Kfz-Versicherung kündigen & wechseln

Wie kann ich meine Kfz-Versicherung kündigen?

Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist heute in Deutschland für nahezu alle Kraftfahrzeuge Pflicht. Entsprechend viele unterschiedliche Versicherer lassen sich auf dem Markt finden und auch bei der Höhe des Versicherungsbeitrags gibt es teilweise sehr große Unterschiede. Wer seine Versicherung clever wechselt kann von einer großen Beitragsersparnis profitieren.

Es gibt drei Möglichkeiten die Versicherung zu kündigen:

  • ordentlich zum Ablauf des Vertrags
  • außerordentlich nach einem Schadenfall
  • außerordentlich bei einer Erhöhung des Beitrags 

Bis wann kann ich meine Kfz-Versicherung kündigen?

Eine ordentliche Kündigung ist zum Ende des Versicherungsjahres möglich, wobei eine Kündigungsfrist von einem Monat einzuhalten ist. Die sogenannte Hauptfälligkeit eines Kfz-Vertrags ist in vielen Fällen der 01. Januar eines Jahres, der Stichtag für die Kündigung ist also meistens der 30. November. Zu diesem Zeitpunkt muss die Kündigung bei der Versicherung vorliegen, damit diese zum 01. Januar angenommen wird. Liegt die Kündigung bis zu diesem Zeitpunkt nicht vor, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein Jahr.

Bei Saisonkennzeichen gibt es eine Ausnahme. Hier liegt die Hauptfälligkeit auf dem Tag des Saisonbeginns. Bei einem Saisonkennzeichen mit Gültigkeit von April bis Oktober gilt also der 01. April als Hauptfälligkeit. 

Zudem gibt es einige Versicherer die eine unterjährige Hauptfälligkeit anbieten. Diese kann an einem beliebigen Tag liegen. Auch für den Fall, dass Ihr Vertrag mitten im Kalenderjahr abläuft, gilt die einmonatige Kündigungsfrist. Das heißt, wenn z. B. die Police Ihrer Autoversicherung zum 30. Juni endet, muss Ihre Kündigung spätestens am 29. Mai bei der Versicherung vorliegen. 

Exemplarisch haben wir Ihnen einige Hauptfälligkeiten mit dem entsprechenden Kündigungstermin zusammengestellt.
Die Kündigung muss dem Versicherer zu diesem Termin vorliegen.

Hauptfälligkeit  Spätester Kündigungstermin 
01.01.  30.11. 
01.04. 28.02. bzw. 29.02.
15.06.  14.05. 

Der 30. November ist vorbei: Kann man seine Kfz-Versicherung trotzdem kündigen?

Ja, wenn ein Sonderkündigungsrecht vorliegt.

Der vielbeschworene Stichtag zur Kündigung der Kfz-Versicherung, der 30. November, ist vorbei. Was ist, wenn die Rechnung des Versicherers erst danach kommt und man eben auch erst später erfährt, dass die Kfz-Versicherung im kommenden Jahr teurer wird? Muss man zwangsläufig beim bisherigen Versicherer bleiben? Nein. Hier kommt das Sonderkündigungsrecht ins Spiel: Erst mit Erhalt der Beitragsrechnung und Kenntnis über den höheren Beitrag beginnt die einmonatige Kündigungsfrist zu laufen. Erhalten Sie das Schreiben beispielsweise erst am 20. November, darf die Kündigung spätestens am 20. Dezember bei der Versicherung eingehen. Darum sollte die Rechnung sehr genau gelesen werden: Falls ein Sonderkündigungsrecht besteht, muss der bisherige Versicherer seinen Kunden klar und deutlich darauf hinweisen.

Dem Wechsel zu einem anderen Kfz-Versicherer steht dann auch nach dem Stichtag nichts mehr im Weg.

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Ein Vergleich lohnt sich auf jeden Fall, denn die Preisspannen zwischen den einzelnen Anbietern sind teilweise erheblich: Oft lassen sich so ein paar hundert Euro pro Jahr einsparen. Beim Preisvergleich helfen entsprechende Portale im Internet.

Doch Vorsicht: Kein Portal berücksichtigt alle Kfz-Versicherer und oft handelt es sich leistungsseitig um ein abgespecktes Angebot. Wechselwillige sollten also in mehreren Portalen gleichzeitig recherchieren. Die Rechner arbeiten auf Provisionsbasis, sind also nur bedingt unabhängig. Einige Versicherer, wie auch die HUK-COBURG, sind dort gar nicht zu finden. Daher lohnt sich stets auch eine parallele Anfrage direkt auf der Webseite des jeweiligen Versicherungsunternehmens.

