Tipps für die erste Wohnung

Ratgeber

Was brauche ich für die erste eigene Wohnung?

Die Schule ist endlich geschafft und nun startet das wahre Leben: Mit dem Auszug aus der Wohnung der Eltern beginnt für viele der lang ersehnte Schritt in die weite Welt. Noch vor dem Umzug stellt sich allerdings die Frage, welche Wohnung die richtige ist und was sie maximal kosten darf. Nicht selten werden mehrere Wohnungen besichtigt, bevor eine Auswahl getroffen wird.

Was muss ich bei einer Wohnungsbesichtigung beachten?

Achten Sie bei der Wohnungsbesichtigung nicht nur auf den Schnitt der Räume und die Größe, sondern auch auf besondere Merkmale und den allgemeinen Zustand des Hauses. Wohnungen in einem Altbau verursachen in der Regel höhere Nebenkosten als Neubauwohnungen. Lassen Sie sich im Zweifelsfall Nebenkostenabrechnungen aus den letzten Jahren zeigen, um die zusätzlichen Belastungen einzuschätzen.

Ist die Traumwohnung gefunden und gemietet, müssen einige Behördengänge und Formalitäten erledigt werden. Spätestens einige Tage nach dem Umzug sollten Sie sich bei der zuständigen Behörde ummelden und gleichzeitig auch die Adresse in Ihren Ausweispapieren ändern lassen. Abhängig von der Art der Wohnung und der Nebenkostenabrechnung ist es zudem notwendig, Strom und Gas anzumelden. Es gibt für jede Region in Deutschland einen sogenannten Grundversorger, der die Belieferung automatisch übernimmt. Wer beim Grundversorger bleiben möchte, meldet sich dort einfach formlos. Im Rahmen des Einzugs haben Sie aber auch die Möglichkeit, einen Strom- oder Gasversorger auszuwählen. Hierfür müssen Sie beim gewünschten Versorger einen Antrag stellen.

Einen Internet- und Telefonanschluss sollten Sie rechtzeitig beantragen. Durchschnittlich dauert die Aktivierung eines Festnetzanschlusses drei bis vier Wochen. Wenn Sie auf eine feste Internetleitung angewiesen sind, sollte die Beantragung kurz nach der Unterzeichnung des Mietvertrags erfolgen.

Die erste Wohnung – Welche Versicherungen sind notwendig?

Die Wohnung ist endlich eingerichtet und nun kann das Azubi- oder Studentenleben losgehen. Teilweise beginnt der erste Kontakt mit den notwendigen Versicherungen sogar noch vor dem Einzug. Viele Vermieter verlangen eine private Haftpflichtversicherung, in der auch sogenannte Mietsachschäden abgedeckt sind. Diese Versicherung ist aber nicht immer als separater Vertrag notwendig. Zudem ist eine Hausratversicherung sinnvoll. Je nach Einrichtung und Wohnung kann auch eine Glasversicherung empfehlenswert sein.

Was ist eine Hausrat­versicherung? Wann leistet Sie?

In der Hausratversicherung sind alle Gegenstände abgesichert, die dem täglichen Leben des Versicherungsnehmers dienen. Einfacher ausgedrückt: Alle beweglichen Gegenstände, die Ihnen gehören, sind Hausrat – dazu gehören auch die folgenden Beispiele.

  • Möbel
  • Kleidung
  • Elektronikgeräte
  • Küchenutensilien
  • Wertgegenstände wie Bargeld oder Schmuck

Die Hausratversicherung versichert Ihren Besitz gegen Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel und Einbruchdiebstahl. Wenn Ihr Eigentum durch eine dieser Ursachen beschädigt oder zerstört wird, ersetzt Ihnen die Hausratversicherung den Neuwert der Sache. Dringt z.B. bei einem Wasserrohrbruch Wasser in Ihre Wohnung ein und ruiniert Ihre geliebte Comic-Sammlung, wird der volle Wiederbeschaffungswert erstattet. Ebenso ist es der Fall, wenn bei einem Sturm ein Fenster eingeschlagen wird und Hausrat durch Regen und Hagel beschädigt wird.

Wenn Sie in eine Wohngemeinschaft ziehen oder ein einzelnes Zimmer mieten, kann es sein, dass Ihre Sachen über die Hausratversicherung Ihrer Eltern mitversichert bleiben. In diesem Fall benötigen Sie keine separate Absicherung für Ihren Hausrat.

Brauche ich eine Glas­versicherung?

Die Glasversicherung kann entweder als eigenständiger Vertrag oder als Zusatz zu einer Hausratversicherung abgeschlossen werden. Sie ersetzt die Kosten für Gebäude- und Mobiliarverglasungen, die zerstört werden. Die Glasversicherung ist eine All-Risk-Versicherung, sie leistet unabhängig von der Schadensursache, solange kein Vorsatz vorliegt.

Einige Vermieter verlangen inzwischen den Abschluss einer Glasversicherung. Bei Wohnungen mit vielen Glaseinsätzen in Türen oder großen Fenstern kann der Abschluss durchaus sinnvoll sein. Aber auch bei Einrichtung mit vielen Glas- oder Spiegel-Elementen ist es gut, bei Schäden abgesichert zu sein.

