13. Juli 2018
Kategorie: Unterwegs

Urlaub mit dem Auto: Vorab über Mautgebühren informieren

--- Lesezeit: 3 Minuten --- 

Wer mit dem Auto verreist, sollte sich vorab nicht nur Gedanken über die schnellste oder landschaftlich schönste Route machen. Zu einer guten Vorbereitung gehört es auch, sich über anfallende Mautgebühren zu informieren, die in etlichen europäischen Nachbarländern für das Benutzen von Autobahnen, Schnellstraßen, Brücken oder Tunnel fällig wird. Auch in einigen Innenstädten Europas wird eine sogenannte Citymaut erhoben oder das Befahren von Umweltzonen muss bezahlt werden.

Unterschiedliche Mautsysteme

Insbesondere bei den Mautgebühren sollte man besser etwas genauer hinschauen, denn die Reglements weichen in etlichen Ländern zum Teil deutlich voneinander ab. Grundsätzlich gibt es in Europa zwei verschiedene Mautsysteme: Da ist zum einen die zeitbezogene Maut, die über eine Vignette entrichtet wird. Daneben sind in anderen Ländern streckenbezogene Mautforderungen zu begleichen, bei denen die Beträge abhängig von Straße oder Streckenabschnitt variieren.

Neun Länder in der EU verlangen eine solche streckenbezogene Maut: In Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Polen, Portugal und Spanien werden die Autofahrer je nach zurückgelegten Kilometern zur Kasse gebeten. Gleiches gilt für die Nicht-EU-Länder Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Norwegen, Serbien, die Türkei und Weißrussland. Diese Mautsysteme sind jedoch nicht überall durchgängig, was bedeutet, dass es auch kostenfreie Autobahn- und Schnellstraßenabschnitte gibt. Für die mautpflichtigen Bereiche entrichtet der Autofahrer seinen Obolus entweder beim Ein- oder beim Ausfahren an den dafür vorgesehenen Mautstationen.

Diese Fahrtunterbrechungen entfallen in jenen acht Ländern, wo das Recht zum Befahren von Autobahnen oder Schnellstraßen mit einer zeitlich begrenzten Vignette erworben werden muss. Dies ist in Bulgarien, Österreich, Rumänien, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn der Fall. Einige europäische Länder verlangen zudem gesonderte Mautgebühren für Brücken, Tunnel und Pässe, wie etwa Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Dänemark und Schweden. Dabei können zum Beispiel je nach Länge eines Tunnels von 5,50 Euro für den österreichischen Bosruck-Tunnel (5.509 Meter) bis zu 44,40 Euro für den 11,6 Kilometer langen Mont-Blanc-Tunnel zwischen Frankreich und Italien fällig werden.

Elektronische Maut 

Der Fortschritt der Digitalisierung macht auch vor der Maut nicht Halt und so gibt es auf Europas Straßen ebenfalls elektronische Bezahlsysteme. In Ungarn werden die Gebühren inzwischen komplett elektronisch registriert und abgebucht: Dort müssen sich Autofahrer vor dem Befahren der betreffenden Strecken online registrieren und eine sogenannte E-Vignette kaufen. Auch Portugal und Polen setzen auf verschiedenen Streckenabschnitten elektronische Bezahlsysteme ein, bei denen die gefahrenen Kilometer über einen zu erwerbenden „Transponder“ registriert werden. In Ungarn, Rumänien und der Slowakei hingegen benötigen Autofahrer eine elektronische E-Vignette. Und auch Österreich führt jetzt das „digitale Pickerl“ ein.

Verstöße können teuer werden

Gleich nach welchem System die Autofahrer in den europäischen Nachbarländern zur Kasse gebeten werden, in einem Punkt ähneln sie sich überwiegend: Verstöße gegen die Maut-Regeln können teuer werden. Demnach sind etwa in Slowenien bis zu 800 Euro Strafe möglich, wenn im Auto keine Vignette vorhanden oder diese nicht richtig angebracht ist. Im Vergleich dazu kommt man in Österreich mit Bußgeldern ab 120 Euro noch geradezu günstig weg.

Unser Fazit: Vor Fahrtantritt informieren und gegebenfalls schon mal ausreichend Kleingeld zurechtlegen. Wir wünschen eine gute Fahrt in den Urlaub!

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Eva-Maria Sahm

Unternehmenskommunikation

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