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Urlaub mit dem Wohnwagen

Reisen mit Auto und Wohnwagen

Die Wohnwagen-Branche boomt: Von März 2015 bis Februar 2016 sind in Deutschland knapp 20.000 Caravans zugelassen worden, rund 10% mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Vor allem junge Familien mit Kindern entdecken das flexible Reisen für sich. Auch Sie träumen davon, mit ihrem Wohnwagen unbekannte Ferienziele auf eigene Faust zu erkunden? Wir haben einige Tipps für Sie zusammengetragen, wie Sie typische Anfängerfehler vermeiden – und den größten Bußgeldfallen entkommen.

Was gehört unbedingt ins Auto?

Verbandskasten, Warndreieck und Warnweste gehören auch im Ausland ins Auto. Die Strafen sind höher als in Deutschland, und zum Teil gelten auch andere Vorschriften.

  • Eine Warnwestenpflicht gibt es in nahezu allen europäischen Ländern. In Frankreich und Bulgarien muss sogar für jeden Mitfahrer eine eigene Warnweste vorhanden sein.  „Ohne“ erwischt zu werden, kostet z. B. in Frankreich 135 €.
  • In Slowenien und Ungarn hingegen müssen Sie keine Warnweste mitführen. Wer allerdings auf der Autobahn oder Schnellstraße aussteigen will, muss eine Warnweste überziehen. Besser also, Sie haben eine dabei.
  • Verbandskasten und Warndreieck gehören überall zu Pflichtausrüstung.
  • In drei Ländern – Bulgarien, Griechenland und Rumänien – ist sogar der Feuerlöscher Pflicht.
  • Kroatien, Montenegro und Serbien schreiben vor, eine Box mit Ersatzglühlampen mitzuführen.
  • In Serbien und Spanien müssen Sie zudem immer einen Reservereifen dabei haben

Was Sie bei einem Urlaub mit dem Auto sonst noch beachten müssen, lesen Sie in unserem Blog

Gut vorbereitet in den Urlaub starten

Ganz wichtig: Reservieren Sie Ihren Stellplatz rechtzeitig. Zentral oder in Strandnähe gelegene Campingplätze sind oft bereits Monate vorher ausgebucht. Sie können die Stellplätze vorab online buchen oder sich an einen Spezialanbieter wenden.

Stellen Sie sicher, dass ihr Wohnwagen nicht überladen ist - ansonsten kann die Polizei Ihren Urlaub vorschnell beenden. Ist die Überladung des Wohnwagens nicht allzu hoch, haben Sie meistens die Möglichkeit, vor Ort überschüssiges Gewicht zu entledigen – z. B. durch Leeren der Wassertanks. Ein Bußgeld wird dennoch fällig; es kann unter Umständen über 200 € liegen.

Eine weitere Bußgeldfalle ist die mangelnde Sicherung der Ladung. Stellt die Polizei eine auffällige Fahrweise fest, können Sie angehalten und aufgefordert werden, Ihre Ladung vorschriftsmäßig zu sichern. Stellen Sie also sicher, dass das Gepäck nicht verrutschen, umfallen, hin und her rollen oder herabfallen kann.

Wohnwagenreifen alle 10 Jahre ersetzen

Caravan-Reifen sind ganz anderen Einflüssen und Belastungen ausgesetzt als herkömmliche Pkw-Reifen. Wohnwagenreifen werden meist nur wenige tausend Kilometer pro Jahr gefahren und behalten auf Grund dessen lange die nötige Profiltiefe. Dennoch ist ihre Lebensdauer beschränkt, weil die Weichmacher im Gummi nur im Fahrbetrieb wirken.

Daher sollten Sie Ihre Wohnwagenreifen spätestens alle acht bis zehn Jahre ersetzen. Ausnahme: Sie haben für den Wohnwagenanhänger eine Tempo-100-Zulassung bekommen (grundsätzlich gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h). Dann dürfen die Wohnwagenreifen nicht älter als sechs Jahre sein. Das Alter der Reifen können Sie an der sogenannten „DOT“ auf der Reifenflanke ablesen. „DOT 3214“ bedeutet beispielsweise, dass dieser Reifen in der 32. Kalenderwoche des Jahres 2014 produziert wurde.

