Kann man eine WG einfach so gründen?
- Ja, als Eigentümer eines Hauses bzw. einer Wohnung ist es jederzeit möglich eine WG zu gründen.
- Bei einer gemieteten Wohnung bedarf es hinsichtlich einiger Themen der Zustimmung des Vermieters.
Zunächst muss man eine geeignete Wohnung finden, deren Größe abhängig von der Anzahl der Mitbewohner sein sollte.
Fragen Sie sich also zunächst, ob Sie nur zu zweit wohnen möchten oder lieber viele Leute um sich herum haben und eine Wohngemeinschaft mit drei, vier, fünf oder mehr Personen gründen wollen.
Anschließend kann die Wohnungssuche beginnen, was sich allerdings je nach Stadt und gewünschter Lage als ganz schön knifflig herausstellen kann.
Zudem ist nicht jede Wohnung WG-tauglich. Neben der Suche in gängigen Immobilienportalen haben vielleicht Freunde oder Bekannte einen guten Tipp parat.
Für Studenten kommt außerdem oft eine finanzielle Hürde dazu. Deshalb sollte man direkt im Bewerbungsgespräch mit potenziellen Mitbewohnern festlegen, dass die Eltern für ihr Kind bürgen und ggf. Zahlungen übernehmen.
So hat der Vermieter eine gewisse Sicherheit und kann von einer regelmäßigen Mietzahlung ausgehen.
Wollen Sie in Ihrer aktuellen Wohnung eine Wohngemeinschaft gründen bzw. Zimmer untervermieten, benötigen Sie dafür die Zustimmung des Vermieters.
Wenn Sie als Mieter für diesen Schritt ein berechtigtes Interesse haben, wie z. B. finanzielle Gründe, steht einer WG-Gründung in der Regel aber nichts mehr im Wege.
Achtung
Bieten Sie ein Zimmer ohne das Einverständnis des Vermieters zur Untermiete an, riskieren Sie eine fristlose Kündigung.
Einfacher ist es, als Eigentümer einer Wohnung eine WG zu gründen. Denn in diesem Fall steht es Ihnen vollkommen frei ein Zimmer oder mehrere unterzuvermieten.
Eine WG mit Freunden gründen
Gründet man eine WG mit Freunden, bleibt einem die manchmal mühsame Suche nach Mitbewohnern natürlich erspart.
Und die Vorteile liegen auf der Hand: Man kennt sich bereits gut und hat eventuell sogar gemeinsame Interessen.
Das Leben in einer Wohngemeinschaft bietet aber auch reichlich Konfliktpotenziale. Deshalb sollte man sich fragen, ob man mit den Freunden auch Meinungsverschiedenheiten lösen kann, ohne die Freundschaft zu gefährden.
Unser Tipp
Planen Sie eine WG-Gründung mit Freunden, dann besprechen Sie vor der Gründung ganz offen, wie sich jeder das Zusammenleben vorstellt.
Die richtigen Mitbewohner für eine WG-Gründung finden
Gründet man eine WG nicht mit Freunden, benötigt man andere geeignete Mitbewohner.
Dabei sollte man sich zunächst entscheiden, ob man eine Zweck-WG oder klassische WG bevorzugt.
- Will man mit den neuen Mitbewohnern regelmäßig etwas unternehmen und strebt neue Freundschaften an, entscheidet man sich für eine klassische WG.
- Wer lieber seine Ruhe haben und eine Wohngemeinschaft nur aufgrund der finanziellen Vorteile nutzen möchte, wählt lieber die Option Zweck-WG.
Nach Mitbewohnern sucht man am besten online (über soziale Netzwerke oder in WG-Foren) und vereinbart dann mit potenziellen Kandidaten persönliche Treffen, bei denen man sich besser kennenlernen kann.
Für das Zusammenleben ist es oft von Vorteil, wenn alle Mitbewohner sich ungefähr im gleichen Alter oder in einer ähnlichen Lebensphase befinden, sprich Studenten oder Berufstätige sind.
Am wichtigsten für ein harmonisches WG-Leben ist jedoch eine gemeinsame Wellenlänge bezüglich zentraler Themen: Wie steht man zu Sauberkeit, Privatsphäre, häufigen Besuchen und Partys?