11. April 2018
Kommentare: 1
Kategorie: Gesundheit

Osteoporose – die unterschätzte Gefahr

-- Lesezeit 3 Minuten -- 

In Deutschland leiden etwa sechs Millionen Menschen an Osteoporose. Jede dritte Frau und jeder fünfte Mann über 50 Jahren sollen betroffen sein. Unser Experte Rainer Falch erklärt, wie man vorbeugen kann.

Schwache Knochen, die leichter brechen: So zeigt sich Osteoporose,  auch Knochenschwund genannt. Die Knochendichte nimmt ab, der Feinaufbau der Knochen verändert sich, die Knochen werden porös und brechen leichter. Ein gewisser Abbau von Knochensubstanz ist mit zunehmendem Alter normal. Dieser Prozess beschleunigt sich bei Frauen häufig um die Wechseljahre herum. Wenn der Hormonspiegel sinkt, geht auch ein gewisser Schutz gegen den Knochenabbau verloren.

Problem Knochenbrüche 

Osteoporose  kann vor allem für ältere Menschen zum Problem werden, weil Knochenbrüche im Alter schlechter ausheilen und meist schwerwiegendere Folgen haben als bei jungen Menschen. Brüche an den Wirbelkörpern sind ein Grund dafür, dass viele ältere Menschen eine gebückte Haltung haben und manche einen „Buckel“ im oberen Bereich der Wirbelsäule bekommen. Neben den Wirbelkörpern sind öfter auch das Handgelenk, der Oberarm oder der Oberschenkel betroffen.

Oft spät bemerkt 

Das Heimtückische an dieser Erkrankung ist, dass der Knochenschwund schleichend fortschreitet und Betroffene oft erst spät bemerken, dass etwas nicht stimmt. Das ist meist der Fall, wenn starke Schmerzen oder der erste Knochenbruch auftreten – bis dahin können zehn oder mehr Jahre vergehen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt die Osteoporose übrigens zu den zehn wichtigsten Erkrankungen der Gegenwart.

Was deutet auf eine Erkrankung hin? Ein erster Hinweis könnte sein, dass Sie bei einer Größenmessung feststellen, dass Sie um zwei bis drei Zentimeter  kleiner geworden sind oder stärkere Schmerzen z. B. im Bereich der Wirbelsäule haben. In diesem Fall könnte man beim nächsten Arztbesuch darum bitten, die Knochendichte zu bestimmen.

Vorbeugung 

Erhöhter Alkoholkonsum, Rauchen sowie Bewegungsmangel erhöhen das Risiko an Osteoporose zu erkranken. Unzureichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D spielen ebenfalls eine Rolle. Vorbeugend sollten Sie deshalb am besten mit dem Rauchen aufhören und Alkohol nur in Maßen konsumieren.

Achten Sie zudem auf eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung. Nehmen Sie regelmäßig in sinnvoller Dosis – rund 30 Minuten - Sonnenbäder und bewegen Sie sich möglichst täglich am besten auch im Freien. Ein zweimal in der Woche durchgeführtes gezieltes Krafttraining z. B.  in einem gesundheitsorientierten Fitness-Studio stellt ebenfalls eine sinnvolle Maßnahme dar. Empfehlen kann ich zudem Walken, Nordic Walking, Wandern, Tanzen und Fitnesskurse wie beispielsweise Yoga und Pilates.

Vorsichtig ist geboten bei allen Sportarten, die höhere unkontrollierbare Knochen- und Gelenkbelastungen sowie eine erhöhte Sturz- und Verletzungsgefahr mit sich bringen wie Fußball, Handball, Basketball, Volleyball, Inlineskaten und Ski alpin.

Gastautor: Rainer Falch

Diplomsportlehrer, Sportwissenschaftler und Buchautor

1 Kommentar
Karin M. schrieb:
13. April 2018 um 07:10 Uhr

All das Geschilderte ist mit mir geschehen. Bin auch HUK-KV-Mitglied. Osteoporose-Werte unter der Grenze, Knochenfraktur in LWS. 5 cm geschrumpft. Ich habe Angst vor der Zukunft. Vitamin D3 nehme ich seit 10 Jahren, soll jetzt Alendronsäure nehmen, aber die Nebenwirkungen...

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