27. April 2018
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Kategorie: Gesundheit

Was bringt die richtige Kombination von Bewegung und Ernährung?

Bewegung, Training und Sport sollen helfen, gesund und leistungsfähig zu bleiben oder zu werden. Und natürlich soll der Körper auch äußerlich in die gewünschte Form gebracht werden. Welche Rolle spielt dabei Ernährung? Unser Fitness-Experte Rainer Falch erklärt das anhand von drei Beispielen.

Die Praxis zeigt: Erst in der individuell richtigen Kombination von Bewegung und Ernährung kommt es zu wirklich guten, teilweise sensationellen Ergebnissen.

Beispiel 1 – Erkrankung verbessern

Person X leidet an der sogenannten Zuckerkrankheit Diabetes mellitus Typ 1. X muss bereits Insulin zuführen, die Bauchspeicheldrüse ist aber noch nicht völlig funktionsunfähig. Durch die gezielte Kombination von allgemein mehr Bewegung, dosiertem Fitnesstraining und zuckerarmer, ballaststoffreicher Vollwertkost verbessert sich bereits nach ein bis zwei Wochen die Blutzuckerregulation und die Bauchspeicheldrüse erholt sich wieder. Zunächst kann die Insulingabe Schritt für Schritt reduziert werden und nach rund sechs Monaten kann bei konsequenter Einhaltung des veränderten Lebensstils ganz auf die Insulingabe verzichtet werden.

Beispiel 2 – Übergewicht

Person Y leidet seit Jahren an massivem Übergewicht und hat einen BMI (Body Mass Index) von 34. Nach der internationalen Klassifikation u. a. der WHO (Weltgesundheitsorganisation) spricht man ab einem BMI von 30 von krankhafter Adipositas. Y versucht durch zahlreiche Diäten seit Jahren krampfhaft abzunehmen, erleidet aber immer wieder den gefürchteten Jo-Jo-Effekt. Y ist in doppeltem Sinne völlig außer Form gekommen. Erst nachdem Y unter fachlicher Anleitung gezielt die Ernährung individuell und bedarfsgerecht anpasst und gezielt mit regelmäßigem Ausdauer- und Krafttraining kombiniert, schafft es Y innerhalb eines Jahres 30 Kilogramm abzunehmen. Außerdem kann er das reduzierte Gewicht auch dauerhaft halten. Die positiv veränderte Figur, die zusätzliche gewonnene Leistungsfähigkeit, Schlaf- und Lebensqualität sind Lohn für diese Anstrengung.

Beispiel 3 – Leistungssport

Person Z betreibt seit vielen Jahren intensiv die Sportart Triathlon. Bisher ist Z nicht über die olympische Distanz hinausgekommen und immer wieder trotz intensivem und konsequentem Training an persönliche Grenzen gestoßen. Durch gezielten Einsatz des Faktors Ernährung hat Z ihre Bestzeit deutlich verbessert, regeneriert wesentlich schneller, konnte ihre Trainingsumfänge erhöhen und nimmt mittlerweile auch an Langdistanz-Triathlon-Wettkämpfen teil mit 3,86 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen.

Diese drei Beispiele zeigen, dass es sich wirklich lohnt über die eigene Ernährung nachzudenken. Dabei gilt es allerdings, sich wirklich fundiertes und seriöses Wissen in diesem Bereich zu erwerben. So vermeidet man auch, den vielen kursierenden Halbwahrheiten zu erliegen, die sich um dieses Thema ranken. 

Gastautor: Rainer Falch

Diplomsportlehrer, Sportwissenschaftler und Buchautor

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