Wie schütze ich mein Fahrrad am besten vor Diebstahl?
Gerade wer sich ein teures Fahrrad leistet, sei es aus Affinität zum Radsport, aus Liebhaberei oder aus Gründen des Designs, den begleitet häufig die Sorge vor einem möglichen Diebstahl des Rads. Diese ist nicht unbegründet: Neuwertige und teure Fahrräder sind oft das Ziel von Dieben, da sie sich schnell und zu hohen Preisen weiterverkaufen lassen.
Manche Fahrradfahrer vermeiden es deshalb, ihr Fahrrad an öffentlichen Orten abzustellen, oder sie schränken sich bei der Nutzung des Rads ein. Das mindert die Fahrfreude erheblich und stellt die Sinnhaftigkeit eines Fahrrads in Frage.
Machen Sie es Fahrraddieben deshalb so schwer wie möglich. Viele Täter schrecken vor dem Diebstahl zurück, wenn der Fahrraddiebstahl mit viel Aufwand verbunden ist:
- Fahrrad nie unabgeschlossen alleine lassen.
- Rad an fest verankerte Gegenstände wie Fahrradständer anschließen.
- Fahrrad nie lange an einer Stelle stehen lassen.
- Einen belebten Ort zum Abstellen des Rades wählen, damit Diebe nicht ungestört „arbeiten” können.
- Wenn möglich, Fahrrad in verschlossenen Räumen oder speziellen, abschließbaren Fahrrad-Boxen abstellen statt im Freien.
- Stabiles und schweres Schloss benutzen, besser zwei als eins.
- Fahrrad an Vorder- und Hinterrad sowie Rahmen festschließen, da Räder oft einfach ausgehebelt werden können.
Im Fall eines Diebstahls ist es wichtig, den Hersteller, das Modell, die Rahmennummer und besondere Merkmale des Fahrrads zu kennen. Es ist ratsam, diese Daten in einem Fahrradpass festzuhalten. Den Fahrradpass bekommt man z. B. bei einem Fahrradhändler oder bei der Polizei – auch als Download.
Den entstandenen Schaden ersetzt Ihnen die passende Fahrradversicherung – z.B. als Baustein „Diebstahl-Schutz” Ihrer Hausratversicherung der HUK-COBURG.
Was ist eine Codierung beim Fahrrad?
Um Diebe von vornherein abzuschrecken, ist es sinnvoll, das Fahrrad codieren zu lassen. Dabei wird mittels Gravur oder Aufkleber eine Zahlen- und Buchstabenkombination am Rahmen unterhalb des Sattels angebracht.
- Der Code gibt eindeutig Aufschluss über den Eigentümer. Das erleichtert es der Polizei, wiederaufgefundene Fahrräder dem rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben.
- Die Codierung verringert den Verkaufswert gestohlener Räder immens. Das macht den Diebstahl für viele Täter unattraktiv.
- Codierte Räder sollten nur mit einem Kaufvertrag und den Codierungspapieren neu übertragen werden, sodass der Weiterverkauf des Diebesgutes erschwert wird.
- Codierungen werden direkt beim Fahrradhändler, Fahrradclub (ADFC) oder der Polizei vorgenommen und kosten maximal 20 €. Dazu wird eine Rechnung mit Rahmennummer als Eigentumsnachweis und ein Passdokument (z.B. Personalausweis) benötigt.
- In Verbindung mit einem Fahrradpass, in welchem wesentliche Informationen über das Rad enthalten sind, ist eine Codierung ein guter Schutz vor Diebstählen oder erhöht zumindest die Chance auf Aufklärung des Diebstahls.
Wie hilft ein GPS-Tracker beim Auffinden gestohlener Fahrräder?
Ein GPS-Tracker kann helfen verschwundene Fahrräder wieder ausfindig zu machen. Versteckt angebracht kann der Tracker ein Signal an das Smartphone des Besitzers senden und so seinen Standort mitteilen.
Bei manchen Produkten kann auch eine Routen-Nachverfolgung aktiviert werden, um zu sehen, wo das Fahrrad gewesen ist.
Wird das Fahrrad jedoch in Innenräumen versteckt, darf man sich nicht einfach Zutritt verschaffen. Hier ist die Zusammenarbeit mit der Polizei ein Muss.