20. September 2018
Kommentare: 2
Kategorie: Gesundheit

Hackathon: Programmieren der Gesundheit zuliebe

--- Lesezeit: 3 Minuten --- 

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Verwandten zu Hause, der nicht mehr alleine für sich sorgen kann. Falls ihm etwas passiert, erhalten Sie eine Nachricht aufs Smartphone und können Hilfe organisieren. Praktisch? Ja, sagte die Jury des Hackathons „Digital Health“ im Medical Valley Erlangen. Mit ihrer Idee, ein Informations- und Notrufsystem für Zuhause zu entwickeln, hat ein Team mit HUK-COBURG-Mitarbeitern im Frühjahr den 1. Preis in der Kategorie „Health Hack Your Home“ gewonnen.

Die Ausgangssituation war fiktiv - die Aufgabenstellung, die das Team beim Hackathon zu bearbeiten hatte, anspruchsvoll: Herbert Schneider ist 70 Jahre alt. Seit dem Tod seiner Frau lebt er bei seiner Tochter Lisa, denn er leidet unter Demenz. Lisa kann sich aber nicht rund um die Uhr um ihren Vater kümmern und macht sich unterwegs große Sorgen um ihn. Was kann sie tun? Ein Hausnotrufservice scheint nicht die richtige Lösung zu sein, denn dafür müsste Herbert in der Lage sein, auch bei einem Sturz noch den Notrufknopf zu drücken.

3 Tage Zeit – eine Lösung

Innerhalb von drei Tagen haben Lars Bauer, Christian Häussler und Kathrin Vogler aus der Informatik Anwendungsentwicklung der HUK-COBURG gemeinsam mit zwei weiteren Teammitgliedern ihre Idee dazu entwickelt und in die Tat umgesetzt.

Die Feldbetten, die im Medical Valley für die Hacker zur Verfügung gestellt werden, hat das Team zwar nicht benötigt, dennoch waren es drei lange und intensive Tage. „Es hat einfach Spaß gemacht, mitmachen zu dürfen. Der Hackathon ist eine große Bereicherung, denn man lernt dabei eine ganz andere Arbeitstechnik kennen, in 3 Tagen etwas komplett Neues zu erarbeiten“, sagt Christian Häussler.

Ein Notrufsystem, das Hilfe verständigt

Und die Lösung des Teams hat überzeugt: Das Notrufsystem „Care4Home“ sammelt verschiedene Gesundheitsdaten wie Herzfrequenz und Puls, zum Beispiel über eine Smartwatch. Der sogenannte Localino ortet die Person im Raum und kann so feststellen, ob noch Bewegung stattfindet, oder ob die Person eventuell gestürzt am Boden liegt. Dieses Gerät ist notwendig, da im Haus kein GPS-Signal verfügbar ist. Über eine Homebase - eine schwarze Box auf Basis des kostengünstigen Raspberry Pi-Computers - werden die Daten an eine Smartphone-App übertragen. Über diese kann sich der Angehörige jederzeit aktiv über den Zustand der betreuten Person informieren. Bei bestimmten Auslösern werden darüber hinaus Push-Nachrichten erzeugt und im schlimmsten Fall ein Notruf abgesetzt.

 

Seit März arbeitet das Team nun mit Unterstützung von Mentoren weiter an der Idee, um Menschen mit gesundheitlichen Problemen in ihren eigenen vier Wänden zu helfen.

Kooperationen mit Start-ups und Gründerzentren

Mitarbeiter der HUK-COBURG nehmen regelmäßig an Hackathons mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten teil. So kooperiert die HUK-COBURG mit dem digitalen Gründerzentrum ZOLLHOF in Nürnberg, dem InsurTechHub Munich, einer Digitalinitiative der bayerischen Versicherer, und ist Mitglied des Netzwerkes Zukunft.Coburg.Digital am Unternehmensstandort.

Autor: Stefan Eichhorn

Unternehmenskommunikation

2 Kommentare
Christian Häussler schrieb:
27. September 2018 um 19:33 Uhr

Hallo Interessierte,

unsere Homepage zu unserem Projekt findet Ihr hier:
https://care4ho.me

Viele Grüße,
Christian Häussler
Care4Home Team

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Rolf schrieb:
22. September 2018 um 15:48 Uhr

Ich habe Presse für dieses Angebot danke schön

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