5. Oktober 2018
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Kategorie: Gesundheit

Die wichtigsten Fakten zum Fasten

Die Anzahl von Zivilisationskrankheiten hat in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen. Auf der anderen Seite konnten einige naturheilkundige Ärzte durch Fasten sensationelle Heilerfolge bei unterschiedlichsten Krankheiten erzielen. Fasten verstärkt in den Blickpunkt der Wissenschaft gerückt – und ist gerade hip. Unser Fitness-Experte Rainer Falch erkärt die wichtigsten Fakten.

Das Thema Fasten ist in aller Munde – und auch Zeitungen berichten regelmäßig über neue Erkenntnisse, die unter anderem auch aus der Berliner Charité von Prof. Dr. Andreas Michalsen stammen. Das Fasten ist so alt wie der Mensch und damit eine lang bewährte Naturheilmethode.

In Zeiten von vielen unnatürlichen Nahrungsmitteln und Zusatzstoffen hat sich der menschliche Organismus angepasst. Die Folge: Mit dem Essen und Trinken werden folglich mehr Kalorien aufgenommen, als für den Körper überhaupt notwendig sind – bestimmte wichtige Stoffe fehlen jedoch. Diese Veränderung führt dazu, dass der gesamte Organismus mitsamt einzelner Organe überfordert ist. Chaos und Unordnung in Körper und Geist führen nicht selten zu Gewichtszunahmen oder anderen Problemen.

Drastische Folgen

Fastenphasen geben dem Körper die Chance, dieses angerichtete Chaos wieder aufzuräumen und zu beheben. Bildlich kann man sich hierfür einen Keller vorstellen: Eine ganze Zeit lang kann man alles wahllos sammeln und einlagern. Irgendwann kommt aber der Punkt, an dem das Ganze nicht mehr funktioniert und man nichts mehr findet. Dem Körper geht es ähnlich: Wichtige Nährstoffe können nicht verarbeitet werden, weshalb Phasen des Aufräumens und der Ausscheidung sowie der Wiederherstellung der natürlichen Ordnung wichtig sind. Diabetes Mellitus oder Krebs sind nur zwei drastische Folgen von Ungleichgewicht im Körper.

Gute Nebeneffekte einer Fastenzeit:

  • Man verliert das ein oder andere Kilogramm und wirkt so direkt Übergewicht entgegen.
  • Die Entgiftung des Körpers wird gefördert und Entzündungen reduziert.
  • Fasten Sie sogar regelmäßig, wirken Sie sogar dem Alterungsprozess entgegen und nehmen eine natürliche lebensverlängernde Maßnahme wahr.

Fastenmethoden

Jeder kennt die Fastenzeit in der Kirche: Man verzichtet für eine bestimmte Zeit auf ein bestimmtes Lebensmittel. Das klassische Fasten hingegen erstreckt sich über fünf bis sieben Fastentage. Wichtig ist insbesondere der Start mit einem bis drei Entlastungstagen, bei denen der Körper auf die anstehende Hungerstrecke vorbereitet wird. Üblicherweise kommt es am ersten Tag zu einer Darmentleerung durch einen Abführtee. Zum Abschluss kommt das Fasten mit dem Fastenbrechen und einer sich anschließenden Aufbauphase, die sich ebenfalls über einige Tage erstreckt. Bekannte Methoden sind z. B. das Heilfasten, Fasten nach Buchinger, Hildegard Fasten oder das Basenfasten. 

Hat man einen stressigen Alltag, eignet sich das Kurzzeit-Fasten. Auch hier gibt es unterschiedliche Methoden, so z. B. die 16/8 bei der man 16 Stunden fastet und nur in den verbleibenden acht Stunden isst. Eine Alternative wäre auch ein Fasten an zwei Tagen in der Woche – die restlichen fünf Tage isst man normal.

Für einen dauerhaften Erfolg liegt der entscheidende Faktor letztendlich in einer vollwertigen, ausgewogenen und überwiegend pflanzlichen Ernährung. Insofern kann eine Fastenzeit auch einen guten Start in eine Ernährungsumstellung sein. Hilfreich ist gerade bei Neulingen eine Fastenbegleitung durch einen Arzt oder Ernährungsberatung.

Gastautor: Rainer Falch

Diplomsportlehrer, Sportwissenschaftler und Buchautor

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