Stressfrei mit dem Auto verreisen

Stressfrei mit dem Auto verreisen

Die Koffer sind gepackt und jetzt sind es nur noch ein paar Autostunden bis zum Urlaubsort. Doch haben Sie ihr Fahrzeug vor der Abfahrt in den Urlaub auf Herz und Nieren gecheckt? Damit die Fahrt in den Urlaub für Eltern und Kinder nicht zur Qual wird, haben wir ein paar Tipps und Anregungen für die Anreise zusammengestellt:


Inhaltsverzeichnis


Autocheck vor dem Urlaubsstart

Die erste Sicherheitsregel vor Fahrtantritt sollte eigentlich schon gar nicht mehr erwähnt werden müssen: ein eingehender technischer Check des Reisefahrzeugs mit Kontrollen von Reifen, Bremsen und Flüssigkeitsständen. Aber auch das Sicherheitszubehör, also Warndreieck, Warnwesten und Verbandskasten, haben vorschriftsgemäß zu sein. Speziell ein Nichtbeachten der Warnwestenpflicht kann im Ausland aktuell je nach Land Geldstrafen von bis zu 1.375 € nach sich ziehen. Der Sicherheitscheck vor der Urlaubsfahrt ist besonders wichtig, wenn Sie ein älteres Auto besitzen, dass schon die ersten Mängel und Probleme hat.

  • Inspektion:
    Falls eine Inspektion in die Urlaubszeit fällt, schnell den Termin anpassen und die Inspektion vor den Urlaub durchführen. Das verhindert eine böse Überraschung während er Fahrt, wenn man schon hunderte Kilometer unterwegs ist.
  • Bremsbeläge:
    Bremsen nach Verschleißerscheinungen überprüfen. Beläge der Scheibenbremsen sollten mindestens eine Reststärke von 5 mm haben.
  • Öl, Kühlflüssigkeit und Scheibenwischerwasser: 
    Flüssigkeitsmenge überprüfen und bei Mängeln selbst nachfüllen. Der Ölstand, sowie die Kühlflüssigkeit sollten jeweils zwischen den Mindest- und Maximalgrenzen liegen.
  • Reifen:
    Gesetzlich vorgeschrieben sind 1,6 mm Restprofil. Während der Fahrt wird das Profil des Reifens weiter abnutzen, daher empfehlen wir ein Restprofil von 3 mm. Der ADAC empfiehlt folgenden Tipp: Wenn Sie eine 1 € Münze in die Reifenrille stecken und der goldene Rand der Münze verschwindet, dann ist das Reifenprofil mindestens 3 mm tief. Denn der goldene Rand ist exakt 3 mm breit. 
  • Reifendruck:
    Reifendruck kann kostenlos an Tankstellen überprüft werden. Prüfen Sie mit vollbepacktem Auto den Luftdruck, da das Urlaubsgepäck den Druck auf die Reifen erhöht. In der Bedienungsanleitung des Fahrzeugherstellers, aber auch in der Innentür des Fahrzeugs und am Tankdeckel, finden Sie die genauen Angaben für den idealen Reifendruck. 
  • Scheibenwischer:
    Kaputte Scheibenwischer austauschen, um mögliche Sichtbeschränkung durch schlieren der Wischerblätter zu verhindern. 
  • Beleuchtung:
    Überprüfen aller Beleuchtungsanlagen am Auto wie Vorder- und Rücklicht. Kaputte Birnen austauschen und Licht richtig einstellen, um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu blenden und ein Bußgeld zu riskieren.
  • Warndreieck, Warnweste und Verbandskasten:
    ab dem 1. Juli 2014 gehört eine Warnweste in Deutschland in jedes Fahrzeug als Sicherheit durch Sichtbarkeit bei Unfall oder einer Panne.
    Einen vorgeschriebenen Platz gibt es nicht, aber damit man die Weste im Ernstfall schnell zur Hand hat, steckt man sie am besten ins Handschuh-, Türfach oder unter den Sitz. Der Kofferraum ist dagegen kein guter Platz. Wenn sich ein Unfall ereignet, kann man sie vor Verlassen des Fahrzeugs schnell anziehen. 
    Fehlt die Weste bei Verkehrskontrollen, droht ein Verwarnungsgeld. Die Warnweste muss man nicht nur im Inland mitführen. Auch viele unserer europäischen Nachbarn (Belgien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Italien, Kroatien, Luxemburg, Montenegro, Norwegen, Österreich, Portugal, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn) verlangen das. Wer ohne erwischt wird, muss dort meist ebenfalls zahlen.
    Achtung: Manche Staaten, wie z. B. Österreich, verlangen eine Weste für jeden Fahrzeuginsassen.
    In jedes Auto gehört ein Warndreieck, ein Erste-Hilfe-Koffer, und ein kleiner Werkzeugkoffer, um für jede Situation gewappnet zu sein.
  • Autobatterie:
    Startet das Fahrzeug schlecht sind das Anzeichen für eine schwache Batterie. Da viele Pannen durch eine defekte Autobatterie entstehen, ist es ratsam diese von einem Fachmann auszutauschen.
  • AdBlue:
    Besitzen Sie ein modernes Dieselfahrzeug mit AdBlue, so stellen Sie sicher, dass Sie genügend AdBlue zum Nachfüllen mitführen. Damit verhindern Sie, dass bei leerem AdBlue, der Motor nicht mehr startet.

