Wann kommt es zu einem Hochwasser?
Hochwasser mit Überschwemmungen können in unseren Breiten zu allen Jahreszeiten auftreten.
Statistisch betrachtet führt der Rhein jährlich 1,5-, die Elbe 1,7-, die Oder 2- und die Donau 3-mal Hochwasser.
Wissenschaftler unterscheiden zwischen Sommer- und Winter-Hochwasser.
- Das Sommer-Hochwasser kann nach sommerlichen Starkregen auftreten. In kurzer Zeit steigt das Wasser an und fließt mit hohen Mengen ab.
- Für das so genannte Winter-Hochwasser ist kennzeichnend, dass Niederschläge und/oder Schneeschmelze große Abflussmengen verursachen und diese im Gegensatz zum Sommer-Hochwasser langsam ansteigen und abfallen.
Ungewöhnlich starke Niederschläge kommen in Deutschland heute doppelt so häufig vor wie vor 100 Jahren.
Regnet es lange und ergiebig, nimmt der Boden immer weniger Flüssigkeit auf. Irgendwann ist er gesättigt und große Mengen fließen auf direktem Wege in Bäche und Flüsse.
Die Hochwasser-Gefahr steigt. Flüsse treten über die Ufer, was zu schweren Überschwemmungen führt.
Aber auch wenn es in sehr kurzer Zeit sehr viel regnet, dauert das Einsickern in den Boden zu lange, obwohl noch Speicher vorhanden wäre. So können kurze heftige Starkregen ebenfalls Überschwemmungen auslösen.
Laut einer gemeinsamen Klimastudie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und führender Klimawissenschaftler können sich Überschwemmungsschäden bis zum Ende dieses Jahrhunderts verdoppeln.
Sich besser vor Naturgefahren zu schützen, ist also heute wichtiger denn je.