Reifendruck im Winter: Was die meisten Autofahrer übersehen
Was Sie jetzt wissen müssen:
- Reifendruck beeinflusst Sicherheit: Ein zu niedriger Luftdruck führt zu längeren Bremswegen und schlechterer Haftung, besonders bei Schnee und Eis.
- Druck im Winter leicht erhöhen: Experten empfehlen, den Reifendruck um 0,2 Bar über den vorgeschriebenen Wert zu erhöhen, da Kälte den Druck senkt.
- Regelmäßige Kontrolle unverzichtbar: Selbst mit Reifendruck-Kontrollsystemen (RDKS) sollten Winterreifen monatlich manuell überprüft werden, um schleichenden Druckverlust rechtzeitig zu erkennen.
Winterreifen und Luftdruck: Was Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit beachten sollten
Wenn die Temperaturen sinken, denken zwar viele Autofahrer an die Winterreifenpflicht – doch ein Punkt wird häufig übersehen: Der richtige Reifendruck. Dabei kann ein zu niedriger Luftdruck bei Kälte nicht nur den Spritverbrauch erhöhen, sondern auch die Sicherheit gefährden. Wir zeigen Ihnen, worauf es wirklich ankommt und wie Sie im Winter weiterhin sicher unterwegs sind.
Warum ist der Reifendruck im Winter so wichtig?
Im Winter verändert sich der Reifendruck durch Kälte: Die Luft im Reifen zieht sich bei niedrigen Temperaturen zusammen, wodurch der Druck absinkt. Ein zu geringer Luftdruck kann ernsthafte Folgen haben:
- Längere Bremswege: Weniger Druck vermindert die Haftung der Winterreifen auf der Fahrbahn, insbesondere bei Schnee und Eis.
- Erhöhter Spritverbrauch: Die größere Auflagefläche des Reifens erhöht den Rollwiderstand und lässt den Verbrauch steigen.
- Schnellerer Verschleiß: Reifen nutzen sich bei falschem Luftdruck deutlich schneller ab.
Wie viel Bar auf Winterreifen sind ideal?
Der optimale Reifendruck hängt von den Herstellervorgaben Ihres Fahrzeugs ab. Diese finden Sie in der Betriebsanleitung, am Türrahmen Ihres Autos oder im Tankdeckel. Für Winterreifen sollten Sie den empfohlenen Druck um 0,2 Bar erhöhen, da Kälte den Druck natürlich reduziert. Wie Sie das Reifenalter erkennen und Ihre Reifen auf Schäden prüfen können, erfahren Sie in unserem Reifencheck.
Wie oft sollte man den Reifendruck kontrollieren?
Kontrollieren Sie den Reifendruck mindestens einmal pro Monat und vor längeren Fahrten. Moderne Reifendruck-Kontrollsysteme (RDKS) bieten zwar Sicherheit, doch sie warnen häufig erst bei starkem Druckverlust. Die manuelle Kontrolle ist daher wichtig, um schleichende Veränderungen zu erkennen. Lesen Sie hier mehr zum Reifenwechsel.
Checkliste für sicheren Reifendruck im Winter
- Bei niedrigen Temperaturen Druck erhöhen: Steigern Sie den Luftdruck Ihrer Winterreifen um etwa 0,2 Bar über den empfohlenen Wert.
- Druck immer im kalten Zustand messen: Der Luftdruck sollte gemessen werden, wenn das Fahrzeug nicht gefahren wurde, um präzise Werte zu erhalten.
- Luftdruck monatlich prüfen: Besonders im Winter kann der Wert schnell absinken, daher regelmäßige Kontrollen durchführen.
- Reifendruck-Kontrollsystem nutzen: RDKS ist ein hilfreiches Tool, sollte jedoch durch manuelle Messungen ergänzt werden.
„Die angegebenen Solldruckwerte gelten immer für den kalten Reifen. Messen Sie den Reifendruck also, bevor Sie lange Strecken gefahren sind. Ist der Reifen „warmgefahren“, verfälscht das die Druckwerte.”
„Die angegebenen Solldruckwerte gelten immer für den kalten Reifen. Messen Sie den Reifendruck also, bevor Sie lange Strecken gefahren sind. Ist der Reifen „warmgefahren“, verfälscht das die Druckwerte.”
So bleiben Sie beim Reifendruck im Winter sicher unterwegs
Winterreifen sind die Basis für Sicherheit bei Kälte, doch nur der richtige Luftdruck holt das Beste aus ihnen heraus. Indem Sie den Druck regelmäßig prüfen und etwas erhöhen, wenn die Temperaturen sinken, vermeiden Sie Risiken wie längere Bremswege oder erhöhten Spritverbrauch. Hier finden Sie weitere Tipps, wie Sie Ihr Auto winterfest machen.