Alternative Antriebsformen
Derzeit stehen dem Benziner und dem Diesel zwei Alternativen gegenüber: der Elektro- und der Gasantrieb. Es hat den Anschein, als habe sich alle Welt für die Elektrovariante entschieden. Aber ist sie auch die Bessere? Beim Gasantrieb differenziert man aktuell zwischen Pkw, die mit Erdgas (CNG – Compressed Natural Gas) betrieben werden, und Autos, die mit Flüssiggas (LPG – Liquefied Petroleum Gas), dem sogenannten Autogas, betankt werden. Nach Aussage des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) sind in Deutschland mit Stand vom 01.01.2020 371.472 LPG- und 82.198 CNG-Autos zugelassen. Dazu kommen 539.383 Hybride und 136.617 reine E-Autos. Dem stehen etwa 45 Millionen Autos mit Benzin- oder Dieselmotoren gegenüber.
Norwegen setzt auf Elektromobilität
Norwegen, ein Land mit nur 5,2 Millionen Einwohnern, ist weltweit Vorreiter, wenn es um den Anteil zugelassener E-Autos geht. Nahezu 150.000 der rund 2,6 Millionen Fahrzeuge sind hier elektrobetrieben. Darüber hinaus zeigen die Skandinavier, wie Anreize einen positiven Einfluss haben können. Beim Kauf eines Benziners, eines Diesels oder eines mit LPG oder CNG betriebenen Autos verlangt Vater Staat 85% Luxussteuer, der Erwerb eines Elektroautos hingegen wird mit dem Erlass der Mehrwertsteuer belohnt und der Besitzer von der Kfz-Steuer befreit.
Fahrer von elektrobetriebenen Autos können kostenlos parken, umsonst Strom laden, zahlen keine Maut für Tunnel und Fähren und dürfen in manchen Städten zur Rushhour die Busspur benutzen.
Woran es in Deutschland mangelt
Obwohl die Neuzulassungen rein elektrisch betriebener Fahrzeuge in Deutschland innerhalb des letzten Jahres um 220% anstiegen, liegt der Anteil von E-Autos an Neuwagenzulassungen trotzdem bei nur 0,75%. Der Grund liegt auf der Hand: Immer wieder werden die Steuerprivilegien für LPG- und CNG-Fahrzeuge neu diskutiert und nur für einige Jahre gewährt. Dazu kommt, wie bei den Elektroautos, eine wackelige Infrastruktur.