Gibt es die CO₂-Steuer nur in Deutschland?
Eine Umweltsteuer ist keine ausschließlich auf Deutschland beschränkte Maßnahme. Weltweit versuchen Länder, durch derartige CO₂-Abgaben den Klimaschutz zu fördern:
- Finnland: Einführung 1990
- Schweden: Einführung 1991
(höchster Satz mit über 118–130 € pro Tonne) - Norwegen: Einführung 1991
- Dänemark: Einführung 1992
- Schweiz & Liechtenstein: Einführung 2008
- Kanada: Einführung 2008
- Irland & Island: Einführung 2010
- Australien: Einführung 2012
- Vereinigtes Königreich: Einführung 2013
- Mexiko: Einführung 2014
(Steuer auf im Land produzierte und importierte fossile Brennstoffe (Erdgas ausgenommen)) - Frankreich: Einführung 2014
- Spanien: Einführung 2014
- Portugal: Einführung 2015
- Südafrika: Einführung 2019
- Niederlande: Einführung 2021
- Luxemburg: Einführung 2021
- Deutschland: Einführung 2021
(nationaler Emissionshandel mit Festpreisen, u. a. 55 €) - Österreich: Einführung 2022 (ebenfalls 55 €)
- Weitere osteuropäische/nationale Systeme: u. a. Polen (seit 1990), Slowenien (1996), Estland (2000) und Lettland (2004), teils mit sehr niedrigen Sätzen.
Wer muss die CO₂-Steuer zahlen?
Zahlen müssen alle Verursacher von CO₂-Emissionen.
Die CO₂-Steuer wurde so angelegt, dass klimaschädliches Verhalten teurer wird. Damit werden nicht nur Unternehmen zur Kasse gebeten, sondern auch nahezu jeder private Verbraucher.
Gleichzeitig wird klimafreundliches Verhalten günstiger.
Ob man durch die CO₂-Abgabe finanziell belastet wird, hängt vom individuellen Verhalten ab.
Übrigens
Berufspendler sollen für ihre Abgaben über die Pendlerpauschale entlastet werden.