Die unterschiedlichen Kündigungsmöglichkeiten im Detail

Nach einer Beitragserhöhung kündigen

Ein Sonderkündigungsrecht haben Sie immer dann, wenn Ihre Kfz-Versicherung die Prämien erhöht. Dieses außerordentliche Kündigungsrecht müssen Sie innerhalb von einem Monat ab Kenntnis der Erhöhung (z. B. durch Erhalt der Rechnung) geltend machen. Sofern ein Sonderkündigungsrecht besteht, muss Sie Ihre bisherige Kfz-Versicherung darüber informieren.

Tipp: Bei der Einhaltung der Kündigungsfristen ist der Eingang beim Versicherungsunternehmen entscheidend. Kündigen Sie also rechtzeitig.

Bei einem Fahrzeugwechsel kündigen

Unabhängig von der Laufzeit einer Kfz-Versicherung, können Sie diese jederzeit beenden, wenn Sie ein neues Auto kaufen und das alte abmelden. Für das neue Fahrzeug kann die Kfz-Versicherung frei gewählt werden. Für das alte Fahrzeug gezahlte Jahresbeiträge erhalten Sie anteilsmäßig zurück.

Beispiel: Sie kaufen sich ein neues Auto und beenden Ihre Kfz-Versicherung zum 30. Juni (bzw. melden das alte Auto zum 30. Juni ab), dann erstattet Ihnen der Versicherer die für den Zeitraum Juli bis Dezember bereits gezahlten Jahresbeiträge.

Bei Abmeldung des Fahrzeugs kündigen

Wenn Sie Ihr Fahrzeug endgültig abmelden, weil es verschrottet oder verkauft werden soll, ist keine separate Kündigung notwendig. Die Zulassungsstelle meldet die endgültige Abmeldung des Fahrzeugs vollautomatisch an den Versicherer, der daraufhin eine Abrechnung des Versicherungsvertrags vornimmt.

Nach einem Schadenfall kündigen

Auch im Schadenfall steht Ihnen ein Kündigungsrecht zu. Sobald Ihnen der Versicherer seine Entscheidung zur Schadenregulierung mitteilt, haben Sie ab diesem Zeitpunkt einen Monat Zeit Ihre Kündigung einzureichen und die Kfz-Versicherung zu wechseln. Achten Sie beim Versicherungswechsel darauf, dass Sie Ihren Schadenfreiheitsrabatt behalten. Hier finden Sie alle Informationen zur Schadenfreiheitsklasse.

Tipp: Ihre Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) wird im ersatzpflichtigen Fall hochgestuft – da die einzelnen Anbieter unterschiedliche SF-Staffeln verwenden, kann sich ein Wechsel der Kfz-Versicherung im Schadenfall dennoch lohnen.

Jetzt schnell und einfach Kfz-Versicherung kündigen

Wir haben für Sie ein Formular zur Kündigung Ihres bisherigen Kfz-Vertrages bei einer anderen Versicherung vorbereitet.

Was gilt nicht als Grund für eine außerordentliche Kündigung? (Sonderkündigung)

Nicht jede Änderung des Kfz-Vertrags bzw. Erhöhung des Beitrags gilt als Grund für eine außerordentliche Kündigung. Sie dürfen den Vertrag nicht außerordentlich kündigen, wenn

  • Sie umziehen,
  • Ihr Vertrag wegen einer Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse teurer wird,
  • der Staat eine Anhebung der Versicherungssteuer beschließt oder
  • Sie das Fahrzeug nur vorübergehend stilllegen.

Bei einer vorübergehenden Stilllegung – man spricht hierbei korrekt von einer Außerbetriebsetzung –, wandelt sich Ihr Kfz-Vertrag automatisch in eine beitragsfreie Ruheversicherung um. Sie genießen weiterhin Versicherungsschutz, und zwar bis zu 18 Monate im beantragten Umfang.

Darf der Kfz-Versicherer kündigen?

Ihr Kfz-Versicherer darf den Vertrag unter Einhaltung von Fristen ebenfalls kündigen. Die ordentliche Kündigung erfolgt zum Ende des Versicherungsjahres beziehungsweise zum Ablauf des Vertrags. Die Kündigung muss Ihnen mindestens einen Monat vor Ablauf des Vertrags zugehen.

Zudem darf der Versicherer den Vertrag außerordentlich nach einem Schadenfall kündigen. Wenn der Versicherer dieses Recht wahrnimmt, wird die Kündigung einen Monat nach Zugang des Kündigungsschreibens bei Ihnen wirksam.

