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Autoschlüssel mit HUK-COBURG Anhänger

eCall

Seit April 2018 Pflicht in allen neuen Automodellen

Den eCall gibt es jetzt serienmäßig

Dieses Jahr wird der eCall, ein integriertes Notrufsystem, in jedem neuen Automodell Pflicht. Seine Aufgabe: Im Straßenverkehr zahlreiche Leben zu retten. Aber auch Autofahrer älterer Modelle müssen nicht auf Sicherheit verzichten: Der Unfallmeldedienst der HUK-COBURG ist eine eCall-ähnliche Lösung mit automatischen Notruf, der sich ganz einfach in fast jedes Auto installieren lässt.

Unfallmeldestecker

Mit dem Stichtag 31. März zählt der eCall, ein integriertes Notrufsystem, serienmäßig zur Pflichtausstattung in allen neuen Automodellen. Das wurde von der Europäischen Union im Frühjahr 2015 beschlossen, um „die Verkehrssicherheit in allen 28 Mitgliedsstaaten zu verbessern“, so Olga Sehnalová, Abgeordnete des Europäischen Parlamentes. Bei einem Unfall löst der eCall automatisch einen Notruf aus, Polizei und Rettungsdienste werden alarmiert und können schneller vor Ort sein. Die Rettungszeit soll sich so um circa 40% in Stadtgebieten und 50% in ländlichen Gegenden verkürzen.

Die EU hofft, damit die Zahl der Verkehrstoten in Europa um 10% zu senken und die Schwere von Verletzungen im Straßenverkehr zu reduzieren.

Der Unfallmeldedienst: die eCall-Alternative für ältere Fahrzeugmodelle

Doch was machen Fahrer eines Autos ohne eCall? Sie können ihre Autos einfach und günstig mit einer eCall-ähnlichen Lösung nachrüsten: dem Unfallmeldedienst (UMD) der HUK-COBURG. Er besteht aus einem Unfallmeldestecker und der Unfallmelde-App. Der mit Crash-Sensoren ausgestattete Stecker wird in der 12V-Steckdose im Auto platziert. Erkennt der Unfallmeldestecker einen Verkehrsunfall in Deutschland, wird automatisch ein Alarm über die App gesendet. Daraufhin wird eine Sprechverbindung über das Smartphone mit dem Schaden-Team der HUK-COBURG hergestellt. Informationen wie Standort und Schwere des Unfalls werden automatisch übermittelt. Das Schaden-Team klärt mit dem Kunden vor Ort dann die weiteren erforderlichen Maßnahmen ab. Falls es den Kunden telefonisch nicht erreicht, informiert das Schaden-Team die Rettungskräfte, wenn es nach den Umständen von einem schweren Verkehrsunfall ausgehen muss.

Ein manueller Unfallalarm ist über die App übrigens ebenfalls möglich. Dazu wählt man in der App einfach „Rettung anfordern“ oder „Hilfe bei Unfall/Panne“. Auch in diesen beiden Fällen wird der Autofahrer mit dem Schaden-Team verbunden.

Schnelle Hilfe; Direkte Verbindung; Kostengünstig; Flexibel; Praktisch

Schnelle, unkomplizierte Hilfe in einer Notsituation

Tim Görsch (27) aus Gau-Odernheim ist ein Vielfahrer, er fährt die Strecke, auf der ihm der Unfall passierte, jeden Tag. Anfang vergangenen Jahres fuhr er auf dem Nachhauseweg zu weit auf eine Kreuzung, das von links kommende Auto krachte ihm in die vordere Wagenseite. Görsch kam mit dem Schrecken davon, weder er noch der andere Fahrer wurden verletzt. Direkt nach dem Unfall klingelte sein Handy, erinnert er sich, eine freundliche Stimme des Schaden-Teams des Unfallmeldedienstes fragte ihn, ob alles in Ordnung sei. Görsch musste in dieser Schrecksituation nicht mehr tun, als zu sagen, dass er keinen Krankenwagen, wohl aber einen Abschleppdienst benötige. „Der Vorteil war einfach der, dass ich selbst nichts machen musste. Die haben angerufen, haben gefragt, was ich brauche, und haben mir dann die Hilfe, die ich benötigt habe, zugeschickt“, sagt Görsch.

Schnelle, automatische Hilfe im Notfall

Warum Stefan Gaßmann (33) an diesem Novemberabend im vergangenen Jahr auf der Autobahn ins Schlingern kam und gegen die Leitplanke fuhr? Er weiß es nicht mehr. Woran er sich erinnert, ist, wie sein Auto sich danach überschlägt und außer Sichtweite der Autobahn 50 Meter entfernt auf einem Feld landet. Schwer verletzt findet er sein Handy nicht, steigt aus und versucht Hilfe zu holen. Doch auf der Autobahn hält keines der vorbeifahrenden Autos an. Ohne dass er es zu diesem Zeitpunkt weiß, hat der Unfallmeldedienst jedoch schon automatisch einen Notruf abgesetzt und seinen Standort durchgegeben. Die Polizei ist wenig später vor Ort, dann der Krankenwagen. „Ohne den Unfallmeldedienst wäre die Rettung deutlich später gekommen, wenn überhaupt Rettung gekommen wäre“, sagt er ein Jahr später.

Die „Golden Hour of Shock“ – so wichtig sind die ersten 60 Minuten nach einem Unfall

Aber warum ist eigentlich jede Minute nach einem Unfall so wichtig? Dr. Markus Gondert, Unfallchirurg im Unfallkrankenhaus Berlin, sagt: „Je früher wir vor Ort sind, desto besser für den Patienten.“ Vergeht zwischen Unfall und Ankunft im Krankenhaus mehr als eine Stunde, drohen dem Verunfallten schwerwiegende körperliche Schäden, zum Beispiel multiples Organversagen. Diese 60 Minuten sind daher eine Richtlinie für Feuerwehr und medizinische Rettungskräfte, sie wird die „Golden Hour of Shock“ genannt.

Die „Golden Hour of Shock“ lässt sich in drei Phasen à 20 Minuten aufteilen, in denen Alarmierung der Rettungskräfte, Anfahrt zum Unfallort sowie Bergung der Verletzten, Erstversorgung und Transport ins Krankenhaus erfolgen sollten. Der automatische Notruf des  UMD der HUK-COBURG unterstützt in der ersten Phase der Golden Hour of Shock, d. h. bei der Alarmierung der Rettungskräfte. Durch die Informationen zum Standort des Fahrzeugs finden Rettungskräfte die Unfallstelle zudem schneller und sparen auch bei der Anfahrt zum Unfallort wertvolle Zeit. Denn: Schnelle Hilfe bei einem Verkehrsunfall kann Leben retten.

Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

Der Unfallmeldedienst sammelt keine Daten zum Fahrverhalten. Nur bei einem Unfallalarm werden wichtige Daten, wie Standort, Uhrzeit und Schwere des Unfalls übermittelt, um eine schnelle Alarmierung und Anfahrt der Rettungskräfte sicherzustellen.

Nützliche Links für weitere Informationen

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