2. Februar 2018
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Kategorie: Familie & Leben

Altersarmut: Jede vierte Frau hat keine private Altersvorsorge

Altersarmut ist in Deutschland oft weiblich. Denn obwohl sich die Stellung der Frau in Beruf und Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten verbessert hat, ist das weibliche Geschlecht bei der Rente immer noch schlechter gestellt.

Laut Bundes-Familienministerium verdienen Frauen durchschnittlich 21 Prozent weniger als Männer. Sind Kinder da, übernehmen Frauen darüber hinaus oft die Kindererziehung, arbeiten weniger oder gar nicht mehr. Über das gesamte Berufsleben hinweg sammeln Frauen so durchschnittlich fast 50 Prozent weniger Einkommen an als Männer. Das wirkt sich unmittelbar auf die zu erwartende Rente aus.

Eine Statistik der Deutschen Rentenversicherung zeigt, dass die durchschnittliche staatliche Rente von weiblichen Neu-Rentnerinnen im Jahr 2016 bei 665 Euro pro Monat lag - bei den Männern waren es 1.095 Euro. Bedenkt man die Lebenshaltungskosten, zum Beispiel für Miete und Lebensmittel, klafft eine beträchtliche Lücke zwischen Renten-Einnahmen und Ausgaben.

Private Vorsorge notwendig

Aus diesen Gründen sollte sich jeder, vor allem aber Frauen, rechtzeitig um ihre Altersvorsorge kümmern. Das betrifft auch diejenigen, die aktuell Vollzeit arbeiten und in einer festen Partnerschaft leben. Denn eines ist sicher: Die staatliche Rente wird auf jeden Fall niedriger ausfallen als das letzte Gehalt.

Die Zahlen sind alarmierend: Jede vierte Frau hat keine private Altersvorsorge. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten, seinen Lebensstandard im Alter abzusichern und die staatliche Rente privat aufzustocken. Die grundsätzliche Frage, die sich dabei stellt: Welche Altersvorsorge ist für mich die richtige?

Sparen oder versichern

Vermögen für das Alter anzusparen, ist grundsätzlich wichtig und richtig. Wer für das Alter auf dem Bankkonto spart, sollte jedoch bedenken, dass niemand wissen kann, wie alt er wird und entsprechend wieviel Vermögen im Alter gebraucht wird. Statistisch gesehen leben Frauen durchschnittlich vier Jahre länger als Männer, so eine Studie des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft, GDV. Wer wissen möchte, wie hoch seine statistische Lebenserwartung ist, kann es im Lebenserwartungsrechner des GDV testen.

Auch das Prinzip, in ein Eigenheim für die Altersvorsorge zu investieren, hat Schwächen. Das Kapital ist in diesem Fall gebunden und steht zumindest nicht kurzfristig zur Verfügung. Alternativen bietet der Abschluss einer Versicherung. Der Vorteil: Wird in der privaten Rentenversicherung eine Rentenzahlung vereinbart, zahlt die Versicherung den jeweiligen Betrag lebenslang.

Bei Altersvorsorge-Versicherungen unterscheidet man grundsätzlich zwischen staatlich geförderten Produkten, wie Riester- und Rürup-Rente, und nicht staatlich geförderten Produkten, zum Beispiel Kapital-Lebensversicherung, klassische oder fondsgebundene Rentenversicherung.

Staatliche Förderung

Das wohl bekannteste Vorsorgeprodukt in Deutschland ist die Riester-Rente. Laut GDV sind seit der Einführung im Jahr 2002 über 16,5 Millionen Riester-Verträge abgeschlossen worden.

Inhaber einer Riester-Versicherung erhalten eine staatliche Förderung. Aktuell liegt die Grundzulage bei 175 Euro. Wer Kinder hat, profitiert von der Kinderzulage in Höhe von 300 Euro für Kinder, die ab 1. Januar 2008 geboren wurden, und 185 Euro für alle davor geborenen Kinder. Um die volle Zulage zu bekommen, muss man mindestens vier Prozent des Vorjahreseinkommens in den Vertrag einzahlen – einschließlich der Zulage. Die Höchstfördergrenze liegt bei 2.100 Euro pro Person.

Eine weitere Möglichkeit, Geld für das Alter zurückzulegen, ist die betriebliche Altersvorsorge. Auch hier gibt es Unterstützung vom Staat. Fragen Sie einfach bei Ihrem Arbeitgeber danach.

Übrigens: Für Rentenleistungen aus der betrieblichen Altersvorsorge, Riester und Rürup gilt ab diesem Jahr ein Freibetrag bis 208 Euro, der nicht auf eine Grundsicherung angerechnet wird. Unabhängig von der Art der privaten Altersvorsorge gilt: Wer früh mit der Einzahlung beginnt, kann über die Jahre hinweg sinnvolle Beträge ansparen.

HUK-Infobox:

Sie möchten mehr zur privaten Rentenvorsorge bei der HUK-COBURG erfahren? Mehr Informationen gibt es hier.

Eva-Maria Sahm

Unternehmenskommunikation

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