Prostata-Vorsorge: Ab wann, wie oft und wo?
Je nach Krebsart sind unterschiedliche Starttermine für regelmäßige Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen vorgesehen. Während die Gebärmutterhalskrebsvorsorge bei Frauen bereits ab 20 Jahren durchgeführt wird und die Brustkrebsvorsorge mit 30 Jahren folgt, wird die Prostata-Vorsorge für Männer erst ab 45 Jahren empfohlen. Der Grund dafür ist, dass Prostatakrebs in der Regel erst in einem höheren Alter um die 70 auftritt und dann eher langsam wächst.
Eine gezielte Prostata-Vorsorge ab 30 Jahren ist daher noch nicht vorgesehen, jedoch kann ein genereller Gesundheitscheck helfen, Risikofaktoren frühzeitig aufzudecken.
Allgemein gilt
Sobald Sie Probleme beim Wasserlassen haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben, wie eine gutartige Prostatavergrößerung oder eine Prostataentzündung, und muss in jedem Fall medizinisch abgeklärt werden.
Wenn Sie 45 Jahre oder älter sind, sollten Sie einmal im Jahr eine Tastuntersuchung vornehmen lassen, denn das Risiko für Prostatakrebs steigt mit jedem Jahr an. Zusätzlich kann ein PSA-Test durchgeführt werden. Lesen Sie dazu mehr im Absatz „Die Prostata-Vorsorgeuntersuchung: Was wird gemacht?“
Aber welcher Arzt ist für die Prostata-Vorsorge zuständig? Hausarzt oder Urologe? Gehen Sie für die Untersuchung zum Urologen. Er ist Spezialist im Bereich der Harnorgane und führt Tastuntersuchungen regelmäßig und routiniert durch.
Wichtig: Intensive Prostata-Vorsorge bei Vorbelastung
Die familiäre Vorbelastung mit Prostatakrebs spielt bei der Prostata-Vorsorge eine große Rolle: Haben bzw. hatten Ihr Vater oder Ihr Bruder Prostatakrebs, steigt auch Ihr eigenes Risiko, selbst daran zu erkranken. Pauschal gilt: Je mehr Verwandte ersten Grades von einem Prostatakarzinom betroffen sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer eigenen Erkrankung.
Auch das Alter bei der Diagnose spielt eine Rolle: Je jünger Ihre Verwandten bei der Diagnose waren, desto mehr steigt auch Ihr Risiko.
Für eine intensive Beratung sollten Sie Ihrem Arzt bei Ihrer Prostata-Vorsorge von familiären Vorbelastungen unbedingt berichten.