Ich war kurzsichtig. Nichts dramatisches, aber mit -1,75 Dioptrien sah ich zumindest in die Ferne so schlecht, dass viele Dinge, wie Autofahren oder Sport nur mit Brille oder Kontaktlinsen möglich waren.
Das ist vorbei. Meine Augen wurden einer Laseroperation unterzogen.
Wenn man eine Brille nicht als modisches Accessoire betrachtet, ist sie doch eher ein notwendiges Übel. So empfand ich das zumindest immer.
Bei bestimmten Aktivitäten, wie zum Beispiel Schwimmen oder Motorradfahren waren Brille aber auch Kontaktlinsen immer besonders unpraktisch.
Daher befasste ich mich immer wieder mit der Alternative Laseroperation. Zögern ließen mich 2 Dinge: das Risiko und die Kosten.
Ohne extremen Leidensdruck an den Augen herumschneiden zu lassen – keine leichte Entscheidung. Obwohl solche Eingriffe heute Routine sind, Risiken gibt’s immer. Meine Sehfähigkeit im schlechtesten Fall durch Komplikationen zu gefährden, das machte mir Sorgen.
Auch wenn das Internet zu jedem Thema viel an Informationen und Bewertungen hergibt, bei dieser Entscheidung brauchte ich Hilfe aus der realen Welt. Ich erkundigte mich bei meiner Krankenversicherung und fragte nach Erfahrungen bei Freunden und Familie.
Mein Fazit: Ich mache es.
Beim ersten Besuch in der Klinik wurden von Optiker und Arzt umfangreiche Augenuntersuchungen gemacht. Empfohlen wurde mir die Lasik-Methode, welche derzeit auch am häufigsten durchgeführt wird.
Man erklärte mir den kompletten Ablauf der OP und das Verhalten danach und schon hatte ich einen Termin.
Ich lag auf dem OP-Tisch und der Arzt erklärte mir jeden seiner Schritte. Der Bereich um die Augen wurde desinfiziert und ein Betäubungsmittel in die Augen getropft.
Ziemlich unangenehm war nur der Ring, der in die Augenhöhle gedrückt wurde, damit der Arzt in Ruhe loslegen konnte.
- Während ein Lappen der Hornhaut, genannt Flap, aufgeschnitten und abgehoben wurde, sah ich kurz gar nichts.
- Das Lasern selbst dauerte nur wenige Sekunden und ein Geruch von verbranntem Haar fuhr mir in die Nase.
- Dann wurde der Flap wieder auf das Auge gestrichen und geglättet.
- Die Prozedur wiederholte sich am anderen Auge – das war’s.
Nach kurzer Ruhezeit bekam ich meine Verhaltensregeln für die kommenden Tag und Wochen. Vor allem in der ersten Nacht sollte ich keinesfalls im Auge reiben, damit der Flap nicht verrutscht.
Außerdem muss man diszipliniert verschiedenste Tropfen zu festen Zeiten ins Auge geben, insbesondere um die Augen feucht zu halten. Der normale Tränenfluss wird durch den Schnitt vorübergehend gestört.
Zur Nachsorge muss ich ebenfalls, bis jetzt ist aber alles super – ich würde es wieder tun.