28. Januar 2019
Kategorie: Gesundheit

Vorsorge: Männer haben oft Angst vor schlechten Nachrichten

--- Lesezeit: 3 Minuten ---

Es ist kein Geheimnis, dass die meisten Männer „Vorsorge-Muffel“ sind. So lange bei ihnen alles rund läuft, denken viele Herren der Schöpfung gar nicht daran, sich mal beim Arzt durchchecken zu lassen. Diese Sorglosigkeit kann schlimme Folgen haben, deswegen rät die Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit: „Gehen Sie regelmäßig zum Männer-TÜV!“

Ein Check-up beim Arzt ist bei vielen Männern noch negativ besetzt. „Sie fürchten lange Wartezeiten, wollen sich im Wartezimmer nicht anstecken oder haben schlichtweg einfach Angst vor schlechten Nachrichten“, sagt Prof. Dr. Frank Sommer, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit (DGMG). Gründe genug, um zu verdrängen, dass sie ab einem gewissen Alter ein erhöhtes Risiko für zum Beispiel Prostatakarzinome haben. Der Verdrängungsmechanismus wirkt, denn der Gang zum Arzt wird oftmals hinaus geschoben. „Zusätzlich sehen sich Männer ja auch immer noch als unverwundbar an“, so Prof. Sommers Erfahrung.

Die Realität sieht leider anders aus. Prostatakrebs etwa ist mit rund 25 Prozent die häufigste Krebserkrankung von Männern in Deutschland, so eine Erhebung der Deutschen Krebsgesellschaft. Der „Männer-TÜV“ ist also unverzichtbar.

Welche Vorsorge ist in welchem Alter ratsam?

Die gesetzlichen Krankenkassen empfehlen für Männer zwischen 18 und 45 Jahren beim Hausarzt Schutzimpfungen und Nachimpfungen durchführen zu lassen, denn hier sind viele Menschen seit der Kindheit nicht mehr ausreichend geschützt, beispielsweise gegen Tetanus. Ab dem 35. Lebensjahr sollte alle zwei Jahre ein Gesundheits-Check-up erfolgen, in dem Blutdruck, Blutzucker- und Cholesterinwerte sowie Urin untersucht werden. Dabei darf auch nicht der alljährliche Kontrollgang zum Zahnarzt vergessen werden sowie alle zwei Jahre ein Hautkrebs-Screening, das der Hausarzt vornehmen kann. Die aufgeführten Untersuchungen werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, viele weitere Untersuchungen, die rund um die Vorsorge angeboten werden, müssen als individuelle Gesundheitsleistung (IgeL), sogenannten Selbstzahlerleistungen, vom Patienten übernommen werden.

Ab dem 45. Lebensjahr liegt das Hauptaugenmerk dann vor allem auf Vorsorgeuntersuchungen zum Schutz vor Darmkrebs, Prostatakrebs, Stoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. So sollten Männer ab Mitte Vierzig jährlich beim Urologen zur Prostatakarzinomvorsorge vorstellig werden. Ab dem 50. Lebensjahr wird empfohlen, die Tastuntersuchung des Enddarms durchführen zu lassen sowie einen immunologischen Stuhltest machen zu lassen, bei dem nach verstecktem Blut im Stuhl geschaut wird. Die Darmspiegelung ist dann ab dem 55. Lebensjahr fällig und soll nach spätestens zehn Jahren wiederholt werden, bei erblicher Belastung auch in einem kürzeren Zeitraum.

Frühzeitige Vorsorge hilft, rechtzeitig zu heilen

„Beim rechtzeitigen Check-Up können Erkrankungen in einem sehr frühen Stadium gesehen werden. Also in einem Stadium, in dem sie noch kurabel sind“, erklärt Prof. Dr. Frank Sommer, der Universitätsprofessor ist und in Hamburg praktiziert. „Wenn sich ein Tumor schon ausgebreitet  oder metastasiert hat, ist eine Therapie wesentlich schwerer, als wenn er klein und ganz begrenzt vorhanden ist, so dass man ihn noch gut, beispielsweise operativ, entfernen kann.“ Der Urologe und erste Männerarzt weltweit weiß auch, dass es einen Zusammenhang zwischen Erektionsstörungen und Herzerkrankungen gibt – eine Tatsache, die den wenigsten Männern bewusst ist. „Durch die Untersuchung der penilen Gefäße kann sogar ein Herzinfarkt- beziehungsweise ein Schlaganfall verhindert werden, wenn dann vom Arzt entsprechende Maßnahmen bei Betroffenheit der Gefäße im Körper ergriffen werden.“

Schamgefühle überwinden

Für viele Männer ist der Gang zum Urologen mit Schamgefühlen und Unsicherheit verbunden. Diese gilt es zu überwinden. Denn: Der Besuch beim Hausarzt oder Urologen ist nicht mit Schmerzen verbunden und erfordert nur etwas guten Willen und ein wenig Zeit. Zeit, die gut investiert ist für ein gesundes Leben.

Auf der sicheren Seite dank privater Zusatzversicherung

Damit Mann und Frau auch abseits der gesetzlichen Leistungen exzellent für ihre Gesundheit vorsorgen können, empfiehlt sich für alle Altersklassen der Abschluss einer privaten Zusatzversicherung, zum Beispiel bei der HUK-COBURG. Damit können sowohl Vorsorgeuntersuchungen als auch individuell gewünschte Präventionsmaßnahmen (z.B. Raucherentwöhnung) abgesichert werden, die die Risiken einer Erkrankung noch frühzeitiger bekämpfen können.

Wenn Sie sich über weitere Vorsorgeuntersuchungen informieren möchten, gibt es auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit einen Flyer zum Downloaden.

Autorin:

Christina Hauptmann

Unternehmenskommunikation

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