Erste Schritte: Verhalten beim Wespennest-Fund
Wespennest am Haus? Was jetzt zu tun ist
Stellen Sie sich vor, Sie laufen durch den Garten und hören ein lautes Brummen. Kurz darauf stellen Sie fest: Es sind nicht nur vereinzelte Wespen in ihrer Nähe, sondern Sie erkennen ein ganzes Wespennest. Das Wespenvolk hat sich direkt unter dem Dachvorsprung Ihres Gartenhauses eingenistet.
Ob Biene, Wespe oder Hornisse – viele reagieren genervt, manche panisch. Wichtig ist es, Ruhe zu bewahren. Sie haben ein Wespennest am Haus? Was jetzt zu tun ist:
- Bleiben Sie ruhig, halten Sie Abstand und vermeiden Sie hektische Bewegungen. Wespen reagieren empfindlich auf Erschütterungen und schnelle Bewegungen, weshalb Ruhe die sicherste Lösung ist.
- Vor allem wer allergisch reagiert, sollte schnellstmöglich aber vorsichtig Abstand nehmen, sobald ein Wespennest erkannt wurde.
- Sie sollten generell zügig handeln: Denn es droht nicht nur die Gefahr von schmerzhaften Stichen, Insekten können auch Bauschäden verursachen.
- Handeln Sie nicht eigenmächtig, da Wespennester unter Naturschutz stehen. Holen Sie sich fachkundige Beratung durch den Naturschutzbund, die Naturschutzbehörde oder Schädlingsbekämpfer.
- Prüfen Sie, ob das Entfernen des Wespennests durch eine Versicherung abgedeckt ist. Eventuell bekommen Sie Unterstützung – wie bei der HUK-COBURG – oder die Kosten werden übernommen.
- Nach Möglichkeit sollte mit der Umsiedlung des Wespennests gewartet werden, denn viele Nester lösen sich im Herbst von selbst auf.
Wie gefährlich ist ein Wespennest am Haus?
Besonders in stark frequentierten Bereichen, wie an Terrassen, Fenstern oder im Rollladenkasten kann ein Wespennest gefährlich werden. Die Stiche der Insekten können schmerzhaft und bei Mehrfachangriffen riskant sein.
Wespen verteidigen ihr Nest sehr aktiv, bereits ab 3 bis 6 m Abstand greift ein Wespenvolk an, wenn es sich bedroht fühlt. Auch bei hastiger Annäherung oder Erschütterung kann es schnell zu einem Verteidigungsangriff kommen.
Für Allergiker ist ein Wespennest besonders gefährlich, da die Stiche zu einem anaphylaktischen Schock führen, der lebensbedrohlich sein kann. Die Nähe zu einem Nest ist in einem solchen Fall daher ein medizinischer Notfall und ein Grund, das Wespennest zu beseitigen oder umzusiedeln – allerdings mit professioneller Hilfe und mit einer Genehmigung.
Doch nicht jede Wespenart ist aggressiv. Beispielsweise ist die sächsische Wespe zurückhaltender als die sogenannte Gemeine oder die Deutsche Wespe.