Dachbox und Auto richtig beladen

Der Kofferraum oder die Ladefläche des Autos sind mal wieder zu klein. Dann ist sie ein passender und manchmal unentbehrlicher Helfer beim Transport: die Dachbox. Sie sorgt für zusätzlichen Stauraum. Doch die Dachbox muss richtig beladen sein.

Das zusätzliche Gewicht auf dem Autodach kann sich während der Fahrt sehr unangenehm bemerkbar machen. Denn durch die Dachbox verändert sich der Schwerpunkt eines Fahrzeugs und damit auch sein Fahrverhalten. Das merkt der Autofahrer nicht nur bei Kurvenfahrten, sondern insbesondere auch beim Bremsen: Die Fuhre kommt später zum Stehen als unbeladen. Da das Auto durch die Dachbox zudem höher wird, bietet es auch eine größere Angriffsfläche für Seitenwind. Das sollte man bei Fahrten mit dem zusätzlichen Gepäckfach auf dem Dach ebenfalls berücksichtigen:

  • Richtig festmachen
    Eine erste, wichtige Voraussetzung für eine sichere Fahrt mit Dachbox ist deren korrekte Montage auf dem Autodach. Dazu sind die Anweisungen der Hersteller genau zu beachten. Im Regelfall sollte die Box möglichst mittig auf dem Autodach befestigt werden. Das lässt sich leicht kontrollieren, wenn man von hinten und/oder vorn über das Fahrzeug hinwegschaut. Außerdem ist bei der Montage der Dachbox darauf zu achten, dass sich gegebenenfalls die Heckklappe des Fahrzeugs öffnen lässt.
  • Oben nur Leichtes
    Beim Beladen einer Dachbox gilt als oberste Maxime: Das dort verstaute Gepäck sollte grundsätzlich möglichst leicht sein. Dazu bieten sich zum Beispiel (beim Winterurlaub) Steppjacken und -mäntel an, die Platz brauchen, aber wenig wiegen. Davon abgesehen sollte man beim Verstauen von Gepäck in der Dachbox so vorgehen wie beim Beladen des Kofferraums, indem die schwereren Sachen nach unten gepackt werden – in diesem Fall zusätzlich möglichst in die Mitte der Box zwischen deren Trägerelementen – und leichtere Dinge darauf. Ganz wichtig auch: Die Zurrgurte in der Dachbox sollten unbedingt genutzt werden, um das Gepäck gegen Verrutschen zu sichern. 
  • Gewicht beachten
    Beim Laden gilt es auch immer, ein Auge darauf zu haben, dass die vom Hersteller erlaubte Zuladung ebenso wenig überschritten wird wie die zulässige Dachlast des Fahrzeugs. Entsprechende Informationen des Herstellers liegen der Dachbox bei oder finden sich im Bordhandbuch des Autos. Bei der Berechnung der möglichen Dachlast darf übrigens das Eigengewicht der Dachbox und ihrer Befestigungselemente nicht vergessen werden.
  • Wie hoch?
    Für das Fahren mit einer Dachbox oder einem beladenen Dachgepäckträger gibt es keine vom Gesetzgeber vorgesehenen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Angesichts der negativen Einflüsse des Zusatzgewichts auf dem Autodach empfehlen die meisten Hersteller solcher Gepäckbeförderungssysteme jedoch eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Und wer sich vor Fahrtbeginn die veränderte Fahrzeughöhe merkt, kommt auch nicht ins „Schleudern“, wenn plötzlich ein Warnschild mit einer beschränkten Durchfahrtshöhe auftaucht.


