Im Brandfall hilft ein Rauchmelder und die entsprechende Versicherung

Rauchmelder können Leben retten

Jährlich kommen in Deutschland zwischen 300 und 400 Menschen durch Feuer, Flammen und Rauch ums Leben. Mittlerweile gilt in allen Bundesländern eine Rauchmelderpflicht. Die Pflicht zum Einbau von Rauchmeldern gilt für Neu- und Umbauten, aber auch für Bestandsbauten. Die Details regeln die jeweiligen Landesbauordnungen.


Inhaltsverzeichnis


Installation und Wartung der Rauchmelder

Bei Neu- und Umbauten ist der Eigentümer, bzw. Vermieter in der Pflicht, in bestimmten Räumen Rauchmelder einzubauen. Doch mit dem Einbau allein ist es nicht getan: Die Rauchmelder müssen einmal im Jahr überprüft werden.

In den meisten Bundesländern ist der Mieter für die Wartung der Rauchmelder zuständig. In den restlichen Ländern ist dies nicht eindeutig geregelt. Die Vermieter müssen aber die Betriebsbereitschaft der Rauchmelder gewährleisten, auch wenn den Mietern die Wartung der Rauchwarnmelder übertragen wurde. Zur fachgerechten Wartung gehört auch – falls notwendig – der Austausch der Batterien.

Prävention – Hilfreiche Brandschutz-Maßnahmen

Brände entstehen oft durch Nachlässigkeit. Beispielsweise durch nicht ausgestellte Haushaltsgeräte wie die Kaffeemaschine oder den Elektroherd, den unachtsamen Umgang mit der Zigarette oder die noch glühende Grillkohle im Abfallbehälter.

Besonders häufig entwickeln sich Brände auch in der Advents- und Weihnachtszeit, durch den achtlosen Umgang mit Kerzen. Mit ein wenig Vorbeugung und Umsicht lässt sich schon viel erreichen. Wenn Sie Ihre Wohnung verlassen oder sich für längere Zeit nicht in dem Zimmer aufhalten, sollten Sie sich immer vergewissern, dass keine Kerze mehr brennt

Stellen Sie sicher, dass – als erste Brandschutz-Maßnahme –, möglichst ein Feuerlöscher in erreichbarer Nähe steht.

Auch Überlastungen durch die üblichen Mehrfachsteckdosenverteiler sind immer wieder Ursache von Bränden. Eher selten entstehen Feuer hingegen durch eine defekte elektrische Wohnungsverkabelung.

Ohne Rauchwarnmelder lauert nachts die Gefahr

Nachts sind Brände besonders gefährlich: Viele Opfer nehmen die gefährlichen Rauchgase nicht wahr und werden im Schlaf bewusstlos. Daher sind in den meisten Bundesländern Rauchwarnmelder in Schlaf- und Kinderzimmern sowie Fluren, die zu den Aufenthaltsräumen führen oder als Fluchtwege dienen, vorgeschrieben.

Rauchmelder warnen frühzeitig

Ein zuverlässiges Frühwarnsystem bieten Rauchmelder. Entgegen der landläufigen Meinung „melden“ sie jedoch keine direkten Brände, sondern reagieren auf die Entwicklung von Rauch. Giftiger Rauch bildet sich meist, lange bevor Flammen entstehen. Da im Schlaf der Geruchssinn des Menschen nicht funktioniert, ersticken rund 95% aller Brandopfer bevor das eigentliche Feuer wütet. Ist ein Rauchmelder installiert, passiert dies nicht, denn das Gerät schlägt frühzeitig Alarm und weckt durch einen schrillen Ton die Bewohner.

Alternativen zum akustischen Rauchwarnmelder

Übrigens gibt es speziell für schwerhörige Menschen Rauchmelder mit Blitzlicht oder auch Vibrationsfunktion. Das Vibrationsmodul kann nachts beispielsweise unter dem Kopfkissen platziert werden und warnt so rechtzeitig bei Rauchentwicklung.

Anzahl der Rauchwarnmelder

Wie viele Melder in einem Haus oder einer Wohnung installiert werden, hängt in erster Linie vom Sicherheitsbewusstsein des Mieters oder Eigentümers ab.

  • In jedem Fall raten die Feuerwehren, dass der Flur als zentraler Zugang zu den Räumen und Fluchtweg überwacht wird. Flure sind immer auch potentielle Rettungswege. 
  • Für Schlafzimmer und Kinderzimmer ist aufgrund der beschriebenen Gefahr, vom Brandrauch im Schlaf überrascht zu werden, die Ausstattung mit Brandmeldern ebenfalls obligatorisch. 
  • Weiterhin ist ratsam, in Räumen mit elektrischen Geräten, die Hitze entwickeln, einen Rauchmelder zu installieren. 
  • Auch Aufenthaltsräume, in denen ein Ofen oder ein offener Kamin vorhanden ist, sollten unbedingt mit einem Rauchmelder versehen sein.

In Küchen werden spezielle Rauchmelder eingesetzt

Da sich im Küchenbereich häufig Dunst- und Kochschwaden entwickeln, empfehlen sich dort eher Flammen- oder Temperaturwarnmelder. Es gibt jedoch im Handel auch spezielle Rauchmelder für den Einsatz in Küchen. Wichtig ist, dass die Melder nicht im direkten Einwirkbereich des Herdes installiert sind.

Rauchwarnmelder nach DIN

Die meisten der in Deutschland verkauften Rauchwarnmelder entsprechen der DIN EN 14604:2005. Gute Melder verfügen weiterhin über Ausstattungsmerkmale wie einen „echten Rauchmeldertest“, ein Stahlgitter und einen Ausschaltknopf. Sie werden mit langlebigen Lithiumbatterien betrieben und lassen sich mit anderen Warngeräten im Haus vernetzen.

Rauchmelder mit geprüfter Qualität

Bei der Wahl des Rauchmelders sollte man auf Qualität achten. Das Siegel „Q“ steht für geprüfte Qualität. Rauchmelder mit diesem Zeichen haben eine fest verbaute Batterie, die mindestens 10 Jahre hält. Eine Liste mit Q-zertifizierten Rauchmeldern finden Sie hier.

Fazit: Rauchmelder können Leben retten. Daher sollte jeder die entsprechende Vorsorge treffen. Hier finden Sie eine genaue Übersicht, welche Räume in welchen Bundesländern mit Rauchmeldern ausgestattet werden müssen.

Falls es zum Brand kommt, können Rauchmelder helfen, Schlimmeres zu verhindern. Vor den finanziellen Folgen schützen eine Hausratversicherung und eine Wohngebäudeversicherung.

Noch Fragen?

Wir beraten Sie gerne zu allen Fragen rund um das Feuerrisiko und den notwendigen Schutz. Sie erreichen uns über unsere Servicehotline 0800 2153153 oder über Ihren Ansprechpartner vor Ort.

Hier finden Sie Ihren Ansprechpartner vor Ort:

Das könnte Sie auch interessieren

Hausrat­versicherung

Jeder Gegenstand in Ihrem Zuhause hat neben einem persönlichen auch einen finanziellen Wert. Unsere Hausratversicherung sichert diese Gegenstände zu einem besonders günstigen Preis ab.

Jetzt berechnen
Wohn­gebäude­versicherung

Wir wissen: Ihr Haus ist mehr als ein Gebäude, es ist Ihr Zuhause. Und das sichern wir für Sie mit unserer Wohngebäudeversicherung optimal gegen finanzielle Folgen bei verschiedenen Schäden ab.

Jetzt berechnen