Wie entsteht Hagel?
Hagelkörner entstehen ausschließlich in Gewitterwolken, es hagelt allerdings nicht bei jedem Gewitter. Generell herrschen in Gewitterwolken starke Aufwinde, die kleine Regentropfen in große Höhen von bis zu 12 Kilometern und mehr transportieren.
Dort oben gefrieren sie dann zu millimeterkleinen Eiskörnern. Nimmt der Aufwind ab, fallen sie wieder nach unten und in den tieferen Wolkenschichten frieren währenddessen weitere Regentropfen an – sie beginnen zu wachsen und fallen schließlich zu Boden.
Dieser Vorgang des Hinaufwirbelns, Fallens und Vergrößerns wiederholt sich nun so lange, bis ein Hagelkorn zu schwer ist, um vom Aufwind in die Höhe katapultiert zu werden. Aus der Größe der Hagelkörner, die zu Boden fallen, kann auf die Windstärke innerhalb der Wolke geschlossen werden.
Hagel entsteht nur unter bestimmten Voraussetzungen:
- rasche Erwärmung der Luft in Bodennähe,
- hoher Feuchtigkeitsgehalt der Luft – also extrem schwüles Wetter sowie
- schnelles, ungehindertes Emporstrudeln dieser Luft bis in große Höhen.
Durch diese Hagelgewitter im Sommer entstehen auch immer öfter Schäden an Autos, wie die Statistiken der Versicherer ausweisen.
Als die Zeit, in der das Risiko von Hagelgewittern am höchsten ist, gilt übrigens der Frühsommer, genauer gesagt der Monat Juli, wenn warme und kalte Luftmassen kollidieren.