Ladung sicher transportieren

Eine richtige Ladungssicherung ist wichtig, damit den Insassen im Fahrzeug sowie anderen Verkehrsteilnehmern nichts passiert. Gerade bei schweren Gegenständen und hohen Geschwindigkeiten werden enorme Kräfte aktiviert. So kann eine Handtasche mit drei Kilogramm Gewicht bei einem Aufprall von nur 50 km/h zu einem Geschoss mit 150 Kilogramm werden. Entsprechend schwerwiegender sind Unfälle mit höheren Geschwindigkeiten. Wie Sie ihre Ladung sicher transportieren, lesen Sie hier:

  • Schwere Gegenstände gehören nach unten.
  • Gesamte Ladefläche bedecken, dann kann nichts rutschen, eventuell mehrere Lagen packen.
  • Verwenden Sie rutschfeste Matten.
  • Verwenden Sie keine beschädigten Zurrgurte oder ähnliches.
  • Ladung, die aus dem Fahrzeug ragt, muss ab 1 m z. B. mit einer roten Fahne gekennzeichnet werden. Maximal erlaubt sind 1,5 m.
  • Kleine Gegenstände (Handy, Schlüssel) gehören ins Handschuhfach, Jacken und Rucksäcke in den Kofferraum. 

Wollen Sie Ihre Fahrräder mit in den Urlaub nehmen, so finden Sie alle Informationen in unserem Ratgeber: Wie Sie Fahrräder sicher auf dem Auto transportieren.

Ausgeruht losfahren

Nun kann es endlich losgehen. Nicht nur das Auto soll bei Reisebeginn in einem einwandfreien Zustand sein, sondern auch der Fahrer. Das heißt, die Fahrt in den Urlaub nicht nach einem langen Arbeitstag müde und gestresst zu beginnen, sondern entspannt und ausgeschlafen. Damit der Fahrer nicht selbst zu einem Sicherheitsrisiko wird.

Urlaub mit Kindern – Spiele-Spaß ganz analog

Spielen macht Spaß und man benötigt dafür weder DVD-Player noch geladene Akkus. Probieren Sie es doch mal ganz analog, zum Beispiel mit Autokennzeichen-Raten:

  • B für Berlin,
  • M für München,
  • HH für Hansestadt Hamburg
Alles kein Problem, aber war BO jetzt Bonn oder doch Bochum? Ganz zu schweigen von ABG, KF oder auch WEN? Damit Sie gut vorbereitet sind, finden Sie hier Hilfestellung. Für jüngere Kinder kann man auf folgende Variante zurückgreifen: Aus den Anfangsbuchstaben des Kennzeichens werden Wörter oder Sätze gebildet: „S- MS“ könnte zum Beispiel für „Spielen macht Spaß stehen“.
 
