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Kfz-Zulassung

Ratgeber

Kfz-Zulassung: So bleiben Sie entspannt

Endlich - der lang ersehnte Neuwagen ist da. Voller Besitzerstolz fiebern Sie der Jungfernfahrt entgegen. Sie haben schon den lieferfrischen Innenraumgeruch in der Nase. Jetzt müssen Sie nur noch die unvermeidliche Anmeldeprozedur hinter sich bringen!

 

Vorbereitung ist alles

Um sich lange Wartezeiten zu ersparen, haben Sie den Termin in der Zulassungsstelle online gebucht. Auch den Zulassungsantrag haben Sie sich bereits vorab aus dem Internet heruntergeladen und ausgefüllt. Jetzt sitzen Sie im Wartesaal und gehen sicherheitshalber noch einmal die Dokumente durch:

Personalausweis, Fahrzeugbrief, eVB-Nummer (die elektronische Versicherungsbestätigung Ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung) und - weil es sich um einen Importwagen handelt - die CoC-Papiere (EG Übereinstimmungsbescheinigung; liegt dem Neuwagen im Normalfall bei oder kann beim Hersteller angefordert werden). Schließlich noch die Einzugsermächtigung für die Abbuchung der Kfz-Steuer. Alles vollständig, da sind Sie sich ganz sicher.

Kurze Zeit später begutachtet die freundliche Sachbearbeiterin Ihren Personalausweis. Plötzlich verfinstert sich ihr Gesicht: „Der Personalausweis ist seit zwei Wochen abgelaufen. Tut mir leid, aber so kann ich das Auto nicht zulassen.“

Wer gut gelaunt in die Kfz-Zulassungsstelle hinein- und auch wieder hinausgehen möchte, sollte nicht nur an die Vollständigkeit seiner Dokumente denken, sondern auch an deren Gültigkeit. Deshalb lieber zweimal hinschauen - oder die komplette Zulassung einfach in die Hände Dritter geben (oft bietet sich das Autohaus dafür an; ansonsten kann das auch eine Privatperson oder ein gewerblicher Kfz-Zulassungsdienst übernehmen). Dann aber unbedingt an die Vollmacht denken! Vordrucke können Sie von den Internetseiten vieler Zulassungsstellen herunterladen.

 

In 5 Schritten zur Kfz-Zulassung

Nehmen wir an, Ihre Dokumente sind komplett und gültig. Wie geht’s dann weiter?

  1. Sie unterschreiben den Zulassungsantrag und bekommen ein Kennzeichen zugeteilt (sofern Sie kein Wunschkennzeichen reserviert haben. Dazu unten mehr).
  2. Sie bezahlen die Zulassungsgebühr (rund 26 Euro, die genauen Preise variieren).
  3. Sie lassen die Schilder gegen Vorlage der Quittung bei einem der umliegenden Dienstleister prägen (10-25 Euro je Schild, auch hier variieren die Preise erheblich).
  4. Sie gehen zum Ausgabeschalter und lassen sich die gesiegelten Kennzeichen aushändigen.
  5. Sie nehmen die Fahrzeugpapiere in Empfang.

Fertig!

 

Gebrauchtwagen und Wiederzulassung

Sie möchten einen Gebrauchtwagen anmelden, der bisher nicht in Ihrem Heimatkreis zugelassen war? Oder ein Fahrzeug wieder zulassen, das zwischenzeitlich außer Betrieb gesetzt worden war? Dann brauchen Sie folgende Dokumente:

  • Personalausweis oder Reisepass mit Meldebestätigung
  • eVB-Nummer (elektronische Versicherungsbestätigung)
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (der ehemalige Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (der ehemalige Fahrzeugbrief)
  • HU-Prüfbericht oder Eintrag im Fahrzeugschein
  • Bisherige Kennzeichen  (falls der Gebrauchtwagen noch zugelassen ist)
  • Einzugsermächtigung für die Kfz-Steuer.

Wenn Sie das Fahrzeug als Firmenwagen anmelden wollen, müssen Sie den Handelsregisterauszug oder die Gewerbeanmeldung mitbringen.

 

Was Sie schon immer über Kfz-Kennzeichen wissen wollten …

Wie komme ich zu meinem Wunschkennzeichen?

Bei einem Neuwagenkauf übernehmen oft die Autohäuser die Reservierung. Ansonsten empfiehlt sich eine Vorab-Reservierung über die Internetseite Ihrer Zulassungsbehörde. So verzögern Sie den Anmeldeprozess vor Ort nicht unnötig. Die Reservierungsfrist ist unterschiedlich lange; oft lässt sich die Reservierung gegen Gebühr verlängern.

 

Wie komme ich zu einem verkleinerten Kennzeichen?

Nur sehr schwer. Voraussetzung ist, dass am Fahrzeug eindeutig kein Platz für ein Kennzeichen mit dem gesetzlichen Mindestmaß vorhanden ist und auch ein Kennzeichen in "Engschrift" noch zu groß wäre; dass Veränderungen am Fahrzeug technisch nicht möglich und zulässig sind (Gutachten erforderlich); dass die Kosten des Umbaus über 5 % des aktuellen Fahrzeugwertes liegen.

 

Was hat es mit den „Retrokennzeichen“ auf sich?

Seit Ende 2012 können die Länder beim Bund wieder die alten Ortskennzeichen beantragen, die bei Gebietsreformen weggefallen waren. Damit soll die regionale Identität gestärkt werden. Rund 300 der ehemaligen Kürzel sind inzwischen genehmigt worden - von ANG für Angermünde in Brandenburg bis zu ÖHR für Öhringen in Baden-Württemberg.

 

Tipp: eVB einfach online schicken lassen

Sie suchen noch eine günstige Kfz-Versicherung? Über unseren Tarifrechner ermitteln Sie Ihren individuellen Wunschtarif mit wenigen Klicks. Einfach Fahrzeugart auswählen und auf „Beitrag berechnen“ klicken. Ihre Versicherungsbestätigung (7-stelliger eVB-Code) bekommen Sie dann zeitnah per E-Mail zugesandt.

Nützliche Links für weitere Informationen: