Mardersaison: So schützen Sie Ihr Auto vor Steinmardern
Was Sie jetzt wissen müssen:
- Marder sind im Frühling besonders aktiv und verursachen häufig Schäden an Autos.
- Die meisten Teilkaskoversicherungen decken Marderschäden am Auto ab, oft auch Folgeschäden.
- Effektive Schutzmaßnahmen wie Ultraschallgeräte und regelmäßige Motorwäschen helfen, Marderschäden zu vermeiden.
Warum sind Steinmarder im Frühling so aktiv?
Im Frühling beginnen Revierkämpfe und Revierbildung der Steinmarder, und die Tiere werden besonders territorial. Sie markieren ihre Reviere mit Duftmarken, was andere Marder anlockt und oft zu aggressivem Verhalten führt. Dabei knabbern sie an Kabeln, Schläuchen und Dämmmaterial im Motorraum, um ihre Reviergrenzen zu verteidigen.
„Die meisten Marderschäden am Auto entstehen zwischen April und Juni, wenn die Tiere besonders aktiv sind. Autofahrer sollten in dieser Zeit besonders aufmerksam sein und geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen.“
„Die meisten Marderschäden am Auto entstehen zwischen April und Juni, wenn die Tiere besonders aktiv sind. Autofahrer sollten in dieser Zeit besonders aufmerksam sein und geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen.“
Gut zu wissen: Laut GDV (Gesamtverband der Versicherer) verursachen Marder jährlich Schäden von rund 130 Mio. € an Autos in Deutschland. Und das sind nur die versicherten Schäden. Wer keine Teilkasko hat, ist in dieser Zahl nicht enthalten. 2025 hat die HUK-COBURG 28 Mio. € für Schäden ausgegeben, die Marder an Fahrzeugen verursacht haben. Insgesamt haben Marder rund 43.000 Mal Kabel und Schläuche von Autos unserer Kunden zerbissen.
Marderschäden am Auto: Was passiert bei einem Marderbiss?
Ein Marderbiss am Auto kann erhebliche Schäden verursachen. Besonders betroffen sind:
- Kabel und Schläuche: Marder knabbern häufig an Zündkabeln, Kühlwasserschläuchen oder Bremsschläuchen.
- Dämmmaterial: Die Tiere nutzen es, um ihre Nester zu polstern.
- Folgeschäden: Ein beschädigter Kühlwasserschlauch kann beispielsweise zu einem Motorschaden führen, wenn das Fahrzeug weitergefahren wird.
Marderschäden und Versicherung: Was ist abgedeckt?
Die meisten Teilkaskoversicherungen decken Marderschäden ab, einschließlich der direkten Schäden durch den Biss. Einige Versicherer – wie die HUK-COBURG im Rahmen der Teilkasko Classic – bieten auch Schutz vor Bissen aller Tiere am gesamten Fahrzeug und übernehmen Folgeschäden ohne Limit.
Wichtige Hinweise:
- Selbstbeteiligung: Bei der Teilkasko wird im Schadenfall die vereinbarte Selbstbeteiligung abgezogen.
- Keine Schlechterstufung: Teilkaskoschäden führen nicht zu einer Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse, da es diese dort nicht gibt.
- Vollkasko als Alternative: Ist der Marderschaden nicht durch die Teilkasko abgedeckt, kann er unter Umständen als „Unfall“ über die Vollkasko reguliert werden – allerdings dann mit Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse und Abzug der vereinbarten Vollkasko-Selbstbeteiligung.
„Ein Blick in die Unterlagen Ihrer Autoversicherung lohnt sich, um zu prüfen, welche Schäden abgedeckt sind“, rät Karl Kräußlich.
Wie können Sie Marderschäden vorbeugen?
Es gibt verschiedene effektive Schutzmaßnahmen, um Marder von Ihrem Auto fernzuhalten:
- Ultraschallgeräte: Batteriebetriebene Geräte senden für Marder unangenehme Töne aus.
- Abwehrsprays: Diese vertreiben Marder durch spezielle Gerüche, müssen aber regelmäßig erneuert werden.
- Kabelschutz: Spezielle Ummantelungen für Kabel und Schläuche machen diese für Marder unattraktiv.
- Motorwäsche: Entfernen Sie regelmäßig Marderduftspuren, um andere Tiere nicht anzulocken. Lassen Sie eine Motorwäsche am besten vom Fachmann durchführen, um empfindliche Elektronik im Motorraum nicht zu beschädigen.
„Ich empfehle einen batteriebetriebenen Ultraschall-Marderschutz. Er ist einfach zu installieren, unabhängig vom Bordnetz und hat eine lange Laufzeit.“
„Ich empfehle einen batteriebetriebenen Ultraschall-Marderschutz. Er ist einfach zu installieren, unabhängig vom Bordnetz und hat eine lange Laufzeit.“
Warum sind Marder so oft in Autos zu finden?
Steinmarder suchen im Frühjahr Schutz und Wärme, die sie im Motorraum von Autos finden. Besonders Fahrzeuge, die nachts im Freien oder in der Nähe von Wäldern und Feldern geparkt werden, sind gefährdet. Die Tiere werden zudem von Duftspuren anderer Marder angelockt, was die Gefahr für Schäden erhöht.