Brauche ich eine private Haft­pflicht­versicherung?

Die private Haftpflichtversicherung gehört zu den wichtigsten Absicherungen überhaupt: Sie schützt Sie vor den finanziellen Folgen eines Schadens, den Sie einer dritten Person zufügen.

Als Auszubildender oder Student ist der Abschluss einer eigenständigen Haftpflichtversicherung aber nicht immer notwendig. Bei vielen Versicherern gelten Studenten und Azubis weiterhin bei den Eltern als mitversichert, wenn sie sich in der ersten Ausbildung oder dem ersten Studium befinden. Während einige Gesellschaften die Mitversicherung nur bei häuslicher Gemeinschaft mit den Eltern ermöglichen, schränken andere den Wohnort überhaupt nicht ein.

Der Wohnort spielt bei uns keine Rolle. Es sind junge Menschen während der Ausbildung oder des Studiums mitversichert, wenn sie nicht verheiratet beziehungsweise eine eingetragene Partnerschaft eingegangen sind und eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:

  • Sie befinden sich noch in der schulischen Ausbildung.
  • Sie studieren erstmalig oder beginnen eine Ausbildung.
  • Sie warten auf einen Studien- oder Ausbildungsplatz, der innerhalb von zwölf Monaten nach Abschluss der schulischen oder Erstausbildung beginnt.
  • Sie haben die Schul- oder Erstausbildung abgeschlossen und beginnen keine weitere Ausbildung. Der Versicherungsschutz besteht dann noch für ein Jahr; höchstens aber bis zum 30. Geburtstag.
  • Sie leisten einen freiwilligen sozialen Dienst oder den freiwilligen Wehrdienst bis zur maximalen Dauer von einem Jahr.
  • Sie nehmen für maximal ein Jahr an einer Work & Travel-Reise teil oder nehmen eine Au-pair-Stelle im Ausland für diesen Zeitraum an.

Ist keine der Voraussetzungen erfüllt, muss eine eigene Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Wenn nicht genau bekannt ist, ob Sie über die Eltern versichert sind, können Sie jederzeit einen eigenen Vertrag abschließen.

Ein Single zahlt in unserem Basis Tarif (ohne Selbstbeteiligung) zum Beispiel nur 40,50 € im Jahr, und sichert dabei Personen-, Sach- und Vermögensschäden in Höhe von 5 Mio. € ab.

Wann leistet die Privat­haftpflicht­versicherung?

Wenn jemand eine Schadensersatzforderung an Sie stellt, überprüft der Versicherer, ob die Forderung berechtigt ist, und zahlt entweder eine Entschädigung oder wehrt die Forderung ab. Ohne Privathaftpflichtversicherung müssten Sie alle berechtigten Forderungen aus eigener Tasche bezahlen. Bei einer heruntergefallenen Vase mag das noch möglich sein. Wenn Sie jedoch jemand mit Ihrem Fahrrad umfahren und die Person bis an ihr Lebensende beeinträchtigt ist, müssen Sie möglicherweise für einen Schaden in Millionenhöhe aufkommen. Die private Haftpflichtversicherung schützt Sie im schlimmsten Fall also auch vor dem finanziellen Ruin.

Was sind Mietsachschäden? Zahlt die Haft­pflicht­versicherung auch dafür?

Mietsachschäden sind in den meisten Privathaftpflichtversicherungen mitversichert. Wenn Sie einen Schaden am Eigentum Ihres Vermieters verursachen, können Sie den Schaden Ihrer privaten Haftpflichtversicherung melden. Ist der Schadenersatzanspruch berechtigt, wird Ihr Vermieter von dort eine Entschädigung erhalten. Voraussetzung ist u.a., dass Sie den Schaden nicht vorsätzlich verursacht haben und er über die normale Abnutzung hinausgeht.

Wenn zum Beispiel der Teppich nach einer Mietdauer von 10 Jahren an den Laufwegen durchgelaufen ist, kann der Vermieter keinen Mietsachschaden geltend machen, da es sich hier um eine normale Abnutzung handelt. Sie als Mieter sind nicht schadensersatzpflichtig und der Vermieter trägt die  Kosten für einen Austausch selbst.

Wenn Sie während des Einzugs das Echtholzparkett der neuen Wohnung im Zuge der Renovierung abschleifen und es dabei versehentlich ruinieren, sieht es anders aus. Die Kosten für die Reparatur beziehungsweise den Austausch des Parketts kann der Vermieter bei Ihnen geltend machen und Sie können den Schaden als Mietsachschaden bei Ihrer privaten Haftpflichtversicherung melden.

Noch Fragen? Wir sind für Sie da

Wenn Sie noch Fragen rund um den passenden Versicherungsschutz für Ihre erste Wohnung haben, unterstützen wir Sie gern. Sie erreichen Ihren Ansprechpartner persönlich vor Ort und über unsere Servicehotline. Unsere kompetenten Mitarbeiter beraten Sie freundlich zur Hausrat- und Haftpflichtversicherung und empfehlen gegebenenfalls weitere sinnvolle Absicherungen. Gemeinsam finden wir die beste Absicherung für Ihre persönliche Situation. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

Hier finden Sie Ihren Ansprechpartner vor Ort:

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