Rasten ja, campen nein

Nicht jeder Ort ist als Stellplatz erlaubt. Ob sie ihren Wohnwagen oder auch ihr Wohnmobil irgendwo abstellen dürfen, hängt davon ab, ob Sie lediglich rasten oder bereits campen.

In Deutschland dürfen Sie mit Ihrem Wohnmobil oder Ihrem Wohnwagen-Anhänger bis zu 10 Stunden auf Rast- und Parkplätzen zur Übernachtung stehenbleiben – allerdings nur, um sich auszuruhen. Camping-Aktivitäten dürfen Sie keine ausführen - also z. B. Vorzelte aufbauen, Liegestühle herausholen oder Grills aufbauen. Ein Wohnwagen muss außerdem ans Zugfahrzeug angekuppelt bleiben.

Wo darf ich meinen Wohnwagen abstellen?

In Deutschland dürfen Sie Ihren Wohnwagen grundsätzlich am Straßenrand abstellen, allerdings nicht überall und nur für begrenzte Zeit.

  • Solange Ihr Wohnwagen angekuppelt ist, dürfen Sie das Gespann ohne Zeitbegrenzung am Straßenrand parken.
  • Soweit das Parken auf Gehwegen durch Verkehrszeichen erlaubt ist, gilt das nur für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 2,8 Tonnen.
  • Ohne Zugfahrzeug dürfen Sie den Anhänger nicht länger als zwei Wochen am Fahrbahnrand parken. Steht er länger an einem Platz, droht Ihnen ein Bußgeld in Höhe von 20 €.
  • Der Wohnwagen darf nicht über eine Parkflächenmarkierung hinausragen. Passt der Anhänger nicht in die Markierung, dürfen Sie ihn dort nicht abstellen.

Ausland: Wildes Campen verboten

Und im Ausland? Hier sollten Sie den Wohnwagen keinesfalls in einem unbewohnten Gebiet abstellen. Das sogenannte „wilde Campen“ ist in vielen Ländern verboten. Am besten, Sie halten sich an die ausgewiesenen Stell- und Campingplätze – auch zu ihrer eigenen Sicherheit.

Eine einmalige Übernachtung im Wohnmobil oder Wohnwagen am Straßenrand oder auf einem öffentlichen Parkplatz ist nur in Österreich, Italien und Spanien erlaubt – allerdings mit regionalen Einschränkungen.

Grundsätzlich verboten ist das Übernachten außerhalb von Campingplätzen in Griechenland, Kroatien, Portugal, Tschechien und Ungarn.

Wohnwagen versichern – aber wie?

Jeder Wohnwagen benötigt eine Kfz- Haftpflichtversicherung, damit der Eigentümer vor Haftpflichtansprüchen Dritter geschützt ist.

Eine Wohnwagenversicherung mit Kasko-Schutz ist freiwillig – aber die einzige Möglichkeit, Schäden am Wohnwagen selbst zu versichern. Wenn Sie vorhaben, an abgelegenen Orten zu campieren, empfiehlt sich unbedingt eine Teilkasko. Diese sichert Sie gegen naturbedingte Schäden wie Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Überschwemmung ab, aber auch gegen Brand oder Diebstahl.

Noch umfassendere Leistungen bietet die Vollkasko- Versicherung. Diese enthält alle Leistungen der Teilkasko und schützt außerdem gegen selbstverschuldete Unfallschäden am eigenen Wohnwagen, sowie gegen mutwillige Beschädigung des Fahrzeugs durch dritte Personen. Diese Kfz-Versicherung ist gerade bei einem neuen Wohnwagen empfehlenswert, damit Sie im Ernstfall hohe Reparaturkosten nicht selbst tragen müssen. Gut und günstig versichern Sie Ihren Wohnwagen z. B. mit unserer Wohnwagenversicherung.

Nützliche Links für weitere Informationen

Hinweis zur persönlichen Beratung


Bitte beachten Sie: Nur eine persönliche Beratung garantiert Ihnen einen bedarfsgerechten Versicherungsschutz.

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