Schulwegtraining – Übung macht den Meister
Eltern sollten gemeinsam mit ihren Kindern die Route zur Schule und von der Schule nach Hause planen und sie auf mögliche Gefahrenstellen aufmerksam machen.
Auf die Theorie folgt dann die Praxis. Gemeinsam mit den angehenden Schulkindern sollten Eltern den Weg – am besten mehrfach und etwa 1 - 2 Wochen vor Schulbeginn erkunden.
Experten empfehlen, die Strecken 5 - 10 Mal mit dem Kind zurückzulegen. Richtig üben lässt sich nur unter realen Bedingungen: Deshalb sollte man mit seinem Nachwuchs zu Zeiten unterwegs sein, zu denen er üblicherweise zur Grundschule gehen wird.
Wichtig beim Schulwegtraining ist, dass alle Gefahrenpunkte auf dem Weg durchgesprochen werden. Anfangs können zudem Orte festgelegt werden, an denen ein Kind die Straße überqueren sollte, damit ihm Kurven, Zäune oder parkende Autos möglichst nicht die Sicht versperren.
Der Druck, nicht zu spät zu kommen, verleitet die Kleinen schnell zu Leichtsinn, Unachtsamkeiten oder Fehlern. Das kann im Straßenverkehr unerwünschte Folgen haben. Achten Sie deshalb als Elternteil darauf, dass ihre Kinder den Schulweg rechtzeitig antreten.
Zusätzlich sollte bedacht werden, dass die kürzeste Route zur Schule nicht unbedingt auch die sicherste sein muss. Ein kleiner Umweg entlang weniger stark befahrener Straßen lohnt sich also.
Einen weiteren Pluspunkt bieten Routen, die an Straßenübergängen von Schülerlotsen gesichert werden.
Hierzu halten Schulen häufig Informationsmaterial bereit. Ein sogenannter Schulwegplan zeigt besonders sichere und angenehme Wege zur Schule und macht auf Gefahren aufmerksam.
Schulweg mit dem Fahrrad zurücklegen
Im Straßenverkehr muss auf Kinder besondere Rücksicht genommen werden, besagt die Straßenverkehrs-Ordnung. Gleichzeitig liegt es an den Eltern ihren Kindern die Fähig- und Fertigkeiten beizubringen, mit denen sie sicher im Straßenverkehr zurechtkommen. Dies gilt besonders, wenn Kinder den Schulweg mit dem Fahrrad zurücklegen.
Besonders die Sommerferien, in denen der Verkehr meist geringer ausfällt, bieten sich an, um den Schulweg auf dem Fahrrad zu trainieren. Anfangs sollte das Kind neben einem Erwachsenen herfahren, der erklärt, wo man sich umblicken, anhalten oder das Fahrrad besser schieben sollte.
Grundschüler und -schülerinnen können Gefahren oft noch nicht richtig einschätzen und benötigen hier die richtige Führung. Später kann man das Kind ein Stück vorfahren lassen, um zu beobachten, ob es sich an die abgesprochenen Regeln hält.
Manchmal machen Schulleiter oder Lehrkräfte jedoch darauf aufmerksam, dass der Schulweg ohne bestandene Fahrradprüfung besser zu Fuß zurückgelegt werden sollte.