Mit dem Fahrrad sicher durch den Straßenverkehr

Maximale Verkehrssicherheit für Radfahrer

Wie komme ich mit dem Fahrrad sicher durch den Verkehr?

Insbesondere im Herbst und im Winter ist Fahrradfahren gefährlicher. Ohne eine vernünftige Sicherheitsausstattung und eine angemessene Schutzkleidung bringen sich Fahrradfahrer in Gefahr, weil sie nicht optimal gesehen werden können. Auch das Fahrrad sollte verkehrssicher sein und z. B. über ausreichend Beleuchtung verfügen. Mit einer defensiven und vorsichtigen Fahrweise tragen Fahrradfahrer darüber hinaus zu ihrer eigenen Sicherheit bei.


Inhaltsverzeichnis


Sicherheit am Fahrrad

Die StVZO schreibt für Fahrräder eine gewisse Mindestausstattung vor, die für den verkehrssicheren Betrieb eines Fahrrads und die Teilnahme des Radfahrers am Straßenverkehr notwendig ist. Dazu gehören: 

  • Eine helltönende Klingel
  • Rutschfeste Pedale mit Reflektoren
  • Reifen mit Reflexstreifen oder zwei gelben Speichenreflektoren
  • Zwei voneinander unabhängig funktionierende Bremsen
  • Beleuchtung und Rückstrahler vorn und hinten

Für Reifen gibt es keine genauen Voraussetzungen, sie sollten aber in jedem Fall an den Einsatzzweck angepasst sein:

  • Auf trockenen festen Untergründen wie Asphalt und Teer hat ein glatter Reifen die beste Haftung. Die meisten normalen Fahrradreifen haben dennoch ein flaches Profil, das auch bei starker Feuchtigkeit die Verdrängung des Wassers verbessert. 
  • Auf eher weichen Untergründen wie Wirtschafts- oder Waldwegen geben grobe Profilreifen den besten Halt. 
  • Wer auf wechselnden Untergründen fährt, greift auf Kombinationsreifen mit einer glatten Lauffläche und Seitenstollen zurück, die auf beiden Untergründen für guten Grip sorgen.

Mountainbikes, die im Downhill oder im Offroad-Trail genutzt werden, benötigen Reifen mit groben Stollen, um in Kurven die Kontrolle über das Rad zu behalten. Außerdem müssen sie steile Anstiege ohne durchdrehende Hinterräder bewältigen können. Neben dem Profil ist auch der richtige Reifendruck entscheidend für die Sicherheit auf dem Bike. Auf der Reifenflanke ist angegeben, in welchem Bereich er liegen sollte, meist in den Einheiten Bar oder PSI. Ist der Druck dauerhaft zu niedrig, rollt der Reifen nicht optimal ab und kann auf lange Sicht beschädigt werden. 

Die Fahrradbeleuchtung vorn muss aus einem weißen, nicht blendenden Scheinwerfer und einem weißen Reflektor bestehen. Der Reflektor darf im Scheinwerfer integriert sein. Hinten muss das Fahrrad ein rotes Rücklicht und einen roten Reflektor besitzen, Letzterer darf auch im Rücklicht sitzen. Für den notwendigen Strom können Batterien oder ein Dynamo sorgen. Scheinwerfer und Rückleuchten dürfen nicht blinken. Für Fahrradanhänger gibt es spezielle Regeln. Diese müssen eine weiße Leuchte vorn tragen, wenn sie breiter als einen Meter sind. Ein rotes Rücklicht ist erforderlich, wenn die Breite 60 Zentimeter überschreitet oder das Rücklicht des Zugfahrzeugs durch den Anhänger verdeckt wird. Weiße und rote Reflektoren sind notwendig, wenn der Anhänger breiter als ein Meter ist.

Hinweis: Demontierbare Scheinwerfer und Rückleuchten müssen tagsüber nicht unbedingt mitgeführt werden. Es reicht aus, wenn sie in der Dämmerung, bei Dunkelheit oder bei schlechten Sichtverhältnissen verwendet werden. Reflektoren sind allerdings immer vorgeschrieben, diese dürfen nicht demontiert werden. Wenn die Sichtverhältnisse nicht gut sind, müssen auch Fahrradfahrer tagsüber mit Licht fahren.

