Bei bakteriellen Infektionen sind Antibiotika äußerst wichtige und hilfreiche Medikamente. Wer also unter einer Mandel-, Blasen- oder Lungenentzündung leidet, kann die Krankheit häufig erfolgreich mit dem richtigen Antibiotikum bekämpfen. Es greift z. B. die Zellwände oder auch den Stoffwechsel der schädlichen Bakterien an. Dadurch wird ihr Wachstum gehemmt oder die Erreger werden direkt abgetötet.
Viren hingegen verfügen weder über eine eigene Zelle noch über einen Stoffwechsel. Darum können Antibiotika gegen Viren leider nichts ausrichten. Wird eine Erkältung oder Grippe durch eine Virusinfektion verursacht, haben Antibiotika keine Wirkung.
Das Mittel der Wahl wären sogenannte „Virostatika“, virenhemmende Medikamente. Die gibt es allerdings nur gegen wenige Erreger und sind daher weitaus weniger verbreitet als Antibiotika. Darum werden bei Viruserkrankungen häufig hauptsächlich die Symptome, wie z. B. Fieber oder Schmerzen, behandelt.
Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Hat der Körper es einmal geschafft, mit einem Virus fertig zu werden, merkt sich das Immunsystem die Eigenschaften des Virus und kann bei einem erneuten Eindringen zielgenau dagegen vorgehen. Ein neuer Infekt ist daher unwahrscheinlich, denn man ist bereits immun gegen dieses Virus.
Problematisch wird es dann, wenn das Virus so stark mutiert, dass es vom Immunsystem nicht wiedererkannt wird. So verhält es sich z. B. mit dem Influenzavirus, auch Grippe genannt. Dieses Virus verändert sich ständig, weshalb der Impfstoff dagegen Jahr für Jahr neu angepasst werden muss.