Volkskrankheit Parodontitis
Jeder zweite Erwachsene leidet bei uns an einer Entzündung des Zahnfleischs, an einer Parodontitis.
Weltweit gilt sie als sechsthäufigste Erkrankung: Am Zahnhals entstehen Taschen, in denen sich Parodontalkeime ansammeln.
Bleibt eine Parodontitis unbehandelt, fräsen sich die Bakterien in den Kieferknochen und lösen ihn langsam auf.
Der Zahn fällt aus.
Wie hängen Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammen?
Bereits länger ist der Zusammenhang zwischen Parodontitis, einer Entzündung des Zahnfleischs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bekannt.
Zum Beispiel ist das Risiko für einen Schlaganfall um das Zwei- bis Dreifache erhöht, wenn man unter einer schweren chronischen Parodontitis leidet.
Die Übeltäter sind Bakterien bzw. deren Gifte, die von den entzündeten Zahnfleischtaschen aus in den Blutkreislauf gelangen.
Die Parodontalkeime führen – mit anderen Stoffwechselprodukten wie schädlichen Fetten – dazu, dass sich Arterien verengen und verhärten. Die Folgen können ein Herzinfarkt oder ei Schlaganfall sein.
Wichtig deshalb zu wissen:
- Parodontitis erhöht das Risiko für eine Erkrankung von Herz und Kreislauf.
- Diabetes sowie das metabolische Syndrom aus Bluthochdruck, Cholesterin und Übergewicht erhöhen wiederum das Risiko für eine Parodontitis.