Wie entsteht ein Tornado?
Handelt es sich um einmalige Phänomene oder kommen Tornados öfter bei uns vor? Tornados gibt es auch in Deutschland. Es werden jährlich etwa 20 bis 60 vom Deutschen Wetterdienst dokumentiert.
Definiert wird ein Tornado als ein schlauchartiger Wirbel, der in einer Schauer- oder Gewitterwolke entspringt. Trifft der Wirbel auf den Boden, spricht man von einem Tornado.
In unseren Breiten entstehen Wirbelstürme, wenn drei Bedingungen vorliegen:
- eine hohe Luftfeuchtigkeit,
- Schauer und Gewitter
- sowie eine starke Windzunahme und -drehung in höheren Luftschichten.
Zerstörungen durch Wirbelstürme entstehen entweder durch den Winddruck selbst oder durch umherfliegende Gegenstände. Früher hat man übrigens noch von Windhosen gesprochen, jetzt sagen wir auch in Deutschland „Tornados”, um die Sache nicht zu verharmlosen.
Wobei Windhose und Tornado eigentlich dieselbe Bedeutung haben: Es besteht weder physikalisch noch in Hinblick auf die Intensität ein Unterschied zwischen den beiden Begriffen. Es ist nur durch den allgemeinen Sprachgebrauch der Eindruck von „kleinen Windhosen“ in Europa und „großen Tornados“ in Nordamerika entstanden. Beträchtliche Schäden können aber auch bei uns eintreten.
Wann entsteht ein Tornado?
Tornados entstehen in Deutschland vor allem in der sommerlichen Gewittersaison, entwickeln sich schnell und sind sehr schwer vorherzusagen. Ein Tornado mit einer Breite von meist nur wenigen Dutzend bis einigen Hundert Metern ist so klein, dass er vom Wetterradar kaum und vom Satelliten gar nicht erkannt werden kann. Auf ein erhöhtes Risiko für bestimmte Regionen kann maximal 18 Stunden zuvor hingewiesen werden.