Frau sitzt in ihrem Auto und putzt sich die Nase
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Pollenflug am Steuer: So fahren Allergiker jetzt sicher

Was Sie jetzt wissen müssen

  • Allergiker sollten beim Autofahren auf saubere Innenräume und spezielle Pollenfilter achten.
  • Lufterfrischer können Allergien verstärken – natürliche Alternativen sind besser.
  • Regelmäßige Autowäsche und geschlossene Fenster helfen, die Pollenbelastung zu reduzieren.

Warum Allergien im Auto gefährlich werden können

Eine Allergie wie beispielsweise Heuschnupfen im Auto ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch gefährlich werden. Niesanfälle, tränende Augen oder Atemprobleme beeinträchtigen die Konzentration und erhöhen dadurch das Unfallrisiko.

„Schon ein einziger Niesanfall von etwa fünf Sekunden bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h bedeutet, dass Sie für rund 70 Meter im Blindflug unterwegs sind, was in etwa der Höhe eines 18- bis 20-stöckigen Hochhauses entspricht“, erklärt Karl Kräußlich, Marketing, HUK-COBURG. „Das Risiko für Unfälle steigt dadurch erheblich.“

Daher gilt: Wer unter einer akuten Allergie leidet, sollte das Autofahren vermeiden, da die Verkehrssicherheit beeinträchtigt werden kann. Tritt eine allergische Reaktion während der Fahrt auf, ist es ratsam, an einem sicheren Ort anzuhalten und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, wie beispielsweise die Einnahme von Medikamenten (unter Berücksichtigung möglicher Nebenwirkungen wie Müdigkeit). Setzen Sie die Fahrt erst fort, wenn die Symptome abgeklungen sind und Sie sich wieder sicher fühlen.

Allergiker-Checkliste fürs Auto: So bereiten Sie sich vor

Mit der richtigen Vorbereitung können Allergiker die Belastung durch Pollen und andere Allergene im Auto deutlich reduzieren.

Die wichtigsten Maßnahmen:

  • Innenraumfilter überprüfen: Bauen Sie einen Innenraumfilter ein, falls Ihr Auto noch keinen hat, und tauschen Sie ihn regelmäßig aus (empfohlen wird alle 12 Monate) – idealerweise auch vor Beginn der Pollensaison. Tipp: Pollenfilter mit Aktivkohle filtern nicht nur Pollen, sondern auch Schadstoffe und Gerüche aus der Luft.
  • Innenraum sauber halten: Säubern Sie Autopolster, -teppiche und den gesamten Innenraum regelmäßig, um Pollen und Staub zu entfernen. Verwenden Sie dabei hypoallergene Reinigungsmittel. Wischen Sie Armaturen und Oberflächen feucht ab und saugen Sie Fußmatten sowie den Boden gründlich. Vergessen Sie nicht die Innenseite der Windschutzscheibe, da sich dort oft Pollenstaub absetzt – hier hilft nur regelmäßiges Putzen.
  • Fenster geschlossen halten: Nutzen Sie die Klimaanlage mit eingeschaltetem Umluftmodus, um Pollen draußen zu halten.
  • Lufterfrischer vermeiden: Viele enthalten Duftstoffe, die Allergien auslösen können. Setzen Sie stattdessen auf natürliche Alternativen wie Lavendelsäckchen.
  • Autowäsche nicht vergessen: Waschen Sie das Auto regelmäßig, um Pollen von der Karosserie zu entfernen, damit diese nicht ins Fahrzeuginnere gelangen.

Tipps für Allergiker im Auto: So fahren Sie sicher und entspannt

  • Medikamente rechtzeitig einnehmen: Antiallergika können Symptome wie Niesen und tränende Augen lindern. Wählen Sie jedoch Präparate, die nicht müde machen, lassen Sie sich ärztlich beraten und lesen Sie die Hinweise im Beipackzettel.
  • Fahrten bei starkem Pollenflug vermeiden: Planen Sie Ihre Fahrten – möglichst außerhalb der Hauptpollenzeiten – am Morgen und Abend. Stellen Sie Ihr Auto nicht unter Bäumen ab, um Pollenansammlungen auf der Karosserie zu minimieren. Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, sollten Sie Ihr Auto in der Garage parken.
  • Feuchttücher bereithalten: Diese helfen, Pollen von Händen und Gesicht zu entfernen.
  • Richtig verstauen: Packen Sie Jacke, Schal und Co., die mit Pollen oder anderen Allergenen besetzt sein könnten, während der Fahrt in den Kofferraum statt auf den Beifahrersitz oder auf die Rückbank.
  • Sonnenbrille tragen: Eine Sonnenbrille schützt die Augen nicht nur vor zu viel Licht, sondern kann auch vor dem Eindringen von Pollen schützen.
HUK-COBURG-Experte Karl Anführungszeichen Icon

„Eine gute Vorbereitung ist das A und O für Allergiker, um sicher und entspannt ans Ziel zu kommen.“

Mehr zu unserem Experten

Karl Kräußlich
Marketing, HUK-COBURG
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Karl Kräußlich
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Können Lufterfrischer Allergien auslösen?

Ja, viele Lufterfrischer enthalten Duftstoffe oder chemische Zusätze, die Allergien verstärken können. Besonders bei empfindlichen Personen können sie Reizungen der Atemwege oder allergische Reaktionen auslösen. Besser sind duftfreie Varianten oder natürliche Alternativen. Lesen Sie hier, wie Sie Gerüche aus Ihrem Auto entfernen – ganz ohne Lufterfrischer.

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