Ablauf der Kündigung – In 5 Schritten Kfz-Versicherung wechseln und sparen

Schritt 1: Prüfen des Kündigungsgrunds

Prüfen Sie, ob ein Kündigungsgrund für Ihren Vertrag vorliegt. Mögliche Gründe sind:

  • Beitragserhöhung durch Kfz-Versicherung
  • Regulierung eines Schadens
  • Fahrzeugwechsel bzw. endgültige Abmeldung des bisherigen Fahrzeugs

Außerdem können Sie Ihren Vertrag zum Ablauf kündigen, wenn keiner der oben genannten Gründe vorliegt.

Schritt 2: Prüfen, welche Fristen einzuhalten sind

Bei einer ordentlichen Kündigung muss die Kündigung dem Versicherer mindestens einen Monat vor Ablauf vorliegen. Bei einer Sonderkündigung nach Beitragserhöhung seitens der Kfz-Versicherung oder aufgrund eines Schadenfalls müssen Sie eine Frist von einem Monat ab der Kenntnis des Kündigungsgrunds einhalten. Innerhalb dieser Frist muss die Kündigung der Kfz-Versicherung vorliegen.

Schritt 3: Neue Kfz-Versicherung suchen und abschließen

Finden Sie eine Kfz-Versicherung, die Ihren individuellen Bedarf deckt. Neben dem Preis und der versicherten Leistung lassen sich die Unternehmen nach Kriterien wie Schadenservice, Rabattmöglichkeiten (z. B. Kombi-Bonus) oder zusätzliche Angebote vergleichen (Kfz-Schutzbrief, Rabattschutz etc.). Vorteilhaft ist die Auswahl eines Versicherers, der möglichst viele Kriterien erfüllt, die Ihnen wichtig sind.
Dabei sind nicht alle günstigen Kfz-Versicherungen, wie z. B. die HUK-COBURG, auf Vergleichsportalen zu finden – umschauen lohnt sich!

Für die Suche nach der richtigen Kfz-Versicherung haben wir zwei Tipps für Sie:

  • Wenn Sie lange Jahre unfallfrei fahren, suchen Sie nach einer Versicherung mit Rabattschutz, damit Sie Ihre Schadenfreiheitsklasse im Schadenfall sichern können.
  • Die meisten für einen Versicherungsvergleich nötigen Angaben finden Sie in Ihrem Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) und auf der letzten Rechnung Ihres aktuellen Kfz-Versicherers. Halten Sie diese beiden Dokumente nach Möglichkeit bereit.

Wenn Sie sich für einen Tarif entschieden haben, schließen sie gleich den neuen Vertrag zum gewünschten Stichtag ab. Ihr neuer Versicherer meldet den Wechsel der Kfz-Versicherung dann automatisch der Zulassungsbehörde.

Tipp: Der neue Versicherungsschutz greift nur dann, wenn Sie die Zahlungsfrist Ihres Versicherungsscheins einhalten. Achten Sie daher auf eine fristgerechte Zahlung, um Ihren Versicherungsschutz nicht zu gefährden.

Schritt 4: Bestätigung des neuen Versicherers abwarten

Beantragen Sie Ihren neuen Versicherungsschutz beim ausgewählten Versicherer. Bitten Sie um eine zügige Bearbeitung, damit Sie die Kündigungsfrist noch einhalten können.

Hintergrund ist folgender: Um einen lückenlosen Versicherungsschutz zu gewährleisten, kündigen Sie die alte Police möglichst erst, wenn Sie die Bestätigung des neuen Versicherers vorliegen haben. Diese kann entweder durch ein separates Schreiben oder durch die Zusendung des Versicherungsscheins erfolgen. 
Die Versicherer sind zwar verpflichtet, jedem Kunden eine Haftpflichtversicherung anzubieten, Ihr Antrag für Teil- oder Vollkaskotarife darf jedoch abgelehnt werden. In diesem Fall müssen Sie noch einmal nach einem neuen Angebot suchen, um einen für Sie passenden Vertrag abschließen zu können.

Schritt 5: Bestehende Versicherung kündigen

Wenn Sie die Bestätigung des neuen Versicherers erhalten haben, können Sie den alten Vertrag kündigen. Für die Kündigung zum Ablauf des Versicherungsjahres reicht eine formlose Mitteilung, welche Versicherung (Nummer des Versicherungsscheines) Sie zu welchem Stichtag kündigen. Bei außerordentlichen Kündigungen müssen Sie im Kündigungsschreiben zudem den Grund für die Kündigung (Schadenfall oder Beitragserhöhung durch den Versicherer) angeben.

Die meisten Autoversicherer nehmen die Kündigung mittlerweile auch telefonisch oder per E-Mail an. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie auf dem Postweg per Einschreiben kündigen. Es ist ebenfalls möglich die Kündigung per Fax zu schicken.

Tipp: Bitten Sie um eine zeitnahe Kündigungsbestätigung.

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