Tipp: Ideal ist eine Kombination aus Nabendynamo und Lichtanlage mit LED-Beleuchtung. Die Technik ist beinahe wartungsfrei und arbeitet sehr zuverlässig, sodass Sie immer ausreichend Licht an Ihrem Fahrrad haben.

Wie kann ich mich selbst schützen?

Der wichtigste Schutz für Fahrradfahrer ist der Fahrradhelm. Bei einem Unfall beispielsweise durch eine Kollision mit einem Auto, oder einem Sturz vom Rad kann der Helm Leben retten. Insbesondere für Kinder ist der Helm ein Muss. Achten Sie zudem darauf, dass Sie die richtige Kleidung tragen, wer in die Pedale tritt, kommt leicht ins Schwitzen. Die Kleidung sollte warm sein, aber auch atmungsaktiv. In jedem Fall gilt: Je heller, desto besser. Auch Warnwesten, die über die normale Jacke gezogen werden, und zusätzliche Reflektoren an Reifen und Taschen helfen Ihnen, besser gesehen zu werden. Gegen Verschmutzung der Kleidung helfen Schutzbleche und der Kettenschutz.

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Was ist besonders in der dunklen Jahreszeit zu beachten?

In der dunklen Jahreszeit sind die Fahrbahnen häufig rutschig und verschmutzt. Achten Sie auf die richtigen Reifen und prüfen Sie Profil und Reifendruck regelmäßig. Für Fahrten bei Schnee und Eis eignen sich Reifen mit einem hohen Profil besser. Für herkömmliche Reifen gilt: Senken Sie den Druck leicht ab, sorgen Sie für eine bessere Haftung. Wenn Sie regelmäßig bei Schnee fahren, sind Spikereifen mit in der Lauffläche eingearbeiteten Metallstiften die beste Wahl. Anders als Kraftfahrzeuge dürfen Fahrräder Spikereifen einsetzen.

Prüfen Sie zudem regelmäßig die Beleuchtung und die Bremsen Ihres Fahrrads. Greifen die Bremsen noch richtig? Sind die Bremsbeläge noch dick genug? Tauschen Sie die Beläge aus, wenn sie abgefahren oder verhärtet sind. Reinigen Sie die Reflektoren regelmäßig und prüfen Sie, ob Ihre Lichtanlage einwandfrei funktioniert. Und auch die Kette dankt es Ihnen, wenn sie öfter als im Sommer einen Spritzer Öl oder Kettenfett bekommt.

Video: Fahrradfahren im Winter – Tipps vom Profi Andi Schuster

Wie verhalte ich mich verkehrssicher?

Passen Sie Ihr Fahrverhalten immer den Witterungsverhältnissen an. Halten Sie genügend Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern, reduzieren Sie Ihr Tempo und bremsen Sie frühzeitig, damit Sie genügend „Puffer” haben, wenn die Bremsen nicht optimal reagieren. Geraten Sie auf glatte Flächen, vermeiden Sie Lenkbewegungen und starkes Bremsen, lassen Sie langsam ausrollen. Beachten Sie außerdem immer die Verkehrsregeln, wenn Sie im Straßenverkehr unterwegs sind.

Achtung: Auf nassen Oberflächen haben Felgenbremsen einen längeren Bremsweg!

Hinweis: Als Radfahrer dürfen Sie immer auf der Straße fahren, auch wenn ein Radweg vorhanden ist. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn der vorhandene Radweg durch das blaue Verkehrszeichen gekennzeichnet ist. Dann gilt eine Benutzungspflicht. Diese entfällt, wenn der Radweg nicht geräumt ist. In diesem Fall dürfen Sie auf die geräumte Straße ausweichen.

Wenn doch mal etwas passiert

Auch den besten Fahrern können Fehler passieren. Einmal nicht aufgepasst und Sie rutschen auf dem Laub in ein parkendes Auto. Zum Glück hilft Ihnen Ihre private Haftpflichtversicherung und übernimmt den entstandenen Schaden.

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