7. Juni 2017
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Kategorie: Unterwegs

Wie neu: Vorsicht beim Fahren auf frischem Asphalt

Wenn eine langwierige Baustelle endlich wieder zum Durchfahren freigegeben wird, ist man erleichtert. Endlich fallen lästige Umleitungen oder das Warten an der Ampel auf dem Weg zur Arbeit weg. Neue Straße, freie Fahrt. Doch dann fragt man sich verwundert: Wieso darf man nur 50 oder 70 km/h auf ihr fahren? Wir sind dem nachgegangen und haben herausgefunden - es liegt am frischen Fahrbahnbelag selbst.

Wichtiger Baustoff

Seit 1984 wird statt dem allgemein bekannten Teer Bitumen als Bindemittel im Asphalt beigemischt und vorwiegend im Bauwesen – vor allem beim Bau von Fahrbahnen- verwendet. Der Baustoff Asphalt ist also ein wesentlicher Bestandteil im Straßenbau  – etwa 95 Prozent der befestigten Straßen in Deutschland sind mit Asphalt ausgestattet.

Heisse Angelegenheit 

Was macht frischen Asphalt gefährlich? Frischer Asphalt sollte rund 24 Stunden überhaupt nicht befahren werden. Warum das so ist? Es liegt an der Abkühl- und Aushärtezeit frisch asphaltierter Streckenabschnitte. Frischer Asphalt wird mit mindestens 140 Grad Celsius aufgebracht- ein Reifen kann schon bei 40 bis 60 Grad Celsius massiv beschädigt werden oder gar Feuer fangen. Fahren auf frischem Asphalt kann also nicht nur kostspielig, sondern auch gefährlich werden. Wenn die Fahrbahn von der Sonne aufgeheizt wurde, kann es zu „Bitumenspritzern“ kommen. Die kleben dann am Auto und sind oft nur aufwändig mit sogenannten „Teerentfernern“ aus dem Baumarkt wegzubekommen- und die Gefahr, dass man dabei den Autolack beschädigt, lässt sich nur mit dem Gang zum Profi vermeiden.

Unfertig? Lieber umfahren!

Beim Walzen bildet sich eine, durch nach oben getrieben Öle, rutschige Schicht auf der Straße. Dieser Film kann ohne nachträglich aufgetragenen Rollsprit dafür sorgen, dass die Fahrbahn nicht griffig genug ist. Deshalb gelten oft Geschwindigkeitsbegrenzungen auf frisch asphaltierten Straßen.

Außerdem ist das Befahren von Baustellen, die mit Schildern auf neuen Fahrbahnbelag hinweisen, verboten. Passiert man eine gekennzeichnete Baustelle und wird erwischt sind eine Verwarnung und 20 Euro Bußgeld die Folge. Außerdem sollen sanierungsbedürftige Straßen schließlich ausgebessert werden, und nicht schon vor der Aushärtung des Asphalts befahren werden. Das Verursachen neuer Makel im Asphalt, die eventuell ausgebessert werden müssen, ist rücksichtlos und verursacht mehr Aufwand.

 

Autor:

Stefan Eichhorn

Unternehmenskommunikation

 

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