7. September 2018
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Kategorie: Gesundheit

Wenn Männer in die Wechseljahre kommen

Bei Frauen ist es bekannt: Im Alter zwischen 40 und 50 Jahren stellt sich ihr Hormonhaushalt grundlegend um. Was viele bislang nicht wussten: Auch Männer kommen in die  Wechseljahre. Laut einer Studie ist jeder zehnte davon betroffen und klagt über Abgeschlagenheit, abnehmende Muskelkraft und zunehmenden Bauchumfang.  

Schuld daran ist das männliche Hormon Testosteron, das über Jahre hinweg langsam abnimmt. Bei manchen Männern kann dieser schleichende Prozess bereits mit 35 Jahren einsetzen. Erste Symptome dieses beginnenden Hormonmangels können Müdigkeit und auch sexuelle Unlust sein. „Da die Wechseljahre beim Mann aber noch sehr unerkannt sind, kommen selbst Ärzte manchmal nicht darauf, dass diese Probleme mit einem Testosteronmangel in Verbindung zu bringen sind“, erklärt Prof. Dr. Frank Sommer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit. Als erster „Männerarzt“ weltweit beschäftigt er sich schon lange mit der Bedeutung des Hormons Testosteron, das für ihn das „Königshormon des Mannes" ist.

Für einen gesunden Hormonspiegel kann Mann viel tun. Prof. Dr. Sommer empfiehlt kurze und regelmäßige sportliche Betätigung, insbesondere Kraftübungen. Auch Ausdauersportarten wie Laufen oder Radfahren seien von Vorteil, nur müsse hier darauf geachtet werden, den Sport nicht zu exzessiv zu betreiben. „Es gibt sehr sportlich aussehende Ultralangstreckenläufer, die durch die starke körperliche Belastung eine signifikante Veränderung in ihrem Hormonhaushalt herbeigeführt haben, allerdings im negativen Sinne“, erklärt Urologe Sommer.

Um den Testosteron-Hormonspiegel auf einem guten Level zu halten, sollten Männer auch vermehrt auf eine gesunde Ernährung achten, also viel frisches Obst und Gemüse essen. Denn gerade in der Zeit der Hormonumstellung ist es wichtig, ein wenig mehr auf die Figur zu schauen. „Je mehr Bauchumfang und Fettgewebe, umso mehr Testosteron wird aus dem Körper herausgefischt", sagt Prof. Sommer und ergänzt: „Nicht nur, dass der Hormonspiegel sinkt, das herausgefischte Testosteron wird obendrein in weibliche Hormone verwandelt, was wiederum bewirkt, dass Männer sich noch müder und abgeschlagener fühlen".

Im Zweifel Hormonspiegel testen lassen

Prof. Dr. Frank Sommer, der berufener Universitätsprofessor ist und in Hamburg praktiziert, warnt allerdings davor, vorschnell zu Testosteronpräparaten zu greifen. Testosteron ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, daher sei es unumgänglich, einen Arzt zu konsultieren. Es gibt Männer, die niedrige Testosteronwerte haben, allerdings keine Beschwerden. Diese Männer brauchen nach Angaben von Sommer keineswegs eine medikamentöse Therapie. „Testosteron sollte nur zugeführt werden, wenn tatsächlich Beschwerden da sind und dauerhaft niedrige Testosteronwerte vorliegen“.

Wer sich unsicher ist, wie es überhaupt um den eigenen Hormonspiegel bestellt ist, der kann beim Urologen einen Hormontest durchführen lassen.

Autorin:

Christina Hauptmann

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