9. Februar 2018
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Kategorie: Gesundheit

Die 10 größten Fitness-Mythen

Sport ist gut für uns. Diese Tatsache ist längst unbestritten. Wenn es um das Training selbst geht, kursieren allerdings unter den Sportlern viele Mythen, Halbwahrheiten und falsche Tipps. Manche sind harmlos, einige ernsthaft schädlich und manche behindern einfach den Trainingserfolg. Oft haben aktuelle Untersuchungen einfach auch Weisheiten der Vergangenheit überholt. Unser Experte Rainer Falch räumt mit den 10 gröbsten Irrtümern auf.  

1. Aufwärmen ist nicht wichtig!

Falsch. Dein gesamter Körper (Muskulatur, Herzkreislauf- und Nervensystem, Stoffwechsel) benötigen eine Aktivierung. Ansonsten sind Verletzungen vorprogrammiert.

2. Training unter 30 Minuten ist sinnlos!

Falsch. Auch mit Kurzzeit-Trainingseinheiten, z. B. über 15 Minuten gezielt und regelmäßig eingesetzt, lassen sich Verbesserungen erzielen.

3. Mit Sit-ups für den Bauch lässt sich gezielt das Bauchfett abbauen!

Falsch. Fettabbau ist ein komplexer Stoffwechselvorgang. An welcher Stelle der Körper als erstes Fett abbaut, ist genetisch festgelegt. Sit-ups trainieren die Leistungsfähigkeit und Kraft der Bauchmuskulatur. Beachte dabei in jedem Fall ergänzend auch die entsprechenden Rückenmuskeln zu trainieren. Sonst läufst du Gefahr, eine muskuläre Dysbalance und in weiterer Folge Rückenschmerzen zu erzeugen.

4. Ohne Muskelkater ist ein Training nicht effektiv!

Falsch. Der Muskelkater und die Muskelschmerzen werden durch kleinste Verletzungen in der Muskultur erzeugt durch zu viel oder falsches Training. Muskelkater ist zwar kein Drama, sollte aber nicht das Ziel sein. Besser ist ein individuell angepasstes Training je nach Trainingszustand.

5. Training am Morgen ist effektiver!

Falsch. Der Biorhythmus sowie der Lebensstil, z. B. die Schlaf- und Arbeitszeit jedes Menschen, ist unterschiedlich. Entscheidend für die Effektivität des Trainings ist die richtige Auswahl der Trainingsinhalte, deren richtige Dosierung sowie Regelmäßigkeit.

6. Muskeln werden zu Fett, wenn du aufhörst zu trainieren!

Falsch. Wenn man mit dem Training aufhört, nimmt die Leistungsfähigkeit der Muskeln ab und man verliert durch fehlende Reize wieder Muskelmasse. Fett baust du dadurch auf, dass du immer wieder eine positive Energie-Bilanz hast, also zu viele Kalorien pro Tag durch Essen und Trinken zu dir nimmst im Verhältnis zu deinem Kalorienverbrauch.

7. Fitnesstraining ist nur für junge Menschen!

Falsch. Richtig angewendet profitieren Menschen jeden Alters von einem gezieltem Fitnesstraining. Gerade auch für ältere Menschen ist dies eine ideale Trainingsform. Allerdings solltest du auf die Anleitung von gut ausgebildeten Trainern achten.

8. Nur Kardiotraining (Ausdauertraining) hilft beim Abnehmen!

Falsch. Auch Krafttraining verbraucht natürlich zusätzliche Kalorien. Zudem steigert es durch die Erhöhung der Muskelmasse den Grundumsatz und damit den täglichen Kalorienverbrauch. Beides ist also hilfreich beim Abnehmen. Entscheidend ist aber in der Phase der Gewichtsreduktion das Erzielen einer sinnvollen negativen Energie-Bilanz.

9. Frauen sollten kein Krafttraining machen! Wenn Du als Frau regelmäßig Deine Muskeln trainierst, wirst Du bald zum muskulösen Mannweib.

Falsch. Aufgrund ihrer Gene und einer anderen hormonellen Situation wird eine Frau niemals so viel Muskeln aufbauen wie ein Mann. Gezieltes Krafttraining hilft im Gegenteil sogar dabei, eine schlanke und definierte Figur zu erreichen.

10. Cool-down ist reine Zeitverschwendung!

Falsch. Das Aufwärmen sorgt für eine Aktivierung verschiedener Körpersysteme, das Abwärmen (Cool-Down) sorgt für die Deaktivierung. Dadurch wird die Regeneration beschleunigt und das Wohlfühlen nach dem Training verbessert.

Fazit: Glauben Sie Nicht alles, was Sie hören. Hinterfragen Sie kritisch und von lassen Sie sich von echten Fachkräften beraten.

Gastautor: Rainer Falch

Diplomsportlehrer, Sportwissenschaftler und Buchautor

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