5. Dezember 2018
Kommentare: 0
Kategorie: Unterwegs

Mikromobilität: Mit dem E-Scooter in die Stadt

--- Lesezeit: 3 Minuten --- 

London, Wien, Bamberg – was haben diese Städte gemeinsam? In all diesen Städten können Touristen wie Einheimische sogenannte E-Scooter, Tretroller mit Elektromotor, auf Zeit mieten. Oder zumindest bald: Denn Bamberg in Oberfranken wird die neue Form der Fortbewegung als erste Stadt in Deutschland gemeinsam mit dem E-Scooter-Verleihservice Bird testen.

In anderen Ländern sieht man ihn schon länger auf den Straßen und so mancher hat ihn bereits beim Städteurlaub in einer der großen Metropolen genutzt: Den Elektro-Scooter. Er sieht aus wie ein klassischer Tretroller und lässt sich zusammenfalten. Zusätzlich ist er jedoch mit einem Elektromotor versehen, so dass man auf das schweißtreibende „Antreten“ verzichten kann. Kann der E-Scooter die Lösung für die Verkehrsprobleme in den Innenstädten sein?

Gesetzgebung hinkt hinterher

Bevor es soweit ist, sind noch einige Hürden zu nehmen. Denn was im Ausland schon gängige Praxis ist, ist hierzulande auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen im Moment verboten. Es fehlt für diese Fahrzeugkategorie schlichtweg an gesetzlichen Regelungen über die Zulassung und die Versicherung.

Ein entsprechendes Gesetz für Modelle mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h ist zwar in Arbeit, jedoch noch nicht verabschiedet. Im Frühjahr 2019 soll es dann soweit sein. Dann können diese Fahrzeuge offiziell zugelassen werden und bekommen eine Art Vignette. Damit ist erkennbar, dass dieses Kleinfahrzeug versichert ist. Wer also - Stand heute - in Deutschland mit einem Elektro-Scooter auf der Straße fährt und erwischt wird, macht sich strafbar und riskiert eine saftige Geldstrafe. Gleiches gilt im Übrigen auch für Hoverboards, die durch Gewichtsverlagerung gesteuert werden.

Sobald die gesetzliche Grundlage gegeben ist, wird auch die HUK-COBURG ein entsprechendes Angebot auf den Markt bringen.

Test für E-Scooter-Verleih

Die Stadt Bamberg möchte diese Form der Mobilität schon jetzt testen. In der ersten Phase nur auf privatem Gelände, später soll es auch Testfahrten in der Stadt geben. Wenn die Tests positiv verlaufen und die neue Verordnung für Elektro-Kleinstfahrzeuge in Kraft getreten ist, sollen bis zu 100 E-Scooter in Bamberg unterwegs sein. Ab Juli 2019 – so der Plan – kann dann jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist und einen Führerschein hat, per App verfügbare Elektro-Roller finden und für 15 Cent pro Minute plus einem Grundpreis von einem Euro ausleihen. Und wer weiß: Vielleicht sieht man die Elektro-Scooter demnächst auch in anderen Städten in Deutschland.

Eva-Maria Sahm

Unternehmenskommunikation

Kommentare
Hinterlassen Sie einen Kommentar
Bitte geben Sie Ihren Namen an.
Bitte geben Sie einen Kommentar ein.
Vielen Dank, Ihr Kommentar wurde abgeschickt. Vor Veröffentlichung muss er zunächst freigegeben werden.
Achtung: Auf dem Blog veröffentlichen und bearbeiten wir keine Anfragen zu Vertrags- und Schadenangelegenheiten. Bitte senden Sie dafür eine Mail an info@huk-coburg.de oder info@huk24.de.
Fußzeile aufklappen