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Autoschlüssel mit HUK-COBURG Anhänger

eCall

Ab 2018 eCall in allen Neuwagen

Der eCall kommt ab 2018 serienmäßig

Inhaber von Gebrauchtwagen können auf Alternativen ausweichen – z. B. auf unseren Unfallmeldedienst (UMD)

eCall – Unfallmeldestecker

Ab April 2018 ist der eCall, ein integriertes Notrufsystem, in allen neuen Automodellen serienmäßig verbaut. Das wurde von der Europäischen Union im Frühjahr 2015 beschlossen, um „die Verkehrssicherheit in allen 28 Mitgliedsstaaten zu verbessern“, so Olga Sehnalová, Abgeordnete des Europäischen Parlamentes. Bei einem Unfall löst er automatisch Alarm aus, Polizei und Rettungsdienste werden aktiviert. So kann bei vielen Unfällen schneller Hilfe verständigt werden. Die EU hofft, durch den eCall Rettungsmaßnahmen schneller in die Wege zu leiten, die Zahl der Verkehrstoten in Europa um 10% zu senken und die Schwere von Verletzungen im Straßenverkehr zu reduzieren. Konkret heißt das, dass Rettungskräfte viel schneller an der Unfallstelle eintreffen können. Die Rettungszeit soll sich so um circa 40% in Stadtgebieten und 50% in ländlichen Gegenden verkürzen. Die EU geht davon aus, dass so bis zu 2.500 Menschenleben gerettet werden könnten und es in zehntausenden Fällen zu weniger Schwerverletzten kommen wird.

Der eCall soll die sogenannte Golden Hour of Shock weiter verkürzen. Die Golden Hour ist eine Richtzeit von 60 Minuten, die zwischen Unfall und Eintreffen in der Klinik nicht überschritten werden sollte. Während dieser Stunde finden unter anderem die Anfahrt der Rettungskräfte an die Unfallstelle, die Befreiungsöffnung, die Erstversorgung sowie der Transport des Verletzten in die Klinik statt.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Zahlen der Verkehrstoten in Deutschland kontinuierlich sinken. 2016 starben 3.214 Menschen auf Deutschlands Straßen – der niedrigste Stand seit 60 Jahren. Dennoch sollte man sich bei einem solchen Thema nie zufriedengeben. Die Bundesregierung hatte sich bis 2020 zum Ziel gesetzt, die Zahl der Verkehrstoten um 40% zu senken. Bei einem Fahrzeugbestand von insgesamt 62,6 Millionen in der Bundesrepublik ist dies als ein positives Zeichen auf dem Weg zu einer „Vision Zero“ zu bewerten.

Wie funktioniert das Ganze? Das im Fahrzeug eingebaute System ruft automatisch die europaweit einheitliche Notrufnummer 112 und übermittelt einen Minimaldatensatz an eine Notrufzentrale. Gleichzeitig wird eine Sprachverbindung zum Autofahrer und den Insassen aufgebaut, um sie, falls ansprechbar, direkt nach möglichen Verletzungen zu fragen. Der eCall kann aber auch manuell ausgelöst werden. Mithilfe eines Knopfs im Auto könnten zum Beispiel auch Zeugen eines schweren Unfalls den Notruf auslösen.

Dabei soll der Datenschutz nicht vernachlässigt werden. Das System wird nur wenige Daten übermitteln, darunter Ort und Zeitpunkt des Unfalls, die Fahrtrichtung, die Zahl der Insassen und die Art des Treibstoffs. Ungenutzte Informationen sollen kontinuierlich gelöscht werden, um Datenmissbrauch und die Erstellung von Bewegungsprofilen zu verhindern. „eCall ist ausdrücklich ein sogenanntes schlafendes Notrufsystem – Positionsdaten werden nur im Falle eines Notfalls übermittelt“, sagte die Sprecherin der Sozialdemokraten im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz, Evelyne Gebhardt, kurz nach der Verabschiedung des neuen Gesetzes.

Ab 2018 eCall in allen Neuwagen – Alternativen für Gebrauchtwagenfahrer sind auch schon auf dem Markt

Das hört sich alles gut und wünschenswert an. Jedoch gaben 2016 lediglich 5% der Pkw-Halter an, dass ihr Auto über einen eCall beziehungsweise eine alternative SOS-Funktion verfügt. Was also tun, wenn ein Auto keinen integrierten Notruf hat, weil es sich um ein älteres Modell handelt, man aber trotzdem nicht auf eine solche Technologie verzichten möchte?

UMD Unfallemldestecker inkl. Abbildung der Unfallmelde-App

Eine Möglichkeit, Gebrauchtmodelle mit einer eCall-ähnlichen Lösung nachzurüsten, ist unser Unfallmeldedienst (UMD). Dieser besteht aus einem Unfallmeldestecker und der Unfallmelde-App. Die Installation ist kinderleicht: Der Stecker kommt einfach in den Zigarettenanzünder im Auto und wird mit dem Smartphone gekoppelt. Erkennt der Crashsensor des Steckers einen Verkehrsunfall, sendet er Informationen dazu über Bluetooth an die Unfallmelde-App auf dem Handy. Diese schickt Informationen zu dem Standort, der Fahrtrichtung und Unfallschwere an ein Schaden-Team. Gleichzeitig baut die App eine Sprachverbindung zum Schaden-Team auf. Das Schaden-Team versucht dann, mit dem Fahrer telefonisch das weitere Vorgehen zu klären – situationsabhängig werden Rettungskräfte verständigt.

Ein manueller Unfallalarm ist über die App ebenso möglich. Dazu wählt man in der App einfach „Rettung anfordern“ oder „Hilfe bei Unfall/Panne“. Auch in diesen beiden Fällen wird der Autofahrer mit dem Schaden-Team verbunden. So werden wiederum Rettungskräfte verständigt oder ein Abschleppwagen organisiert.

 

Übrigens: Den Unfallmeldedienst – UMD erhalten Sie von uns mit einer Autoversicherung für lediglich 9 € im Jahr. Wenn Sie bereits mit Ihrem Pkw bei uns versichert sind, können Sie den Unfallmeldedienst als Ergänzung zu Ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung erhalten. Rufen Sie uns kostenlos unter 0800 2153153* an.

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Bitte beachten Sie: Nur eine persönliche Beratung garantiert Ihnen einen bedarfsgerechten Versicherungsschutz.

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