8. März 2018
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Kategorie: Ihr Fahrzeug

Automatischer Notruf eCall kommt

Ab April 2018 müssen alle neuen Fahrzeugtypen in der Europäischen Union mit dem eCall ausgerüstet sein, einem automatischen Notrufsystem, das fest im Fahrzeug verbaut ist. Das erklärte Ziel der neuen Regelung: Die Zahl der Unfalltoten zu senken und die Schwere von Verletzungen im Straßenverkehr durch schnellere Hilfe zu reduzieren.

Der Begriff eCall steht für „emergency call“, also Notruf. Er besteht aus einem Empfänger für satellitengestützte Standortdaten und einem Mobilfunksender. Das im Fahrzeug eingebaute System ruft bei einem Unfall automatisch die europaweit einheitliche Notrufnummer 112 an und übermittelt einen Minimaldatensatz an eine Notrufzentrale. Gleichzeitig wird eine Sprachverbindung zum Autofahrer und den Insassen aufgebaut, um sie, falls ansprechbar, direkt nach möglichen Verletzungen zu fragen. Durch eCall können Rettungskräfte zur Unfallstelle eilen, auch wenn der Verunglückte selbst keine Rettung mehr verständigen kann. Alternativ kann der Unfallalarm auch manuell durch das Drücken eines entsprechenden Knopfes ausgelöst werden.

Schnelle Hilfe bei Unfall

Die Europäische Union hatte 2015 beschlossen, dass dieses System ab April 2018 serienmäßig in allen neuen Fahrzeugtypen verbaut sein muss. Ohne den eCall bekommen Hersteller in der EU ab Ende März keine Typgenehmigung mehr von den zuständigen Behörden und können ihre neuen Autos nicht verkaufen. Die Vision: Die Straßenverkehrssicherheit soll erhöht werden und die Zahl der Unfalltoten sowie die Schwere der Verletzungen durch schnellere Hilfe reduziert werden. Zu der europaweit einheitlichen und verpflichtenden Verordnung kam es, weil vorrangegangene freiwillige Initiativen fehlgeschlagen waren.

Nachrüstlösung für ältere Autos

Für Autofahrer ist das Nutzen des Unfallalarms kostenlos. Doch nicht jeder verfügt über eines der neuesten Automodelle, die bereits den eCall haben. Die deutschen Versicherungsunternehmen haben daher gemeinsam den Unfallmeldedienst entwickelt – eine eCall- ähnliche Lösung zum Nachrüsten. Der Unfallmeldedienst besteht aus einem Unfallmeldestecker, der in die 12-Volt-Buchse im Auto (Zigarettenanzünder) gesteckt wird und einer dazugehörigen App fürs Smartphone. Damit können auch Autofahrer älterer Fahrzeuge von einem automatischen oder manuellen Unfallalarm profitieren.

HUK-Infobox:

Erfahren Sie mehr zum Unfallmeldedienst unter huk.de/umd .

Eva-Maria Sahm

Unternehmenskommunikation

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