1. April 2016
Kommentare: 2
Kategorie: Wissen

Hochwasser, Teil 3: Prävention statt Zwang

Nach den Hochwasserkatastrophen 2002 und 2013 war eine Pflichtversicherung für Elementarereignisse bereits von der Regierung diskutiert und anschließend verworfen worden. Die Gründe, die gegen eine Pflichtversicherung sprechen sind vielfältig. Lesen Sie hier den letzten Teil unserer 3-teiligen Serie zum Thema Hochwasser. 

Mehr Bürokratie und mehr Kosten

Eine Pflichtversicherung kostet Geld und schafft zusätzliche Bürokratie. Der Staat müsste die Hauseigentümer kontrollieren und bei Bedarf mit Geldstrafen belegen. Dies ginge zu Lasten des Steuerzahlers. Zudem würde eine solche Versicherung die Kosten der Wohngebäudeversicherung erhöhen, weil auch hohe Risiken in die Deckung zu erschwinglichen Prämien mit aufgenommen werden müssen.

Risiko in Deutschland bereits gut versichert

Nach Angaben des GDV sind 99 Prozent der Risiken in Deutschland mit Standardprodukten, die Elementarrisiken decken, versicherbar. Für die restlichen Risiken sind individuelle Lösungen möglich, wenn zusätzliche vorbeugende Maßnahmen umgesetzt werden. Also hat jeder die Möglichkeit, sich privat zu versichern.

Prävention statt Zwang

Pflichtversicherungen nehmen den Anreiz, selbst für Schutzmaßnahmen zu sorgen. Schließlich wird im Schadenfall immer gezahlt. Das betrifft auch Gemeinden, die Bauland in überschwemmungsgefährdeten Gebieten ausweisen. Der Ansporn für kostspielige aber erforderliche Präventionsmaßnahmen würde fehlen.

Nicht zuletzt ist eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden ein Eingriff in den Grundsatz der Vertragsfreiheit. Nach Aussage des Bundesverfassungsgerichts sind Pflichtversicherungen erlaubt, sofern sie „legitime Zwecke des Gemeinwohls“ verfolgen. Diese Voraussetzung ist bei Hochwasser-Schäden mitunter nicht gegeben.

Lesen Sie auch Teil 1 und Teil 2 unserer 3-teiligen Serie zum Thema Hochwasser.

Autorin: Sabrina Schmidt

Unternehmenskommunikation

 

2 Kommentare
Jürgen Biermann schrieb:
30. Mai 2016 um 21:30 Uhr

Sehr interessant, Ihre Beiträge und Erläuterungen zu diversen potentiellen Problemfällen.

Mich würde interessieren, ob Sie auch Elementarversicherungen anbieten. Ich möchte jedenfalls gerne eine abschließen, meine Hausversicherung ist auf jeden Fall bei Ihnen abgeschlossen.

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Achtung: Auf dem Blog veröffentlichen und bearbeiten wir keine Anfragen zu Vertrags- und Schadenangelegenheiten. Bitte senden Sie dafür eine Mail an info@huk-coburg.de oder info@huk24.de.
Eva-Maria Sahm, HUK-COBURG schrieb:
31. Mai 2016 um 09:32 Uhr

Lieber Herr Biermann,

vielen Dank für Ihr Vertrauen und Ihr Interesse an einer Elementarschadenversicherung. Unter folgendem Link können Sie sich über die Leistungen informieren und sich ein Angebot rechnen lassen:

https://www.huk.de/produkte/gebaeudeversicherung/elementarschadenversicherung.jsp

Für weitere Fragen und eine persönliche Beratung finden Sie dort auch einen Ansprechpartner in Ihrer Nähe.

Viele Grüße,
Eva-Maria Sahm
HUK-COBURG

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