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Farben von Versicherungskennzeichen

Schwarz-blau-grün: Was bedeutet der Farbwechsel bei Moped- und Rollerkennzeichen?

Seit 1. März 2017 sind sie schwarz, im Vorjahr waren sie grün, im Jahr davor blau: Die Farbe von Roller- und Moped-Kennzeichen ändert sich ständig. Haben Sie sich auch schon gefragt, wie sich dieser chamäleonartige Farbwechsel erklären lässt?

Mopeds müssen haftpflichtversichert sein

Versicherungskennzeichen in den Farben schwarz, grün und blau für Mopeds & Roller

Die Antwort hat mit dem Versicherungsstatus der Gefährte zu tun: Als Halter eines Kleinkraftrades brauchen Sie zwar keine Zulassung und sind auch nicht steuerpflichtig, um aber am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen, benötigen Sie ein Versicherungskennzeichen.Mit diesem, auch als „Moped-Kennzeichen“ bekannten Schild weisen Sie nach, dass Ihr Gefährt haftpflichtversichert ist. Damit sind alle Personen-, Sach- und Vermögensschäden abgesichert, die Ihr Moped oder Roller bei Dritten verursacht.

Versicherungsschutz gilt nur ein Jahr

Wieso jetzt aber der Farbwechsel? Weil der Versicherungsschutz grundsätzlich nur für ein Jahr gilt und nicht automatisch verlängert wird. Der Gültigkeitszeitraum entspricht dem Versicherungsjahr, das immer am 1. März beginnt und am 28.02. oder 29.02. des Folgejahres endet.

Weil jedem Jahr eine bestimmte Farbe zugeordnet ist, lässt sich schon von weitem erkennen, ob Ihr Moped oder Roller den vorgeschriebenen Versicherungsschutz hat.

Wenn Sie ohne gültiges Versicherungskennzeichen angetroffen werden, machen Sie sich strafbar. Nach § 6 Pflichtversicherungsgesetz drohen Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr oder Geldstrafen.

Häufige Fragen zum Versicherungskennzeichen

Heißt das, ich muss mich als Mopedfahrer jedes Jahr um ein neues Moped-Kennzeichen kümmern?

Ja, das lässt sich leider nicht vermeiden. Aber der Aufwand hält sich in Grenzen: Bei vielen Versicherern können Sie das Mofa-, Moped- oder Rollerkennzeichen bei der Vertrauensperson oder der Geschäftsstelle in Ihrer Nähe abholen. Ein Moped- Kennzeichen bekommen Sie auch bei vielen Banken, Sparkassen und Automobilclubs oder online. Und dann einfach anschrauben und losfahren.

Was kostet die Versicherung?

Günstig fahren Sie mit der HUK-COBURG – hier bekommen Sie eine Mopedversicherung für das Versicherungsjahr 2017/2018 schon ab 39 €.

Aber wenn sich die Farbabfolge 3 Jahre wiederholt – lädt das nicht zu Missbrauch ein?

Nein, denn im unteren Rahmen des Schildes ist das Versicherungsjahr eingeprägt, aktuell z. B. „GDV 2017“ (für „Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft“).

Und was, wenn ich die Versicherung erst zum 1. Mai oder 1. Juni abschließen will, weil ich das Wetter vorher noch nicht Moped-tauglich finde?

Dann gilt der Versicherungsschutz erst ab diesem Zeitpunkt, endet aber dennoch zum Ablauf des Versicherungsjahres Ende Februar des Folgejahres. Wer im März oder April kein Moped braucht, spart mit einem späteren Versicherungsbeginn also auch Beiträge.

Was bedeuten die Zahlen und Buchstaben auf dem Schild?

Ein Versicherungskennzeichen ist 10,1 Zentimeter breit und 13 Zentimetern hoch. In der ersten Zeile stehen drei Ziffern, in der zweiten drei Buchstaben. Anhand der Buchstabenkombination können Sie ablesen, bei welchem Anbieter das Fahrzeug versichert ist.

Welche Versicherung hinter einer Buchstabenkombination steckt, können Sie auf der Webseite des GDV online abfragen. Oder Sie wählen den Zentralruf der Autoversicherer unter 0180-25026.

Wo befestige ich das Kennzeichen?

Auch dafür gibt es genaue Vorschriften: Das Kennzeichen muss an der Rückseite des Fahrzeugs möglichst unter der Schlussleuchte fest angebracht werden.

Es darf maximal um 30 Grad in Fahrrichtung geneigt sein und muss aus einem 45-Grad-Winkel von beiden Seiten des Fahrzeugs aus lesbar sein. Der untere Rand des Kennzeichens muss mindestens 20 Zentimeter Abstand von der Fahrbahn haben.

Welche Farbe hat das Kennzeichen in den kommenden Jahren?

Nach schwarz (seit 1. März 2017) folgt 2018 blau und 2019 grün.

Alle Kleinkrafträder sind versicherungspflichtig

Die Versicherungspflicht bezieht sich nicht nur auf Mopeds und Roller, sondern alle Kleinkrafträder mit einem Hubraum von maximal 50 ccm und einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Darunter fallen auch

  • Mofas und Mopeds aus Produktionen der ehemaligen DDR mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 60 km/h, die erstmals vor dem 1.3.1992 versichert waren
  • Quads, Segways und Trikes
  • Pedelecs mit Motoren über 250 Watt bzw. einer Tretunterstützung über 25 km/h oder einer Anfahrhilfe über 6 km/h
  • Fahrräder mit Hilfsmotor
  • E-Roller mit Betriebserlaubnis
  • Motorisierte Krankenfahrstühle, die unter die Führerscheinklassen M und S fallen
  • Vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge bis maximal 350 kg Leermasse.

Nützliche Links für weitere Informationen

Hinweis zur persönlichen Beratung


Bitte beachten Sie: Nur eine persönliche Beratung garantiert Ihnen einen bedarfsgerechten Versicherungsschutz.

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