Neben dem Klassiker Autokennzeichen raten, gibt es noch viele weitere Spiele für die Autofahrt:
  • Ich sehe was, was du nicht siehst
    Suchen Sie sich einen Gegenstand aus und nennen Sie die Farbe. Der Rest muss raten, was gesucht ist. Suchen Sie aber keinen Gegenstand aus, der nicht über längere Zeit zu sehen ist.
  • Black Stories/Wer bin ich
    Erraten Sie wie es zu einer bestimmten Situation gekommen ist. Spielen Sie abwechselnd und erzählen das Ende einer Geschichte. Die sind wie der Name verrät, eher schaurig und düster. Der Rest muss durch Fragen herausfinden, wie es zu diesem Ende gekommen ist. Wer bin ich funktioniert nach dem gleichen Spielprinzip, nur muss jeder sich eine Persönlichkeit ausdenken, und den Namen vor die Stirn halten. Dieses Spiel ist leider nicht für den Fahrer geeignet. Er kann jedoch mitraten. 
  • Ich packe meinen Koffer
    Jeder Mitspieler nennt reihum, was er in den erdachten Koffer legt. Das kann ein Gegenstand, ein Tier oder etwas Erfundenes sein. Man muss dabei immer die vorherigen eingepackten Dinge nennen. Vergisst man einen Gegenstand aufzuzählen, verliert man.  
  • Keine Ahnung
    Hier müssen Sie sich gegenseitig Fragen beantworten. Dabei beantworten Sie immer die vorherige Frage und nicht die Frage, die Ihnen gerade gestellt wird. Die erste Frage wird mit Keine Ahnung beantwortet und danach müssen Sie aufpassen, dass Sie sich immer an die vorherige Frage erinnern. 
    Beispiel: Wie viele Sternzeichen gibt es? Keine Ahnung
    Welche Farbe hat das Katuseis oben? 12
    Wie heißt die Pusteblume richtig? Grün
  • Von A bis Z in einer Kategorie
    Ein Mitspieler nennt eine Kategorie. Danach muss abwechselnd zur Kategorie passende Begriffe von A bis Z genannt werden. Wer ein Wort zu einem Buchstaben nicht findet, scheidet aus. 
    Beispiel: Kategorie – Urlaub
    A – Auto, B – Baden, C – Camping, D – Decke, E – Eis usw. 

Was tun bei Reiseübelkeit?

Einige Kinder vertragen Autofahren nicht so gut und ihnen wird leicht schlecht. Daher sollte man Lesen während der Autofahrt möglichst vermeiden – Hörbücher, Hörspiele und Musik CDs sind gute Alternativen. Gerade bei mehreren Kindern sind Kopfhörer ein Muss – das schont auch die Nerven des Fahrers. Auch unser Ratgeber zum Thema Reisekrankheit kann Ihnen einige Tipps geben. Bei hartnäckiger Reiseübelkeit informieren Sie sich in der Apotheke über geeignete Mittel.

Mit Zwischenstopps sicher und entspannt reisen

„Wann sind wir endlich da?“, „Wie weit ist es noch?“ – Solche berüchtigten Fragen von Kindern im Auto können Eltern ganz schön nerven. Man kann sie aber auch als Hinweis darauf verstehen, dass es mal wieder Zeit für eine Fahrtunterbrechung ist. Pausen machen Autofahrer oft viel zu selten und riskieren damit Beeinträchtigungen der Verkehrssicherheit.

Spätestens alle anderthalb bis 2 Stunden sollte man eine Fahrpause einlegen, raten Experten – gleich, ob man mit oder ohne Kinder unterwegs ist. Sind die „lieben Kleinen“ mit an Bord, empfiehlt es sich, eine kinderfreundliche Raststätte zum Pausieren auszusuchen. Denn dort können die Kinder sich beim Spiel austoben und abreagieren.

Wenn Sie mit einem Baby in den Urlaub fahren, sollten Sie immer an alles denken und in die Wickeltasche einpacken. Denn eine Raststätte im Ausland mag vielleicht nicht den Komfort eines Wickelplatzes bieten, so können Sie mit ein wenig Übung, den Rücksitz des Autos als Wickelstelle nutzen. 

Wichtig sind regelmäßige Pausen für Frauen in der Schwangerschaft. Denn längeres Sitzen kann vor allem in fortgeschrittenem Schwangerschaftsstadium zu Venenproblemen führen.

Aktive Pause

Aber auch Fahrer und Beifahrer tun sich etwas Gutes, wenn sie die Pause nicht nur zum Essen und Trinken, sondern auch zu aktiver Entspannung nutzen. Beine und Rücken freuen sich meist über etwas Bewegung und viele Rastanlagen verfügen inzwischen über Geräte für leichte Gymnastik- beziehungsweise Dehnübungen. Dabei sollte man auch an die Lockerung der Nackenmuskulatur denken. Und ein paar Schritte im Freien führen zudem dem Körper Sauerstoff zu. Allein das kann schon helfen, wenn die Konzentration am Steuer nachlässt – etwa nach eintönigen Autobahnfahrten oder längerem Stress im Stau. Im Handel finden sich unterdessen spezielle Entspannungsanleitungen für Autofahrer bis hin zu Tipps für leichtes Yoga am Steuer.

Lieber ein Nickerchen

Fühlt sich der Fahrer jedoch deutlich ermüdet, sollte er nicht versuchen, dies zu ignorieren oder mit koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee zu überbrücken. Denn wenn die Wirkung des Koffeins nachlässt, schlägt die Müdigkeit richtig zu. Deshalb halten Experten ein kurzes Nickerchen für besser, weil erholsamer. Schon ein sogenanntes Power-Napping, also ein „Kraft-Nickerchen“, von rund einer halben Stunde bringt den Organismus sehr viel besser wieder auf Trab, wie medizinische Studien beweisen. So lassen sich auch Schlafdefizite ausgleichen. Zudem senkt das Power-Nickerchen den Stresslevel des Fahrers.

Kaffee vor dem Nickerchen trinken

Für ein erfolgreiches Power-Napping, bei dem man nicht in Tiefschlaf verfallen sollte, rät der ADAC, den Sitz zurückzudrehen, einen Schlüssel in die Hand zu nehmen, die Augen zu schließen und sich der Müdigkeit hinzugeben. Wenn die Tiefschlafphase erreicht werden sollte, lässt die Hand den Schlüssel los, er fällt herunter und durch das dabei entstehende Geräusch wird man geweckt. Wer diese Methode mit Kaffee kombinieren will, sollte das Getränk vor dem Nickerchen zu sich nehmen, weil das Koffein seine anregende Wirkung erst nach 30 bis 40 Minuten entfaltet.

Bequeme Kleidung für die Fahrt

Zu einer entspannten Autofahrt trägt ebenfalls die richtige Kleidung bei: Sie sollte bequem und luftig sein, ohne einzuengen oder einzuschnüren. Wichtig für den Fahrer: festes Schuhwerk. Mit Badeschlappen, Flipflops oder aber auch barfuß zu fahren ist per Gesetz zwar nicht verboten, kann aber die Fahrsicherheit negativ beeinflussen.

Auf Reisen mit kleinen Kindern: Auch an Wechselkleidung und Verschattung für die Seitenscheiben denken.

