20. Dezember 2018
Kategorie: Wissen

Autofahrer aufgepasst: Das ändert sich 2019

Im neuen Jahr treten zahlreiche neue Regelungen in Kraft. Was auf Autofahrer im nächsten Jahr zukommt, haben wir für Sie kurz zusammengefasst.

Fahrzeug-Zulassung auch online möglich

Das Auto ganz bequem von zuhause neu zulassen oder ummelden? Das könnte bald möglich sein. Die dritte Stufe des beim Bundesverkehrsministerium angesiedelten Projekts „internetbasierte Fahrzeugzulassung“ ist für 2019 geplant. Bereits jetzt kann man sein Fahrzeug online abmelden und unter bestimmten Voraussetzungen auch wieder anmelden. Dann könnte bald Schluss sein mit dem Schlange stehen bei der Zulassungsstelle. Mehr Informationen hier.

Fahrverbote für Diesel

Wer einen Diesel mit Euro 4 Abgasnorm oder schlechter fährt, für den gilt ab 1. Januar 2019 ein Fahrverbot im gesamten Stuttgarter Stadtgebiet. Dies gilt zunächst nur für Auswärtige, für Anwohner gibt es eine Übergangsfrist bis 1. April 2019. Bei Nicht-Beachten werden 80 Euro Bußgeld fällig. Auch in weiteren Städten müssen Fahrer älterer Dieselautos mit Einschränkungen rechnen.

Der Bund hat für betroffene Dieselbesitzer zahlreiche Maßnahmen beschlossen. So gibt es in 15 besonders betroffenen Städten eine Umstiegsprämie für Euro 4 und Euro 5-Fahrzeugen, an der sich alle deutschen Autohersteller beteiligen. Sie liegt im Schnitt zwischen 5.000 und 8.000 Euro. Ausführliche Informationen bietet das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Europaweit einheitliche Kraftstoff-Kennzeichnung

Die Europäische Kommission hat eine einheitliche EU-Kraftstoff-Kennzeichnung beschlossen, diese soll nun auch in Deutschland umgesetzt werden. Die Idee: Alle Mitgliedsstaaten verwenden an den Zapfsäulen einheitliche Symbole für Diesel, Benzin und andere Kraftstoffe. Das soll dem Verbraucher helfen, den richtigen Kraftstoff zu tanken – besonders wenn er im Ausland unterwegs ist. Denn gerade dort stellte sich bisher die Frage, was zum Beispiel Benzin oder Diesel in der jeweiligen Landessprache heißt. Eigentlich sollte die Vereinheitlichung schon im Oktober 2018 kommen, die Einführung verzögert sich jedoch. Wir werden an dieser Stelle hier bei uns im Blog über die aktuellen Entwicklungen berichten.

RDE-Test bei Abgasmessung

Bereits seit September 2018 ist für die Messung des Schadstoffausstoßes das Prüfverfahren WLTP („Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure“) für alle Neufahrzeuge verbindlich – genau ein Jahr später, am 01. September 2019, kommt noch ein Realtest auf der Straße hinzu (RDE = „Real Driving Emissions“). Der Test soll dafür sorgen, dass die Grenzwerte für Stickoxide eingehalten werden.

Warnsignal bei Elektroautos

Elektroautos erzeugen so gut wie keine Fahrgeräusche – für Fußgänger, Radfahrer und Menschen mit Sehbehinderung kann das sehr gefährlich werden. Deshalb ist ab dem 1. Juli 2019 der Einbau eines akustischen Signals bei neuen E-Auto-Fahrzeugtypen Pflicht. Das Warnsystem soll bis 20 km/h automatisch einen durchgehenden Warnton erzeugen und manuell nicht abschaltbar sein.

Eva-Maria Sahm

Unternehmenskommunikation

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