5. Oktober 2017
Kategorie: Ihr Fahrzeug

Rund ums Elektroauto: Was sollte man wissen? Teil 2: Akku

China hat jüngst angekündigt, eine verbindliche Quote für Elektroautos einzuführen. Ab 2019 müssen große Hersteller für zehn Prozent ihrer Wagen eine Elektroquote erfüllen. Das dürfte der Entwicklung und Produktion von Elektroautos weltweit Auftrieb geben. Wer sich für ein Elektroauto interessiert, ist jedoch zunächst mit Begriffen wie Kilowattstunde oder Typ2-Ladestecker konfrontiert. Wir erklären, was dahinter steckt. Teil 2: Rund um den Akku

Im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren erfolgt der Antrieb eines Elektroautos über die Batterie. Und deren Kapazität und Qualität beeinflusst die Reichweite entscheidend. Grund genug, sich das Herzstück des Elektroautos näher anzuschauen.

Der Akku

Der Akku besteht aus zusammengeschalteten Elementen, die elektrische Energie speichern. Für das Gewicht des Akkus ist die Energiedichte entscheidend. Sie bezeichnet die Energiemenge, die pro Kilogramm gespeichert werden kann. 2016 lag der Schnitt laut einer Studie der Beratungsfirma Horváth & Partners bei 98 Wattstunden pro Kilogramm, abgekürzt Wh/kg. Je geringer die Energiedichte, desto mehr Akkuelemente müssen verbaut werden und desto höher das Gewicht.

Der aktuell gängige Standard bei Elektrofahrzeugen sind Lithium-Ionen-Akkus. Im Vergleich zu konventionellen Blei- und Nickel-Metallhydrid-Akkus bietet sie eine höhere Leistungs- und Energiedichte und können aus jedem Ladezustand nachgeladen werden. Denn anders als bei konventionellen Autos sollte man die Batterie von Elektroautos nie ganz leer fahren.

Ein Nachteil ist jedoch ihr relativ hoher Preis: Obwohl die Kosten in den letzten Jahren erheblich gesunken sind, kosteten sie die Hersteller im vergangenen Jahr Expertenschätzungen nach im Schnitt immer noch 225 Euro pro kWh. Selbst bei kleineren Fahrzeugmodellen mit 20 bis 30 kWh kostet allein die Batterie demnach um die 6.000 Euro.

Die Reichweite

Die Reichweite eines Elektroautos wird von der Kapazität des Akkus beeinflusst. Diese wird in der Maßeinheit Kilowatt beziehungsweise Kilowattstunde/kWh angegeben. Die meisten E-Autos haben Akku-Kapazitäten zwischen 20kWh und 60 kWh, beim Tesla sind es bis zu 100 kWh. Wie lange die Batterieladung reicht, hängt natürlich im konkreten Fall vom Fahrzeugmodell, Witterungs- und Streckenbedingungen, Beladung und Fahrweise ab. Meist liegt Stromverbrauch im Bereich von 12 bis 20 kWh auf 100 Kilometern.

Es ist davon auszugehen, dass sich die Reichweiten von Elektrofahrzeugen weiter verbessern. So lag die durchschnittliche Reichweite aller 2016 verkauften Elektrofahrzeuge entsprechend den Herstellerangaben bei zirka 270 Kilometer. Vier Jahre zuvor waren es noch 110 Kilometer weniger.

Lesen Sie auch: Teil 1 - Elektroauto laden

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Eva-Maria Sahm

Unternehmenskommunikation

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