Richtig essen und trinken – Voller Magen fährt schlecht

Zu Fitness, Wohlbefinden und damit letztlich auch zu mehr Sicherheit auf langen Autotouren trägt ferner die richtige Ernährung bei. Auch sie beginnt bereits im Vorfeld der Fahrt, die insbesondere der Fahrer zwar gesättigt, aber nicht übersättigt antreten sollte. Deshalb bieten sich vor Reisebeginn leichte Mahlzeiten aus Salaten oder Nudelgerichte mit Fisch bzw. Gemüse an, nicht jedoch Speisen, die schwer im Magen liegen. Als Proviant für unterwegs empfehlen Ernährungsexperten kleine Snacks, die etwa aus Obst, Keksen, Trockenfrüchten und/oder Nüssen bestehen können. Für unterwegs bietet sich stattdessen Rohkost wie Möhren, Gurken und Äpfel an, denn die sättigen nicht nur, sondern versorgen den Körper auch mit Flüssigkeit.
Vorsicht! Wer auf Autoreisen seinem Magen deftige Speisen zumutet, ermüdet schneller.

Wenn Sie mit Kindern unterwegs sind: Leckeres und gut verdauliches Essen in handlichen Stücken für kleine Kinderhände vorbereiten, Getränke bereitstellen, ebenso Feuchttücher, falls die Finger kleben.

Gerade auf längeren Autoreisen und besonders an heißen Tagen ist es zudem sehr wichtig, ausreichend Getränke einzupacken. Dafür eignen sich am besten Mineralwasser und ungesüßte Tees. Sie sollten aus Sicherheitsgründen möglichst in Plastikflaschen abgefüllt sein und so verstaut werden, dass sie bei Bremsmanövern nicht zu Fluggeschossen im Fahrzeuginnern mutieren, aber für den oder die Beifahrer leicht zu erreichen sind.

Mit dem E-Auto in den Urlaub

Wollen Sie mit Ihrem Elektroauto in den Urlaub fahren, so müssen Fahrzeughalter weitere Dinge beachten, um am gewünschten Ziel anzukommen.

  • Gute Planung ist essentiell
    Überprüfen Sie die Ladestationsdichte in Ihrem Urlaubsland, um nicht vor Reichweitenproblemen zu stehen und immer rechtzeitig Ihr E-Auto aufladen im Urlaub. Aktuell ist im europäischen Ausland die Ladeinfrastruktur im Zentral- und Nordeuropa besser ausgebaut, während bislang die südlichen Länder weniger Stationen installiert haben.
  • Bezahlmöglichkeiten an den Ladestationen
    Welche Bezahlmöglichkeiten gibt es an den Ladestationen? Es gibt zig verschiedene Anbieter von Ladestation und leider keine einheitliche Lösung zum Bezahlen für Endkunden. Das ist meist eine sehr umständliche Situation und erfordert momentan den Besitz von mehreren Bezahlkarten, um sicherzustellen, dass das Elektroauto geladen werden kann.
  • Apps
    Welche Apps gibt es, die den Urlaub mit dem E-Auto ideal zur Reiseplanung unterstützen. Den so ist es für jeden eine Leichtigkeit, die nächste Ladestation anzusteuern und entspannt Pausen, während der Fahrt oder im Wunschort, einzulegen.
  • Panne
    Die Fahrzeughersteller haben eigene E-Auto Pannen Hotlines eingerichtet, die im Notfall das Auto abschleppen kommen und sogar, wie im Fall von Hyundai, mit einem Mobile Recharger, ein leergefahrenes Auto zum Teil aufladen können.

Tipps rund um den Versicherungsschutz

Grüne Karte: Am besten immer dabei

Früher war es Pflicht, die „Grüne Karte“ (Internationale Versicherungskarte, kurz: IVK) bei Reisen ins Ausland dabei zu haben. Sie galt als Nachweis für eine gültige Kfz-Haftpflichtversicherung. Mittlerweile ist sie nur noch bei Reisen in einige osteuropäische Länder und in die Türkei vorgeschrieben.

In unserem Ratgeber zur Grünen Versicherungskarte erfahren Sie, ob Sie in Ihrem Urlaubsland und in den dabei zu durchfahrenden Ländern die Versicherungskarte brauchen oder nicht. 

