Brustkrebsvorsorge – ab wann, wie oft und wo durchführen?
Ab wann die Brustkrebsvorsorge durchgeführt werden sollte, hängt maßgeblich vom Alter ab. Je älter die Frau, desto höher ist grundsätzlich das Risiko einer Brustkrebserkrankung. Hinzu kommt noch die Berücksichtigung eines individuellen Krebsrisikos, das z. B. genetisch bedingt sein kann. Die Vorsorgeuntersuchung ist zwar freiwillig, wird aus medizinischer Sicht jedoch dringend empfohlen.
Erster Ansprechpartner für die Untersuchung ist in der Regel der Frauenarzt oder die Frauenärztin. Je nach Untersuchungsart werden ggf. weitere Mediziner hinzugezogen.
-
Brustkrebsvorsorge ab 20 Jahren
Junge Frauen sind nur selten von Brustkrebs betroffen. Das Brustkrebsrisiko ist bis zum 30. Lebensjahr statistisch gesehen sehr gering. Ein geregeltes Früherkennungsprogramm ist deshalb in diesem Alter noch nicht vorgesehen. Die Ausnahme sind Frauen, die z. B. erblich bedingt ein erhöhtes Krebsrisiko haben. In diesem Fall ist eine frühere regelmäßige Vorsorge sinnvoll.
-
Brustkrebsvorsorge ab 30 Jahren
Für Frauen ab 30 Jahren steigt das Brustkrebsrisiko laut Statistiken leicht an. Ab diesem Alter übernehmen deshalb auch die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Brustkrebsvorsorge. Die Untersuchung erfolgt einmal im Jahr. Dabei tastet der Frauenarzt oder die Frauenärztin die Brust und die Achselhöhlen nach Veränderungen ab. Dazu wird empfohlen, dass Frauen ihre Brust monatlich selbst untersuchen (eine Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust finden Sie weiter unten).
-
Brustkrebsvorsorge ab 50 Jahren
Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Brustkrebsrisiko statistisch etwas stärker an. Zusätzlich zur Tastuntersuchung werden die Vorsorgemaßnahmen deshalb alle zwei Jahre (bis zum 70. Lebensjahr) durch eine Mammographie ergänzt.
-
Krebsvorsorge speziell bei Männern
Nicht nur Frauen erkranken an Brustkrebs, in seltenen Fällen entwickelt sich auch bei Männern ein Mammakarzinom in der Brust. Da die Erkrankung bei Männern sehr selten vorkommt, findet keine flächendeckende Vorsorge statt. Für Männer hingegen ist die Prostatakrebsvorsorge besonders wichtig. Versicherte Männer ab 45 Jahren können freiwillig an der Untersuchung teilnehmen.
Gelingt Brustkrebsvorsorge mit Implantaten?
Brustimplantate erschweren die Krebsfrüherkennung. Die Silikonimplantate können Fachleuten das Abtasten erheblich erschweren und die Aussagekraft verringern. Nicht nur das Brust abtasten mit Implantaten ist schwieriger: Auch die Mammographie muss speziell auf die Situation angepasst werden. Die Röntgenassistenten sollten daher unbedingt informiert werden, bevor die Untersuchung beginnt. Der Implantatausweis kann dabei sehr nützliche Informationen über das Material und die Lage geben.