Fahrraddiebstahl

So sichern Sie Ihr Fahrrad richtig

Schutz gegen Fahrraddiebstahl: Smarte Schlösser und passende Versicherung

Bei sonnigem Wetter verzichten viele Menschen freiwillig auf ihren motorisierten Untersatz und greifen zum guten Zweirad. Doch jährlich werden etwa 292.000 Fahrräder in Deutschland gestohlen – Tendenz aktuell sinkend. Die Zahl der Diebstähle von versicherten Rädern belief sich auf rund 160.000, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) feststellte. Wie kann man sich schützen?

Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft zahlten Versicherer für versicherte Fahrräder eine Entschädigungssumme von 90 Millionen €. Zurückzuführen ist dieser hohe Betrag auf einen Anstieg der durchschnittlichen Entschädigung pro Fahrrad. Der Wert der versicherten Fahrräder steigt und mit ihm auch die Entschädigung im Falle eines Diebstahls – von 360 € pro Rad im Jahr 1998 auf 630 € pro Rad im vergangenen Jahr.

Diebstahl-Prävention: Das Fahrrad richtig sichern

Damit es gar nicht so weit kommt, sollte man es Fahrraddieben so schwer wie möglich machen. So empfiehlt es sich, das Fahrrad an einem festverankerten Gegenstand mit einem eigenständigen Schloss abzustellen. Wer ein schweres Fahrradschloss mit einem komplexen Schlüssel verwendet, schreckt Diebe zusätzlich ab. Bewährt haben sich stabile Schlösser wie Bügelschlösser oder Panzerkabelschlösser. Im Fall eines Diebstahls ist es wichtig, den Hersteller, die Marke und die Rahmennummer des Fahrrads zu kennen. Ein Fahrraddiebstahl ist umgehend der Polizei und der Versicherung zu melden.

Am besten abgesichert ist Ihr Rad in einem videoüberwachten Fahrradparkhaus. Auch sollte man darauf achten, dass das Rad nicht tagelang an einer Stelle stehen gelassen wird. Das erleichtert es Dieben, das Fahrrad zu entwenden.

Hier noch einmal eine Checkliste für sicheres Abstellen Ihres Fahrrades:

  • Rad an fest verankerte Gegenstände wie Fahrradständer anschließen.
  • Fahrrad nie lange an einer Stelle stehen lassen.
  • Einen belebten Ort zum Abstellen des Rades wählen.
  • Stabiles und schweres Schloss benutzen, besser zwei als eins.
  • Fahrrad an Vorder- und Hinterrad sowie Rahmen festschließen.

Zusätzlicher Schutz durch Codierung

Um Diebe von vornherein abzuschrecken, ist es sinnvoll, das Fahrrad codieren zu lassen. Dabei wird mittels Gravur oder Aufkleber eine Zahlen- und Buchstabenkombination am Rahmen unterhalb des Sattels angebracht. Diese gibt eindeutig Aufschluss über den Eigentümer. Codierte Räder können dann nur mit einem Kaufvertrag und den Codierungspapieren neu übertragen werden, sodass der Weiterverkauf des Diebesgutes erschwert wird.

Codierungen werden direkt beim Fahrradhändler, Fahrradclub (ADFC) oder der Polizei vorgenommen und kosten maximal 15 €. Dazu wird eine Rechnung mit Rahmennummer als Eigentumsnachweis benötigt. In Verbindung mit einem Fahrradpass, in welchem wesentliche Informationen über das Rad enthalten sind, ist eine Codierung ein guter Schutz vor Diebstählen oder erhöht zumindest die Chance auf Aufklärung des Diebstahls.

Hausrat­versicherung ersetzt den finanziellen Verlust

Vor dem Verlust des geliebten Fahrrads kann eine Versicherung zwar nicht schützen – wohl aber vor dem finanziellen! Ihr Rad können Sie im Rahmen der Hausratversicherung absichern. Der Schutz umfasst übrigens nicht nur Fahrräder, sondern auch nicht versicherungspflichtige Pedelecs und Fahrradanhänger.

Wenn eine Hausratversicherung mit Fahrraddiebstahlschutz abgeschlossen wurde, wird im Schadenfall der Wiederbeschaffungswert des Fahrrads ersetzt. Das heißt, dass der Betrag für ein gleichwertiges neues Fahrrad ausbezahlt wird. Bei Abschluss des Fahrraddiebstahl-Schutzes wird in der Regel eine Höchstentschädigungssumme vereinbart. Sie sollte dem Neuwert des Fahrrads entsprechen. Für die Wertermittlung und Schadenregulierung sind der Kaufbeleg und ein Foto des Drahtesels hilfreich.

Als Hausratgegenstände sind Fahrräder, nicht versicherungspflichtige Pedelecs und Fahrradanhänger gegen Einbruchdiebstahl geschützt. Kein Versicherungsschutz besteht gegen die Gefahr des einfachen Diebstahls, d.h. wenn das Fahrrad außerhalb verschlossener Abstellräume, Keller oder Wohnungen auf offener Straße gestohlen wird. Der einfache Diebstahl kann jedoch gegen einen Zusatzbeitrag mitversichert werden.

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