Europäischer Unfallbericht: Schäden einfach dokumentieren

Ein Unfall im Ausland muss auf jeden Fall protokolliert werden. Nur wer seine Ansprüche belegen kann, hat später Anspruch auf Entschädigung. Unser Tipp: Nutzen Sie dafür den Europäischen Unfallbericht, den Sie bei Ihrer Kfz-Versicherung erhalten. Das hilft Ihnen, an alle wichtigen Angaben zu denken. Kunden der HUK-COBURG haben ihn bereits mit dem Versicherungsschein erhalten, er ist im „Unfall- und Pannenhelfer“, dem Ratgeberheft für das Handschuhfach, integriert.

Hier können Sie den Europäischen Unfallbericht ganz einfach herunterladen:

Kfz-Schutzbrief: Hilfe im Pannenfall

Bei Reisen innerhalb Europas zahlt der Kfz-Schutzbrief, je nach Umfang, zum Beispiel für Pannenhilfe, Fahrzeugrückholung bei Ausfall des Fahrers, Hotelkosten bei Werkstattaufenthalt und Ersatzteilversand.

Mallorca-Police: Bei Mietwagen auf Versicherungsschutz achten

Mietautos sind im Ausland häufig mit niedrigeren Deckungssummen als in Deutschland versichert. Im Falle eines Schadens kann es sein, dass diese nicht ausreichen und Teile des Schadens aus eigener Tasche gezahlt werden müssen.

Hier lohnt sich ein Blick in die Versicherungsbedingungen Ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung: So ist bei der HUK-COBURG die Erweiterung der Haftpflichtversicherung auf im europäischen Ausland angemietete Pkw im Classic-Tarif inklusive. Die sogenannte Mallorca-Police deckt den ausstehenden Betrag bis zur vereinbarten Versicherungssumme. Damit haben Sie für den im europäischen Ausland gemieteten Pkw automatisch einen Versicherungsschutz, der dem deutschen Standard entspricht.

Auslands-Schadenschutz: sinnvolle Ergänzung für den Urlaub

Sobald es im Ausland kracht, gilt in der Regel nationales Recht: Zum Beispiel stehen Geschädigten Wertminderung, Anwalts-, Gerichts- oder auch Mietwagenkosten nicht in allen europäischen Staaten zu. Wer vorbeugen will, kann in Verbindung mit seiner Kfz-Haftpflichtversicherung eine Ausland-Schadenschutzversicherung abschließen. Der eigene Versicherer garantiert dann, Personen- und Sachschäden so zu regulieren, als hätte sich der Unfall in Deutschland ereignet. Statt der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung reguliert in diesem Fall der eigene Versicherer den durch einen Dritten verursachten Schaden.

Service im Schadenfall

Versicherte der HUK-COBURG können sich bei einem Unfall im Ausland mit unserem 24h-Notrufservice in Verbindung setzen: +49 69 66 555 66.

Zusammenfassung Checkliste für eine Fahrt in den Urlaub mit dem Auto

  • Sicherheit des Autos vor der Fahrt überprüfen
  • Versicherungsschutz des Fahrzeugs überprüfen
  • Landesspezifische Verkehrsregeln anschauen: Gibt es Mautgebühren oder eine Vignettenpflicht? Brauche ich Warnwesten?
  • Route planen und Navigation auf Aktualität der Karten überprüfen
  • Fahrzeug richtig beladen
  • Trinken und Essen für die Fahrt mitnehmen
  • Spiele zur Unterhaltung für Kinder organisieren
  • Bequeme Kleidung tragen
  • Guten Zeitpunkt zur Abfahrt wählen
  • Regelmäßige Pausen einlegen
  • Bei der Fahrt in den Urlaub ins Ausland eine Auslandsreisekrankenversicherung abschließen.

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