Batteriemiete: Bei machen Herstellern kann man seinen Akku mieten statt ihn zu kaufen.
  • Wartungskosten: Die kleine Inspektion z. B. beim Nissan Leaf kostet nach einem Jahr gute 80 €, die große nach zwei Jahren knapp 150 €. Bei einem vergleichbaren kompakten Dieselmodell sind die Kosten fast doppelt so hoch, weil zusätzliche Öl- und Filterwechsel anfallen.
  • Kfz-Steuer: Für bis zum 31.12.2025 zugelassene Elektrofahrzeuge gilt eine Befreiung von der Kfz-Steuer für 10 Jahre. Danach fallen sehr moderate Beiträge an. Aber Achtung: Hybridfahrzeuge gelten nicht als Elektrofahrzeuge im Sinne des Kraftfahrzeugsteuergesetzes und sind daher nicht steuerbegünstigt.
  • Kfz-Versicherung: Die Kosten der Kfz-Versicherung für Elektroautos richten sich nach den Typklassen, dem Schadenfreiheitsrabatt, der Region, in der Sie wohnen (Regionalklassen) und weiteren Faktoren.
  • Kaufprämie: Die Bundesregierung will deutlich mehr Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen bringen. Die aktuellen Fördersätze für reine Elektroautos (max. 9.000€)  bzw. Plug-In-Hybride (max. 6.750€) werden noch bis Ende 2022 gewährt. Danach wird die Bundesregierung ihren Anteil an der Förderung schrittweise reduzieren, z.B. gibt es dann für reine Elektroautos mit einem Kaufpreis von max. 40.000 € nur noch 4.500 € Förderung vom Bund statt jetzt 6.000 €. Für die nächsten beiden Jahre steht noch ein Fördertopf von insgesamt 3,4 Mrd. Euro zur Verfügung. Ist dieser aufgebraucht, endet voraussichtlich die Förderung. Hinzu kommt, dass ab dem Jahr 2023 keine Hybridfahrzeuge und Plug-In-Hybride mehr gefördert werden.
    Welche Fahrzeuge zu den geförderten Modellen gehören hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) aufgelistet: Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge

Wir versichern die Ladestation für Ihr Elektroauto kostenlos mit

E-Auto Ladesäule

Sie sind Eigenheimbesitzer und haben auf Ihrem Grundstück eine Ladestation für Ihr Elektroauto installiert? Dann gilt der Versicherungsschutz unserer Wohngebäudeversicherung auch für Schäden an Ihrer Ladestation.

Sie haben als Mieter oder Wohnungseigentümer eine Ladestation für Ihr Elektroauto auf eigene Kosten angeschafft oder übernommen? In unserer Hausratversicherung ist Ihre Ladestation auf dem gesamten Grundstück, auf welchem die versicherte Wohnung liegt, versichert. Der Versicherungsschutz besteht beispielsweise nicht nur in der Garage, sondern auch im Carport oder auf dem Außenstellplatz.

Häufige Fragen zu Elektroautos und Hybrid-Fahrzeugen

Haben Elektroautos Sonderrechte?

Mit dem Elektromobilitätsgesetz von 2015 hat die Bundesregierung elektrisch betriebenen Fahrzeugen Sonderrechte eingeräumt. Damit soll es den Kommunen ermöglicht werden, besondere Parkplätze an Ladestationen einzurichten, Parkgebühren zu reduzieren und bestimmte Lärm- und Abgasschutzvorschriften einzuschränken. In manchen Kommunen kann man kostenlos parken oder Busspuren nutzen. Um dies alles umsetzen zu können, erhalten Elektroautos bei der Zulassung besondere Kennzeichen.

Warum sind Elektroautos so teuer?

Ein entscheidender Faktor für den Preis der E-Autos sind die relativ hohen Herstellungskosten der Elektroauto-Batterie: Obwohl die Kosten in den letzten Jahren durch intensive Forschung und Entwicklung erheblich gesunken sind, kosteten sie die Hersteller im vergangenen Jahr Expertenschätzungen nach im Schnitt immer noch 190 € pro kWh. Selbst bei kleineren Fahrzeugmodellen mit 20 bis 30 kWh kostet allein die Batterie demnach um die 5.000 €.

Wie wird das Elektroauto geladen?

Beim Elektroantrieb stellt sich die Frage, wie das Auto aufgeladen wird. Schließlich tankt es Strom statt Benzin oder Diesel und benötigt daher eine spezielle Ladevorrichtung, die für das Laden notwendig ist. Da die unterschiedlichen Hersteller beim Laden unterschiedliche Ansätze entwickelt haben, gibt es kein einheitliches Ladesystem bzw. einheitliche Stecker:

