27. Oktober 2017
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Kategorie: Wissen

Zeitumstellung bringt Gefahren im Verkehr mit sich

In der Nacht von Samstag auf Sonntag steht der Wechsel von Sommer- auf Winterzeit an. Dann werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt. Dadurch gewinnt man zwar rein rechnerisch eine Stunde Schlaf hinzu, doch der menschliche Körper braucht eine ganze Weile, bis er sich angepasst hat. Während dieser Übergangsphase nimmt im Straßenverkehr auch das Unfallrisiko zu. Warum ist das so?

Der Bio-Rhythmus braucht länger, um sich auf die neue Zeit einzustellen. Laut einer Untersuchung des Instituts für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG) braucht unser Körper im Mittel etwa ein bis zwei Wochen für die Zeitumstellung.

Dadurch haben viele Verkehrsteilnehmer eine Art „Mini-Jetlag“. Der mindert die Konzentration, die Aufmerksamkeit und ganz allgemein die Leistungsfähigkeit. Viele fühlen sich schlapper und müder als sonst. Hinterm Steuer eines Fahrzeugs kann das Folgen haben. Dann ist man beim Fahren oft nicht so bei der Sache, wie es sein sollte, und man reagiert im Falle eines Falles möglicherweise nicht schnell genug.

Höheres Unfallrisiko 

Tatsächlich haben Wissenschaftler festgestellt, dass nach einer Umstellung von Sommer- auf Winterzeit oder umgekehrt das Unfallrisiko signifikant steigt: Experten sprechen von bis zu 30 Prozent. Allerdings ist die Gefahr, dass es wegen der Zeitumstellung kracht, beim Wechsel von Winter- auf Sommerzeit größer, weil dann eine Stunde „verloren geht“.

Im Herbst kommen die ungünstigeren Licht- und Sichtverhältnisse hinzu. Der Feierabendverkehr fällt nun zunehmend in die Dämmerung. Das verlangt mehr Vorsicht. Darüber hinaus gehen Herbst- und Winterzeit mit weniger Licht, mehr Regen, häufigerem Nebel, fallendem Laub und oft glatten Straßen einher. All diese Faktoren begünstigen Unfälle deutlich. Ist der Fahrer dann auch nicht auf der Höhe, nimmt das Risiko eines Verkehrsunfalls noch einmal zu. Dies auch vor dem Hintergrund, dass bei schlechterem Licht die Geschwindigkeit schwerer einzuschätzen ist.

Kinder besonders gefährdet 

Schlechte Sicht bei schlechtem Licht ist insbesondere für Kinder gefährlich, wenn sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind: Je dunkler es ist, desto leichter können sie von Autofahrern übersehen oder erst zu spät gesehen werden. Die Gefahr für Kinder, etwa auf dem morgendlichen Schulweg zu verunglücken, ist in der dunklen Jahreszeit doppelt so hoch wie im Sommer.

Deshalb sollten nicht nur junge Radfahrer und Fußgänger in der „dunklen Jahreszeit“ dafür Sorge tragen, dass sie für Kraftfahrer gut sichtbar sind – zum Beispiel durch helle Kleidung und die Nutzung von Reflektoren. Für Radfahrer empfiehlt es sich, auf eine funktionsfähige Beleuchtung an ihrem Fahrrad zu achten und diese besser früher als später einzuschalten.

Autor:

Stefan Eichhorn

Unternehmenskommunikation

 

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