7. Juni 2018
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Kategorie: Unterwegs

Im Urlaub, nicht im Unfall

--- Lesezeit: 3 Minuten --- 

Wochen und Monate hat man sich auf die freie Zeit gefreut. Und dann kann einem ein Unfall im Urlaub kann schnell die Laune vermiesen. Der folgende Schadenfall zeigt, welch böse Überraschung man im Ausland erleben kann – selbst wenn man gar nichts für den Unfall kann.

Andrea Forster (Name geändert) und ihre beiden Kinder waren auf dem Weg in den Strand-Urlaub nach Polen unterwegs. Mit Luftmatratze und Sonnenschirm im Kofferraum befanden sie nur noch wenige Kilometer von dem Strandort an der Ostseeküste entfernt, als es plötzlich knallte: Ein polnischer Fahrer war der Familie im Auto von hinten aufgefahren. Der Fahrer war zu schnell unterwegs und konnte deshalb nicht mehr auf ein Bremsmanöver von Andrea F. reagieren. Die Folge: Totalschaden am Fahrzeug von Andrea Forster.

Die Polizei vernahm die beiden Unfall-Parteien. Aufgrund übereinstimmender Aussagen wurde die Haftung unstrittig dem polnischen Fahrer zugewiesen. Frau Forster meldete den Schaden telefonisch bei der HUK-COBURG und gab das Auto zur Reparatur in die nächstgelegene Werkstatt. Mit dem Bus fuhren Frau Forster und ihre Kinder weiter. Ein Mietwagen konnte vor Ort organisiert werden.

Fremdes Land, fremdes Versicherungssystem

Hohe Kosten waren nun entstanden: das Abschleppen und die Reparatur des beschädigten Autos, die Rückholkosten nach Deutschland, der Mietwagen vor Ort. Nach Ende des Urlaubs musste auch der Papierkram mit der polnischen Versicherung des Unfallfahrers geklärt werden, wie z.B. die Übersetzung des polnischen Polizeiprotokolls, das Sachverständigenhonorar in Polen oder Kosten für die Erstellung des Kostenvoranschlags in Polen. Diese Nebenkosten summierten sich auf mehrere tausend Euro. Was es aber noch schlimmer machte: Die Kosten für Reparaturen in dem polnischen Versicherungsgutachtens wurden deutlich geringer eingeschätzt als nach deutschem Recht. Frau Forster drohte nun, auf mehreren tausend Euro sitzen zu bleiben.

Schadenregulierung durch Auslandsschadenschutz-Versicherung

Glücklicherweise hatte Andrea Forster vor Antritt der Reise eine Auslandsschadenschutz-Versicherung abgeschlossen. Diese besagt: Wird der Versicherungsnehmer auf einer Reise mit seinem versicherten Fahrzeug im Ausland teil- oder unverschuldet in einen Unfall verwickelt, übernimmt die Auslandsschadenschutz-Versicherung die Rolle des ausländischen Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherers. Der Versicherungsnehmer kann damit seinen Schaden bei seiner Versicherung geltend machen. Die Versicherung reguliert dann den Schaden des Versicherungsnehmers so, als habe sich der Unfall in Deutschland zugetragen. Der Haftungsgrund wird zwar immer noch nach ausländischem Recht beurteilt, die Schadenregulierung erfolgt zur Höhe aber nach deutschem Recht.

Wichtig: Polizeiprotokoll und Haftung klären

Sofern der Versicherungsnehmer die Haftung des Gegners objektiv begründen kann, und die Vorgaben an den Unfallgegner erfüllt sind, reguliert die HUK den Schaden für den Versicherungsnehmer und tritt in Vorleistung. Für den Versicherungsnehmer hat das zwei maßgebliche Vorteile: Die Regulierung erfolgt nach deutschem Schadenersatzrecht - ansonsten wären die Vorgaben des Unfalllandes anzuwenden. Und die Meldung des Schadens beim Versicherer im Ausland bleibt erspart. Frau Forster konnte durch das Polizeiprotokoll ihre Unschuld am Auffahrunfall bestätigen. Rund einen Monat nach dem Unfall erhielt sie daher eine Entschädigungsleistung aus der Auslandsschadenschutz-Versicherung. In diesem Jahr geht es für Andrea Forster und ihre Kinder wieder an die Ostsee nach Polen. Dieses Mal aber hoffentlich unfallfrei. 

HUK-Infobox:

Damit die Urlaubsstimmung erhalten bleibt, sollte man rechtzeitig eine Auslandsschadenschutz-Versicherung abschließen. Diese kann einem eine ganze Menge Ärger ersparen. Die Versicherung reguliert dann den Schaden des Versicherungsnehmers so, als habe sich der Unfall in Deutschland zugetragen. Mehr Informationen hier.

Autor:

Stefan Eichhorn

Unternehmenskommunikation

 

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