  • Schuko-Ladestecker: Mit diesem Stecker kann das Auto über den Bordlader (das "On-Board-Ladegerät") an normalen 230-Volt-Haushaltssteckdosen geladen werden. Das Aufladen ist allerdings mit langen Ladezeiten verbunden. Wer sein Auto daheim schneller aufladen will, der kann sich von einem Fachbetrieb oder Stromversorger eine Wandladestation („Wall Box“) einbauen lassen.
  • Typ 2-Stecker: Dieser Stecker ist mittlerweile EU-Standard. Man benötigt für das Laden Wechselstrom.
  • CCS-Combo 2-Stecker: Für das Schnellladen an Ladesäulen mit Gleichstrom, insbesondere bei deutschen und europäischen Herstellern verbreitet.
  • Chademo: Dies ist das japanische Steckerystem für Gleichstrom-Ladesäulen, Konkurrent des CCS-System und nicht mit diesem kompatibel. Die Abkürzung bedeutet "Charge de Move" bzw. im japanischen "Zeit für eine Tasse Tee" aufgrund der sehr kurzen Ladezeit von 15 bis 30 Minuten für 80% Ladung.
  • Supercharger: Die von Tesla Motors verbreiteten Ladesäulen, früher mit Typ-2-Stecker, mittlerweile im Umbau auf den CCS-Standard. Kann nicht von anderen Marken genutzt werden.
  • Einphasige versus mehrphasige Lader: Wenn Sie häufig mit dem Elektroauto unterwegs sind und es somit oft aufladen müssen, empfiehlt sich ein mehrphasiges Ladegerät, da dieses schneller lädt als ein einphasiges.

Warum haben Elektroautos nur eine begrenzte Reichweite?

Die Reichweite eines Elektroautos wird von der Leistung des Akkus beeinflusst. Diese wird in der Maßeinheit Kilowatt beziehungsweise Kilowattstunde / kWh angegeben. Die meisten E-Autos haben Akku-Kapazitäten zwischen 20 kWh und 60 kWh, beim Tesla sind es bis zu 100 kWh. Wie lange die Batterieladung reicht, hängt natürlich im konkreten Fall vom Fahrzeugmodell, Witterungs- und Streckenbedingungen, Beladung und Fahrweise ab. Meist liegt Stromverbrauch im Bereich von 12 bis 20 kWh auf 100 km.

Der aktuell gängige Standard bei Elektrofahrzeugen sind Lithium-Ionen-Akkus. Im Vergleich zu konventionellen Blei- und Nickel-Metallhydrid-Batteriezellen bieten sie eine höhere Leistungs- und Energiedichte und können aus jedem Ladezustand nachgeladen werden. Denn anders als bei konventionellen Autos sollte man die Batterie von Elektroautos nie ganz leer fahren.

Für das Gewicht des Akkus ist die Energiedichte entscheidend. Sie bezeichnet die Energiemenge, die pro Kilogramm gespeichert werden kann. Je höher die Energiedichte, desto geringer das Gewicht der Batterie. Beispielsweise beträgt die Energiedichte bei bisherigen Lithium-Ionen-Akkus maximal 140 Wattstunden pro Kilogramm. Schon bei einer Fahrt von 100 km Entfernung muss also bereits relativ viel Gewicht transportiert werden.

Die Auto-Industrie forscht derzeit an der Feststoffbatterie, bei der das flüssige Elektrolyt durch festes Material ersetzt wird. Durch eine höhere Energiedichte würden Leistung und Reichweite steigen, man müsste die Batterie nicht mehr kühlen und bei Unfällen wäre die Gefahr durch Brände geringer.

Übrigens: die von Herstellern angegebenen Reichweiten können Sie inzwischen transparent vergleichen. Sie werden auf Grundlage der Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure (WLTP) ermittelt, die eine möglichst realistische Nutzung des getesteten Fahrzeugs simuliert. Dieses Verfahren ersetzt den Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ).

Warum wird der Kauf von Elektroautos gefördert?

Bis 2050 will die Bundesregierung die Treibhausgasemissionen um 80% gegenüber 1990 senken. Zugleich soll der Primärenergieverbrauch bis 2050 um die Hälfte gegenüber 2008 sinken. Dazu soll der Energieverbrauch im Verkehrssektor bis 2050 um 40% gesenkt werden.

Daher die gezielte Förderung der Elektromobilität. Elektroautos sind im Betrieb schadstoffarm, klimaschonend und hoch energieeffizient. Als Beispiel: Elektroautos können mehr als 90% der erzeugten Energie für den Antrieb nutzen, Autos mit herkömmlichen Verbrennungsmotor hingegen nur knapp 30%. Die Umwelt profitiert doppelt: Elektroautos verbrauchen nicht nur weniger Energie, sie verursachen vor Ort keine Abgase. Und sie erzeugen kaum Lärm.

Im Idealfall können Sie Ihr Elektroauto zu Hause mit selbstproduziertem Solarstrom laden, verbessern damit Ihre Umweltbilanz weiter und sparen bares Geld.

Die passende Versicherung für Sie

Elektroautos

Elektroautos schonen nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Der Staat unterstützt Elektroautofahrer mit Steuervorteilen und Kaufprämien. Mit unserer Versicherung für Elektroautos und Hybride können Sie bei reinen Elektroautos noch 5% sparen. 

Jetzt berechnen

Das könnte Sie auch interessieren