10. Oktober 2018
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Kategorie: Unternehmen

Sabbatical: Keine Auszeit, sondern Lebenszeit

--- Lesezeit: 4 Minuten --- 

Mike Stahlberger erlebte in seinem einjährigen „Sabbatical“ allerlei Abenteuer in Australien und Neuseeland. Deutschland hat er dabei trotzdem hier und da vermisst.

Der Begriff „Zeitwertkonto“ klingt langweilig. Das Programm, das bei der HUK-COBURG dahinter steckt, ist alles andere als das. Mit dem Zeitwertkonto können Mitarbeiter der HUK Geld ansparen und sich dies in Freizeit auszahlen lassen. Von einem Monat bis zu einem Jahr geht das mögliche Sabbatical, das man sich verdienen kann, indem monatlich ein Teil des Gehaltes zur Seite gelegt wird. Wie das gehen kann, erklärt Mike Stahlberger, der in der Kundenbetreuung arbeitet und sich mit Hilfe des Zeitwertkontos einen großen Traum erfüllt hat: eine einjährige Auszeit in Australien und Neuseeland.

1 Jahr sparen, dann 1 Jahr Erlebnisreise 

„Ehrlich gesagt war ich am Anfang ein wenig unsicher“, erzählt Mike Stahlberger. Der Coburger hatte Anfang April 2016 vom neuen Zeitwertkonto erfahren. „Zu Beginn war das alles weit weg. Nachdem ich mir allerlei Informationen über das Intranet geholt habe, hat mich die Idee irgendwann nicht mehr losgelassen“, sagt Mike. Nachdem er sich ausgerechnet hatte, was er einzahlen müsste, um ein ganzes Jahr lang eine Auszeit zu nehmen, merkte Mike: das ist möglich.

Nach einem Gespräch mit seiner Chefin stand der Entschluss fest: ein Jahr sparen, und dann ein Jahr Erlebnisreise. „Natürlich muss man sich ein finanziell einschränken, wenn man das Ziel hat, so lange im Sabbatical zu bleiben wie ich, und das in so kurzer Zeit anzusparen“ erzählt Mike. Doch, mit einer gehörigen Portion Disziplin, hat es funktioniert. Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld durfte Mike ebenfalls mit einbringen und somit hat er es dann geschafft, sich genug Zeit anzusparen, um das Abenteuer seines Lebens zu erleben.

Spontan ins Abenteuer 

Im Mai 2017 ging es los, gemeinsam mit einem Freund, und ohne zu viel Planung im Vorfeld. „Wir waren sehr positiv eingestellt und neugierig, wir wollten uns wirklich ins echte australische Leben stürzen und sehen, wie wir zurechtkommen“, erzählt Mike Stahlberger. In Australien angekommen, haben die beiden Deutschen gleich einige Landsleute kennengelernt – über Facebook waren diese schnell zu finden. Über zwei neue Bekannte aus Heilbronn haben Mike und sein Kumpel schnell ein Auto gefunden, zwar schon Baujahr 1991, aber trotzdem noch gut in Schuss und ein Kleinbus, in dem man schlafen konnte. Es reichte gut aus, um damit die Ostküste entlang zu fahren und das spannende Land zu entdecken.

 

Sieben Monate blieb Mike in Australien, hat traumhafte Landschaften gesehen, Kängurus gestreichelt, bei der Melonenernte geholfen und viele spannende Menschen kennengelernt. Nach dieser Zeit hat sich Mike einen weiteren Traum erfüllt und ist nach Neuseeland geflogen, genau wie bei der Australien-Reise ohne festen Reiseplan, aber mit der Absicht, so viel wie möglich von Neuseeland zu entdecken. „Neuseeland ist ein unglaubliches Land, wenn man die Möglichkeit hat, es in Ruhe zu bereisen und sich die vielen verschiedenen Orte anzuschauen“, erinnert sich Mike Stahlberger. Von kristallklaren Seen über Berglandschaften bis hin zu den Original-Drehorten der „Herr der Ringe“-Saga: Mike hat alles in seinen drei Monaten gesehen. „Wenn man das alles in zwei oder drei Wochen Urlaub sehen möchte, ist man schnell gehetzt. Ich hatte das Glück, genügend Zeit zu haben, um dieses tolle Land zu genießen.“ Nach einem kleinen, zweiwöchigen Abstecher auf den Fidschi-Inseln („danach war das Reise-Geld dann endgültig weg“) ging es zurück nach Deutschland.

Rückkehr in den Alltag 

Hat er zwischendurch daran gedacht hat, in „down under“ zu bleiben? „Nein, nicht wirklich. Natürlich träumt man, aber das, was wir erlebt haben, ist kein Leben für die Zukunft.“ Die Strände seien atemberaubend, mit ihren Walen, Delfinen oder Robben – doch Deutschland habe Mike trotzdem vermisst. „Dort lebt man in den Tag, das ist auf die Dauer nichts für mich. Aber was ich in dem Jahr erlebt habe, war keine Auszeit, es war Lebenszeit. Ich kann das jedem nur empfehlen, der die Möglichkeit hat.“

Mike Stahlberger ist wieder gut in Deutschland angekommen und auch an seine Arbeit in der HUK hat er sich wieder gewöhnt. Trotzdem ist das Fernweh noch nicht ganz verheilt – Kanada, das wäre doch eine Reise wert. 18 Monate muss er jetzt erst einmal Sabbatical-Pause machen, doch eine weitere „Lebenszeit“ möchte sich Mike noch gönnen. Wie lange ist ebenso unklar, wie wann – doch das Gefühl, unvergessliche Dinge in fremden Ländern zu erleben, möchte er nochmals haben.

Foto: Mike Stahlberger/privat 

HUK-Infobox:

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Autor: Stefan Schuhmann, Personalabteilung 

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